23/09/2026 0 Kommentare
Zuhören, verstehen und eigene Grenzen kennen: Ehrenamtliche im Besuchsdienst bilden sich fort
Zuhören, verstehen und eigene Grenzen kennen: Ehrenamtliche im Besuchsdienst bilden sich fort
# Ehrenamt

Zuhören, verstehen und eigene Grenzen kennen: Ehrenamtliche im Besuchsdienst bilden sich fort
Highlights
- Zwanzig Ehrenamtliche im Besuchsdienst beschäftigten sich mit patientenorientierter Gesprächsführung und schwierigen Gesprächssituationen.
- Supervisorin und Traumafachberaterin Dorothee Stieber-Schöll gab Impulse zum Zuhören, zum Umgang mit Emotionen und zu eigenen Grenzen.
- Die Fortbildung bot neben fachlichen Anregungen vor allem Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und neue Motivation.
Von Gesina Prothmann
Wie begegnet man einem Menschen, der wütend oder traurig ist? Wie kann man zuhören, ohne sich selbst dabei zu überfordern? Und was motiviert eigentlich, sich ehrenamtlich im Besuchsdienst zu engagieren? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich zwanzig Ehrenamtliche bei einer Fortbildung zum Thema „Patientenorientierte Gesprächsführung“ mit der Supervisorin und Traumafachberaterin Dorothee Stieber-Schöll. Die von ihr thematisch gestaltete Veranstaltung bot neben vielen fachlichen Impulsen vor allem eines: Zeit für Austausch, gegenseitige Unterstützung und die Erinnerung daran, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement und menschliche Nähe sind.
Schon zu Beginn kamen die Teilnehmenden im Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen in Zweiergruppen miteinander ins Gespräch. Sie erzählten von ihrer persönlichen Motivation und tauschten sich über Begegnungen aus, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben oder auch schwergefallen sind. Im Mittelpunkt standen dann herausfordernde Situationen im Besuchsdienst, etwa der Umgang mit Wut und anderen starken Emotionen. Dabei wurde deutlich: Gute Begleitung bedeutet nicht, für alles eine Lösung finden zu müssen. Oft ist es schon wertvoll, Zeit zu schenken, zuzuhören und den Menschen mit seinen Sorgen ernst zu nehmen. Gleichzeitig ging es darum, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Denn wer anderen Menschen etwas Gutes tun möchte, sollte auch auf sich selbst achten.
Mehr Infos zum ehrenamtlichem Engagement im Kirchenkreis in den Rehakliniken, Krankenhäusern, Altenheimen und auch zu Hause hat Gemeindepädagogin Karin Tasche (Email: karin.tasche@kirchenkreis-vlotho.de oder Tel. 05731-180521).
Zuhören und helfen
Zwanzig Ehrenamtliche haben an einer Fortbildung teilgenommen.
Die Ehrenamtlichen arbeiten im Besuchs-Dienst.
Sie besuchen Menschen in Kranken-Häusern und anderen Einrichtungen.
Bei der Fortbildung ging es um Gespräche mit kranken Menschen.
Das Thema hieß „Patienten-orientierte Gesprächs-Führung“.
Die Fortbildung war im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen.
Dorothee Stieber-Schöll leitete die Fortbildung.
Sie ist Supervisorin und Trauma-Fachberaterin.
Die Teilnehmenden sprachen über ihre Erfahrungen.
Sie erzählten auch von schwierigen Begegnungen.
Manche Menschen sind traurig.
Andere Menschen sind wütend.
Dann ist ein Gespräch manchmal schwierig.
Die Ehrenamtlichen lernten: Man muss nicht für jedes Problem eine Lösung finden.
Oft hilft schon etwas anderes.
- Man kann zuhören.
- Man kann Zeit schenken.
- Man kann die Sorgen des anderen Menschen ernst nehmen.
Auch die eigenen Grenzen sind wichtig.
Wer anderen helfen möchte, muss auch auf sich selbst achten.
Die Fortbildung gab den Ehrenamtlichen dafür neue Ideen.
Sie konnten sich auch gegenseitig unterstützen.
Wer sich für den Besuchs-Dienst interessiert, kann Karin Tasche anrufen.
Die Telefonnummer ist 05731-180521.
Listening, Understanding and Knowing Your Own Limits
Volunteer Visiting Services continue their training
How do you respond to someone who is angry or sad? How can you listen without becoming overwhelmed yourself? And what motivates people to volunteer in the visiting services in the first place? Twenty volunteers explored these and many other questions during a training session on “Patient-centred communication” with supervisor and trauma specialist Dorothee Stieber-Schöll. Alongside many professional insights, the session she designed around the topic offered something particularly valuable: time for conversation, mutual support and a reminder of the importance of volunteering and human closeness.
At the beginning of the session at the HDZ Heart and Diabetes Centre NRW in Bad Oeynhausen, the participants talked to one another in pairs. They shared their personal motivations and discussed encounters that had stayed with them, including experiences they had found particularly difficult. The focus then turned to challenging situations in the visiting services, such as dealing with anger and other strong emotions.
One important point became clear: good support does not mean having to find a solution to everything. Sometimes it is already valuable simply to give someone time, listen and take their worries seriously. At the same time, the volunteers looked at the importance of recognising and respecting their own limits. Anyone who wants to do something good for other people also needs to take care of themselves.
Further information about volunteering through the church district – in rehabilitation clinics, hospitals, care homes and in people’s own homes – is available from Karin Tasche by email (karin.tasche@kirchenkreis-vlotho.de) or phone (05731-180521).
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