„Viele waren positiv überrascht, dass die Kirche auch dabei ist“: Pfarrerin Gesina Prothmann und Vikarin Hannah Steiner beim CSD in Minden

„Viele waren positiv überrascht, dass die Kirche auch dabei ist“: Pfarrerin Gesina Prothmann und Vikarin Hannah Steiner beim CSD in Minden

„Viele waren positiv überrascht, dass die Kirche auch dabei ist“: Pfarrerin Gesina Prothmann und Vikarin Hannah Steiner beim CSD in Minden

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„Viele waren positiv überrascht, dass die Kirche auch dabei ist“: Pfarrerin Gesina Prothmann und Vikarin Hannah Steiner beim CSD in Minden

„Tolles Kostüm“: Selbst unter den vielfältigen und oft einfallsreich gekleideten Teilnehmenden beim Christopher Street Day in Minden zogen Pfarrerin Gesina Prothmann und Vikarin Hannah Steiner die Blicke auf sich. Die beiden Theologinnen vom Team der Pop-Up-Kirche im Ev. Kirchenkreis Vlotho waren in die Weserstadt gekommen, um zusammen mit den anderen Teilnehmenden für die Rechte aller Menschen einzustehen, Segen zu spenden und Aufklärungsarbeit zu leisten - nicht zuletzt darüber, dass die Talare kein Kostüm, sondern tatsächlich ihre Amtstracht sind.

Der Christopher Street Day in Minden wurde vom Queerpoint Minden, der LGBTIQueeren Beratungs- und Anlaufstelle im Kreis Minden-Lübbecke, organisiert und brachte fast 600 Teilnehmende auf die Beine. Wie auf anderen CSD-Zügen seit 1979 feierte der Mindener Demonstrationszug unter der Regenbogenflagge den Glauben an Toleranz und gleiche Rechte für alle Menschen.

Für Gesina Prothmann und Hannah Steiner ging es mittags auf Kanzlers Weide auf der rechten Weserseite los. Von hier zogen die Teilnehmenden, bis auf einzelne Aktionen aus dem rechten Spektrum weitgehend störungsfrei, über die Glacisbrücke und den Mindener Markt in Richtung Johanniskirchhof. Hier, an der ehemaligen Stiftskirche, die jetzt als Kulturzentrum BÜZ dient, warteten die Hauptbühne mit viel Musik und verschiedene Stände auf den Demonstrationszug.

„Einige haben hier die Gelegenheit genutzt und uns angesprochen. Viele waren sehr positiv überrascht, dass die Kirche auch dabei ist“, erzählt Gesina Prothmann. „Wir wurden auch gefragt, was der christliche Glaube zum Thema Transsexualität sagt.“ Um diesen Dialog, die gegenseitige Aufklärung und um das gemeinsame Einstehen für Toleranz und Vielfalt ging es ihr und ihrer Kollegin, mehr als um den spontanen Segen durch das Team der Pop-Up-Kirche. Dennoch haben einige Teilnehmende die Chance ergriffen und sich von den Besucherinnen aus dem Kirchenkreis Vlotho segnen lassen.

Auch in den sozialen Medien hat die Teilnahme der Pop-Up-Kirche beim Christopher Street Day in Minden für viel positive Resonanz gesorgt. Auf die wenigen kritischen Stimmen ging Pfarrerin Gesina Prothmann offen ein: „Wir wollen das halt nicht so stehen lassen, sondern etwas Aufklärungsarbeit leisten.“

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