Telemann and Friends: Vier Violinen, sechs Komponisten und jede Menge Spielfreude beim Konzert in Bad Oeynhausen

Telemann and Friends: Vier Violinen, sechs Komponisten und jede Menge Spielfreude beim Konzert in Bad Oeynhausen

Telemann and Friends: Vier Violinen, sechs Komponisten und jede Menge Spielfreude beim Konzert in Bad Oeynhausen

# Kirchenmusik

Telemann and Friends: Vier Violinen, sechs Komponisten und jede Menge Spielfreude beim Konzert in Bad Oeynhausen
Highlights
  • Vier Barockviolinistinnen begeistern mit Telemann und seinen musikalischen Weggefährten.
  • Besonders „Gullivers Reisen“ überraschte mit der musikalischen Umsetzung der Lilliputaner, Riesen und Yahoos.
  • Präzises Zusammenspiel, Spielfreude und eine besondere „Notenständerchoreographie“ sorgen für einen kurzweiligen Konzertabend.
    

Barockmusik kann überraschend humorvoll, lebendig und unterhaltsam sein. Das bewiesen Frauke Halemeyer, Frauke Pöhl, Stefanie Irgang und Simone Gisinger-Hirn beim Konzert „Telemann and Friends“ in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen. Die vier Barockviolinistinnen präsentierten ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von Georg Philipp Telemann und seinen musikalischen Weggefährten – brillant, präzise und mit großer Spielfreude.

Im Mittelpunkt des Abends stand naturgemäß Georg Philipp Telemann. Gleich mehrfach erklangen seine Konzerte für vier Violinen ohne Bass. Dazwischen sorgten Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Mattheson, Johann Sebastian Bach, Reinhard Keiser und Jean-Pierre Guignon für gelungene Kontraste.

Besonders anschaulich wurde der Abend bei Telemanns „Gullivers Reisen“. Stefanie Irgang führte das Publikum zunächst in die musikalische Welt der Suite ein. Die literarische Vorlage von Jonathan Swift war vor genau 300 Jahren entstanden, und Telemann übersetzte schon zwei Jahre später die verschiedenen Stationen von Gullivers Reisen mit erstaunlicher Fantasie in Musik.

Wie gut das funktioniert, konnten die Zuhörer unmittelbar erleben. Die Lilliputs wurden mit den kleinsten Notenwerten dargestellt, die die Musikerinnen an diesem Abend zu spielen hatten: schnelle 128tel ließen die Welt der Lilliputaner musikalisch geradezu vor den Ohren entstehen. Ganz anders die Riesen: Gewichtig war sofort zu erkennen, in welcher musikalischen Welt man sich gerade befand. Auch die Pferde und schließlich die chaotischen Yahoos waren für das Publikum unmittelbar zu hören. Gerade hier zeigte sich eine der großen Stärken des Abends: Die Musikerinnen spielten nicht nur historische Musik, sie erzählten sie mit sichtbarer Freude.

Einen reizvollen Kontrast zu den mehrstimmigen Telemann-Werken bildete Johann Sebastian Bachs Partita E-Dur für Violine solo. Der Wechsel vom gemeinsamen Musizieren zum solistischen Spiel brachte eine ganz andere Klangwirkung und sorgte für eine willkommene Abwechslung im Programm.

Überhaupt wurde es an diesem Abend nie langweilig. Die vier Musikerinnen überzeugten durch ein präzises Zusammenspiel, eine große dynamische Bandbreite und kräftige Kontraste. Gleichzeitig war ihnen die Freude am gemeinsamen Musizieren jederzeit anzumerken. Die historische Besetzung verlieh den Werken dabei einen eigenen, charaktervollen Klang, der sich in der gewohnt hervorragenden Akustik der Auferstehungskirche am Kurpark wunderbar entfaltete.

Am Ende dankte Simone Gisinger-Hirn der Kirchengemeinde sowie Kreiskantor József Opicz und Pfarrerin Theodora Beer für die Unterstützung und die Möglichkeit, dieses Konzert in Bad Oeynhausen zu gestalten. Sie verriet augenzwinkernd, dass die Bewegungen der vier Musikerinnen rund um ihre Notenständer keineswegs spontan entstanden waren. Die „Notenständerchoreographie“ sei eigens einstudiert worden, eine charmante Ergänzung zu einem Konzert, das ohnehin viel Bewegung und Lebendigkeit ausstrahlte.

Die gut besuchte Veranstaltung fand auch nach dem letzten Ton noch ihre Fortsetzung. Beim anschließenden Weinausschank des Freundeskreises Kirchenmusik ergaben sich zahlreiche gute Gespräche. Viele Besucherinnen und Besucher äußerten spontan ihr Lob, und auch die Musikerinnen nahmen sich Zeit für Gespräche mit dem Publikum.

„Telemann and Friends“ war damit ein rundum gelungener Konzertabend: musikalisch anspruchsvoll, klanglich brillant und zugleich ausgesprochen kurzweilig.

   

Telemann and Friends: Vier Violinen und viel Freude an der Musik

In der Auferstehungs-Kirche in Bad Oeynhausen gab es ein besonderes Konzert.

Vier Musikerinnen spielten Barock-Musik:

  • Frauke Halemeyer
  • Frauke Pöhl
  • Stefanie Irgang
  • Simone Gisinger-Hirn

Das Konzert hieß „Telemann and Friends“. Im Mittelpunkt stand der Komponist Georg Philipp Telemann. Es wurden auch Werke von fünf anderen Komponisten gespielt.

Die vier Musikerinnen spielten sehr genau zusammen. Sie spielten aber auch mit viel Freude. Dadurch war das Konzert lebendig und abwechslungsreich.

Besonders spannend war Telemanns Musik zu „Gullivers Reisen“. In dem Stück werden verschiedene Geschichten aus dem Buch von Jonathan Swift musikalisch dargestellt.

Die Lilliputaner sind sehr klein. Ihre Musik besteht aus sehr schnellen Tönen. Die Riesen klingen dagegen schwer und kräftig. Auch die Pferde und die wilden Yahoos kann man in der Musik erkennen.

Die Musikerinnen zeigten damit: Musik kann Geschichten erzählen.

Ein anderes Stück war von Johann Sebastian Bach. Es war nur für eine Violine. Deshalb war der Klang ganz anders als bei den Stücken für vier Violinen.

Die vier Musikerinnen spielten auf historischen Violinen. Das gab der Musik einen besonderen Klang.

Am Ende erzählte Simone Gisinger-Hirn noch etwas Lustiges. Die Musikerinnen bewegten sich während des Konzerts immer wieder um ihre Noten-Ständer. Diese Bewegungen waren nicht zufällig. Sie hatten eine „Noten-Ständer-Choreographie“ dafür einstudiert.

Nach dem Konzert konnten die Besucherinnen und Besucher noch zusammenbleiben. Der Freundes-Kreis Kirchen-Musik schenkte Wein aus. Es gab viele Gespräche. Auch die Musikerinnen unterhielten sich mit den Gästen.

Das Konzert war ein großer Erfolg. Die Musik war anspruchsvoll und gleichzeitig unterhaltsam.

Telemann and Friends: Four Violins, Six Composers and Plenty of Musical Fun

Baroque music can be surprisingly humorous, lively and entertaining. Frauke Halemeyer, Frauke Pöhl, Stefanie Irgang and Simone Gisinger-Hirn demonstrated this at the Telemann and Friends concert at the Church of the Resurrection in Bad Oeynhausen. The four Baroque violinists presented a varied programme of works by Georg Philipp Telemann and five of his musical contemporaries, with brilliance, precision and a great sense of fun.

The evening naturally centred on Telemann. Several of his concertos for four violins without bass were performed, interspersed with works by Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Mattheson, Johann Sebastian Bach, Reinhard Keiser, and Jean-Pierre Guignon.

Telemann’s Gulliver’s Travels was particularly vivid. Stefanie Irgang first introduced the audience to the musical world of the suite, in which Telemann transformed the different chapters of Jonathan Swift’s famous story into music with a remarkable sense of imagination. The Lilliputians were portrayed through extremely rapid semiquaver passages, while the giants emerged through weighty, powerful sounds. The horses and the chaotic Yahoos could also be recognised immediately.

This was one of the great strengths of the evening: the musicians did not simply perform historical music; they brought it to life as a story, with visible enjoyment.

Johann Sebastian Bach’s Partita in E major for solo violin provided a striking contrast to Telemann’s multi-voice works. The change from ensemble playing to a solo performance created a completely different sound and added welcome variety to the programme.

Throughout the evening, the four musicians impressed with their precise ensemble playing, wide dynamic range and strong contrasts. At the same time, their enjoyment of making music together was always apparent. The use of historical instruments gave the works a distinctive character, which unfolded beautifully in the excellent acoustics of the Church of the Resurrection.

At the end, Simone Gisinger-Hirn thanked the parish, district cantor József Opicz, and Pastor Theodora Beer for their support. With a smile, she also revealed that the musicians’ movements around their stands had not been spontaneous at all. Their “music stand choreography” had been specially rehearsed, a charming addition to a concert that was full of movement and vitality anyway.

The well-attended event continued after the final note, with wine served by the Freundeskreis Kirchenmusik (Friends of Church Music). Many visitors stayed for conversations, shared their appreciation and took the opportunity to speak with the musicians.

Telemann and Friends was therefore a thoroughly successful concert evening: musically demanding, sonically brilliant and, above all, wonderfully entertaining.

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