Ungebrochene Spendenbereitschaft – 75.293 Euro Spenden aus dem Ev. Kirchenkreis Vlotho für Brot für die Welt

Erstellt am 08.08.2022

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 75.293 Euro Spenden und Kollekten aus dem Evangelischen Kirchenkreis Vlotho erhalten. „Die Spenderinnen und Spender im Kirchenkreis Vlotho setzen sich weiter für ihre Mitmenschen in ärmeren Ländern der Welt ein“, sagt Superintendentin Dorothea Goudefroy. „Nach unserem Rekordergebnis im Jahr 2019 hatten wir durch die fehlenden Kollekten aus Advents- und Weihnachtsgottesdiensten einen stärkeren Einbruch befürchtet. Daher freuen wir uns, dass die Spendenbereitschaft auf dem Niveau der Vorjahre ungebrochen hoch ist.” Der Kirchenkreis Vlotho findet sich pro Gemeindeglied gerechnet regelmäßig unter den spendenfreudigsten Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Bundesweit wurde die Arbeit des evangelischen Hilfswerks im vergangenen Jahr mit mehr als 63,6 Millionen Euro unterstützt, was einen Rückgang von 13,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Es zeigt sich die zweischneidige Wirkung der Corona-Pandemie: Nach der anfänglich gestiegenen Spendenbereitschaft als Reaktion auf die weltweit geteilte Krisenerfahrung folgte der Rückgang durch die ausgebliebenen Kollekten der Adventszeit 2020. Dennoch halten sich die Spendensummen nicht nur im Kirchenkreis Vlotho, sondern auch bundesweit im stabilen Trend der Jahre 2015 bis 2019.

Neben Spenden und Kollekten erhielt Brot für die Welt auch 2021 Mittel des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Drittmittel, vor allem aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Insgesamt standen dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für die weltweite Arbeit 321,2 Millionen Euro zur Verfügung; das waren 1,6 Millionen Euro weniger als 2020 (322,8 Mio. Euro).

Aktiv gegen Not und Leid in der Welt

Für die Partnerorganisationen von Brot für die Welt stand auch das Jahr 2021 – wie schon das Vorjahr – ganz im Zeichen der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Menschen in den ärmeren Regionen. Denn für den größten Teil der Weltbevölkerung greifen keine staatlichen Schutzmechanismen bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Armut. Deshalb waren die Folgen der Pandemie in Afrika auch bei lange niedrigen Inzidenzen verheerend. Gemeinsam mit lokalen Partnern hat Brot für die Welt daher etwa Impf-Aufklärungskampagnen durchgeführt oder eine bessere Ausstattung von Gesundheitszentren unterstützt.

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 646 Projekte neu bewilligt. Afrika (216 neue Projekte) und Asien (202 neue Projekte) waren die Schwerpunktregionen. Afrika steht mit 94,19 Millionen Euro auch an der Spitze der Bewilligungssumme. In den meisten neuen Projekten geht es um langfristige Hilfe gegen Hunger und Mangelernährung und die Stärkung der lokalen Zivilgesellschaft.

Insgesamt hat Brot für die Welt für Hilfsprojekte 277,7 Millionen Euro (90,6 Prozent der Mittel) ausgegeben. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden 9,4 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als niedrig.

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Aktuell fördert das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen mehr als 1.800 Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in fast 90 Ländern.

Trotz Rückgangs infolge der Coronabeschränkungen bleibt die Spendenbereitschaft im Kirchenkreis hoch (Bild: Thomas Lohnes / Brot für die Welt)