Gemeinde feiert 50 Jahre Kreuzkirche in Wehrendorf

Erstellt am 02.12.2019

Festwochenende lockt Besucher mit Acapella-Stars, Chören und Essen in die Kirche

Am 1. Advent 1969 wurde in der Kreuzkirche in Wehrendorf der erste Gottesdienst gefeiert. Am vergangenen Wochenende, 50 Jahre später, wurde drei Tage lang in Wehrendorf gefeiert: Seit 50 Jahren steht die Kreuzkirche im Dorfzentrum. Presbyterium und Kirchengemeinde hatten zum Gemeindefest  eingeladen und am ersten Adventswochenende neben den eigenen Chören auch die „Hörbänd“ aus Hannover eingeladen, die Acapella das Publikum begeisterten. Am Sonntag predigte Superintendent Andreas Huneke und gratulierte der Gemeinde.

 

Das Festwochenende startete am Freitag mit dem Konzert der „Hörbänd“ aus Hannover. Die Acapella-Gruppe um Joshua und Silas Bredemeier, Friedemann Petter, Lana Sophie Westendorf und „Ohlsen“ sang rund 90 Minuten in der vollen Kreuzkirche. Über 120 Gäste waren gekommen, um sich das anspruchsvolle Acapella-Programm anzuhören. Die Band stimmte mit ihren Liedern auf die Adventszeit ein und war sich selbst für kleine Tanzeinlagen zwischendurch nicht zu schade. So schunkelte die Gemeinde beim Schneewalzer mit und belohnte die Hörbänd mit viel Applaus. Durch humorvolle Überleitungen und viele witzige Stellen im Programm schafften es die Musiker, die Gemeinde zu verzaubern. Besonders das Weihnachtslied-Medley mit 25 unterschiedlichen Weihnachts-Klassikern ließ kaum Zeit zum Nachdenken. Nach dem Konzert gab es vor der Kirche gegen eine kleine Spende in das „Kirchenschwein“ von den ehrenamtlichen Helfern frische Bratwurst vom Grill und heißen Glühwein und Kinderpunsch.

 

Am Samstag stand das traditionelle Adventskonzert aller Chöre und Musikkreise in Wehrendorf unter dem Titel „Ehre und Preis sei Gott dem Herren“ in der Kreuzkirche an. An diesem Abend wurde deutlich, wie lebendig das Gemeindeleben in Wehrendorf ist: Neben den Besuchern waren auch die Chöre und Gruppen aus Wehrendorf stark vertreten. Mitgewirkt haben die Posaunenchöre Wehrendorf und Valdorf, der Kirchen- und EC-Chor aus Wehrendorf, das Flötenquintett, der Kammermusikkreis und der Kinderchor sowie Annegret Jesse an der Orgel. Das Konzert mit Stücken von Haydn, Bach, Telemann und Mendelssohn-Bartholdy begeisterte die Zuschauer in der erneut vollen Kreuzkirche. Auch am Samstagabend blieben viele Zuschauerinnen und Zuschauer anschließend bei Glühwein und Bratwurst vor der Kirche.

 

Zum Festgottesdienst am Sonntag waren neben den Wehrendorfern auch Gemeindemitglieder aus den anderen Vlothoer Gemeinden in die Kreuzkirche gekommen. Begleitet wurde der Gottesdienst vom Kirchen- und Posaunenchor. In seiner Predigt hob Superintendent Andreas Huneke die Rolle der Kirche hervor. War sie einst nach dem Krieg als „Notkirche“ für die zerbombte Auferstehungskirche am Kurpark in Bad Oeynhausen am Sültebusch erbaut worden, steht sie nun seit 50 Jahren in Wehrendorf und bildet den Dorfmittelpunkt. Der Superintendent dankte den Gemeindemitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz in der Gemeinde und sprach sich für den Kampf gegen Intoleranz und Fremdheit gegen das vermeintlich „Andere“ aus. Nach dem Gottesdienst überbrachte Bundestagsabgeordneter Stefan Schwarzte, der selbst als Konfirmand bereits auf den Kirchenbänken in Wehrendorf saß, Grußworte aus der Politik. Auch die ehemaligen Pfarrer Kurt Kükenshöner und Rainer Labie wünschten der Gemeinde alles Gute und bedankten sich für ihre Zeit in der Wehrendorf.