Verschleppt, deportiert und ermordet

Verschleppt, deportiert und ermordet

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# Gottesdienste

Verschleppt, deportiert und ermordet

Sechs jüdische Bewohner des Wittekindshof wurden 1940 in Sammelanstalten verlegt, in Massentransporten nach Brandenburg deportiert und in Gaskammern ermordet. Diese sechs Menschen werden im Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus am 1. Februar vorgestellt. Der Gedenkgottesdienst wird gemeinsam von der Kirchengemeinde Volmerdingsen-Werste und der Diakonischen Stiftung Wittekindshof an vier Stationen gestaltet. 

„Gemeindemitglieder aus Werste und Volmerdingsen, Menschen mit und ohne Behinderung sowie Mitarbeitende aus dem Wittekindshof gestalten den Gottesdienst gemeinsam und bringen persönliche Erfahrungen aus Besuchen in KZ-Gedenkstätten, aus Aktenstudien und Buchlektüre ein, aber beschäftigen sich auch mit den Biographien der Menschen, für die Stolpersteine in Bad Oeynhausen verlegt wurden“, berichtet Pfarrerin Kerstin Neddermeyer, die das Abendmahl im Gottesdienst in der Wittekindshofer Erlöserkirche (Zur Kirche 8, Volmerdingsen) um 10 Uhr gestalten wird. 

„Der Gedenkgottesdienst an die Wittekindshofer Opfer der Shoah, der Zwangssterilisationen und der Deportation von 958 Bewohnerinnen und Bewohnern im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmordaktion hat Tradition. In diesem Jahr fließen neue Erkenntnisse aus Krankenakten ein. Weiterer Opfer gedenken wir gegen 11.45 Uhr vor und in der Werster Versöhnungskirche und um 13 Uhr an den Stolpersteinen in Volmerdingsen, die für die jüdische Familie Grünenklee verlegt wurden, die auch in Volmerdingsen und Werste gelebt hat“, erklärt der Wittekindshofer Vorstand, Pfarrer Marian Zachow. 

Der Gottesdienst mit vier Stationen wird am Wittekindshofer Mahnmal (Kapellenweg 5, Volmerdingsen) gegen 13.15 Uhr abgeschlossen. Für einen kleinen Mittagsimbiss für alle ist in Werste gesorgt. „Wenn einige Gottesdienstbesucher auch in ihren Privatwagen jemanden mitnehmen, werden die Wege, für die wir zusätzlich Bullis haben, zwischen den vier Stationen kein Problem sein“, ist Zachow überzeugt. Ihm ist es wichtig, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kommen: „Wenn wir uns in unserer Verschiedenheit wahrnehmen und respektieren, setzen wir uns für das ‚Nie wieder‘ ein.“ Gäste und Interessierte sind herzlich eingeladen und willkommen.

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