23/03/2026 0 Kommentare
Von Nigeria in die Welt
Von Nigeria in die Welt
# Gottesdienste

Von Nigeria in die Welt
Vom Ev. Kirchenkreis Vlotho und Antje Eltzer-Silaschi
„Übrigens ist der Weltgebetstag weitestgehend von Ehrenamtlichen mit viel Liebe und Engagement vorbereitet und gestaltet“: Am 6. März wurde der Weltgebetstag im ganzen Kirchenkreis gefeiert, auch in der Laurentiuskirche in Rehme. Der freundliche Hinweis aus dem Vorbereitungsteam zeigt: Ein Weltgebetstag ist eine Gemeinschaftsleistung. Durch wie viele Hände ist er gegangen, bevor er in der Kurstadt ankam?
Seit dem 4. März 1927 geht die Idee des Weltgebetstags der Frauen schon um die Welt. Aber auch der Weltgebetstag 2026 hat bereits eine lange Reise hinter sich. Vor fast zehn Jahren, im August 2017, ging es los. Im brasilianischen Foz de Iguaçu hatten sich 188 Frauen zur internationalen Konferenz getroffen, um die Arbeit in den Landeskomitees und die Partnerländer der nächsten Jahre zu besprechen. Für 2026 fiel ihre Wahl auf Nigeria.
Dort machte sich das Vorbereitungskomitee vor drei Jahren an die Arbeit. Das Motto für ihr Jahr war „Kommt, bringt eure Last!“ (Mt. 11, 28-30). Katie Reimer, Geschäftsführerin des Internationalen Komitees, schrieb dazu: „In einer Zeit, in der Menschen auf der ganzen Welt schwere Lasten zu tragen haben, bieten unsere nigerianischen Schwestern tiefgründige Erkenntnisse darüber, wie man in Gott Ruhe und Erholung findet.“
Die Frauen aus dem westafrikanischen Land entwarfen die Liturgie, sammelten Geschichten zum Motto und zur religiösen und sozialen Lage im Land und fanden eine junge Künstlerin für das Jahresbild zum Weltgebetstag: Gift Amarachi Ottah, Studentin an der Alex-Ekwueme-Universität in Nigeria. Ihr Werk zeigt den Alltag und die Lasten vieler Frauen in Nigeria, aber auch die Ruhe und Gemeinschaft, die herrschen könnte. „Wenn wir Christus unsere Last bringen und einander in Gemeinschaft helfen, finden wir die Ruhe und Stärke, um unsere Reise fortzusetzen“, erklärt Gift Amarachi Ottah ihr Bild.
Vorbereitungen in Bad Oeynhausen
Mit diesem Material ausgestattet begannen die Vorbereitungstreffen auf der ganzen Welt Monate vor dem eigentlichen Termin. In Bad Oeynhausen kamen Frauen aus der Ev. Emmausgemeinde,der internationalen Gemeinde, der katholischen und ev.-freikirchlichen Gemeinde sowie der Neuapostolischen Kirche. Bei den gemeinsamen Treffen informierten sie sich über das diesjährige Weltgebetstagsland Nigeria. Eine der mitarbeitenden Frauen war für eine längere Zeit als Krankenschwester im Nachbarland Kamerum tätig und konnte viel über das Leben von Mädchen und Frauen am Golf von Guinea erzählen.
Bei den Vorbereitungen wurde dann besprochen, an welcher Stelle eine Ansprache oder symbolische Aktion stattfinden könne. Ideen zur Ausschmückung der Kirche, zur musikalischen Gestaltung und zum Miteinander im Anschluss wurden gesammelt, Aufgaben und die zu lesenden Texte aufgeteilt und geprobt. Zwischendurch klangen immer wieder die Lieder an, die meist für alle neu sind. Und immer kam auch die Frage nach Kochrezepten, denn das gemeinsame Essen ist für viele ein wichtiger Teil des Weltgebetstags. So auch in Rehme: Wer macht was? Wo gibt es diese oder jene Zutat?
So entstand nach und nach eine stimmige Veranstaltung, die in diesem Jahr auch junge Frauen mit ihren Kindern ansprechen wollte. Daher gab es parallel zum Gottesdienst ein Angebot für Kinder im benachbarten Haus an der Kirchstraße. Am Weltgebetstag wurden mit Hilfe der Küsterin Beate Fries Tische im Kirchenschiff gedeckt, der Altarraum dekoriert und das Buffet mit nigerianischen Gerichten aufgebaut. Die Lieder wurden im Gottesdienst schwungvoll vom Flötenensemble unter Sylke Cremers bewährter Leitung begleitet. Auch diese Gruppe hatte vorher gemeinsam mit Annette Schiermeyer am Klavier geprobt.
Ohne den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen wäre dieser Weltgebetstag nicht denkbar gewesen. Ingrid Wilmsmeyer hatte die Gesamtleitung und behielt souverän den Überblick. Sie verstand es in ihrer Ansprache, den Bibeltext, den die nigerianischen Frauen als „ihren“ Text ausgewählt hatten, auch in den Kontext hiesiger Frauen und Männer auszulegen. Anschließend brachten alle Anwesenden symbolisch einen Stein nach vorn und legten ihre Last ab. Zum anschließenden Beisammensein waren alle Tische im Kirchenschiff besetzt.
Am Ende konnten die Veranstalterinnen in Rehme für eine Kollekte in Höhe von 523,90€ danken, die für Projekte des Weltgebetstags verwendet werden wird.

In leichter Sprache
Am 6. März war der Weltgebetstag.
Im ganzen Kirchenkreis wurde gefeiert.
Zum Beispiel in der Laurentiuskirche in Rehme.
Viele ehrenamtliche Helfer haben den Tag vorbereitet.
Sie haben mit viel Liebe gearbeitet.
Was ist der Weltgebetstag?
Der Weltgebetstag ist sehr alt.
Es gibt ihn seit dem Jahr 1927.
Jedes Jahr wird er auf der ganzen Welt gefeiert.
Warum war Nigeria wichtig?
Vor einigen Jahren haben sich Frauen aus vielen Ländern getroffen.
Sie haben entschieden:
Im Jahr 2026 soll Nigeria im Mittelpunkt stehen.
Frauen aus Nigeria haben dann geplant.
Sie haben sich ein Motto ausgesucht:
„Kommt, bringt eure Last!“
Eine junge Künstlerin hat ein Bild gemalt.
Das Bild zeigt den Alltag von Frauen in Nigeria.
Es zeigt schwere Aufgaben, aber auch Ruhe und Gemeinschaft.
Vorbereitung in Bad Oeynhausen
Frauen aus verschiedenen Gemeinden haben sich getroffen.
Sie haben sich über Nigeria informiert.
Sie haben den Gottesdienst geplant.
Sie haben Lieder geübt.
Sie haben nigerianisches Essen gekocht.
Am Weltgebetstag war die Kirche voll.
Für Kinder gab es ein eigenes Programm.
Alle haben gemeinsam gefeiert und gegessen.
Am Ende kamen 523,90 Euro zusammen.
Das Geld hilft Projekten vom Weltgebetstag.
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