20/10/2026 0 Kommentare
Wie geht Kirche für alle? Herbstsynode des Ev. Kirchenkreises Vlotho tagt. Spendenprojekt für Tansania gestartet.
Wie geht Kirche für alle? Herbstsynode des Ev. Kirchenkreises Vlotho tagt. Spendenprojekt für Tansania gestartet.
# Neuigkeiten

Wie geht Kirche für alle? Herbstsynode des Ev. Kirchenkreises Vlotho tagt. Spendenprojekt für Tansania gestartet.
Highlights
- Die Herbstsynode des Kirchenkreises Vlotho blickte auf solide Finanzen und weitere Entwicklungen.
- Ein Spendenprojekt soll einen neuen Geländewagen für den Partnerkirchenkreis Tambarare in Tansania ermöglichen.
- Im Mittelpunkt standen Willkommenskultur und Inklusion: Leichte Sprache, Piktogramme und mehr können Kirche für alle zugänglicher machen.
Wie können Kirchen einladender werden - für alle Menschen? Wie helfen leichte Sprache und Symbole, sich im Gottesdienst zurechtzufinden? Und warum sind auch manche offenen Türen nicht wirklich offen? Um diese Fragen und vieles mehr, von der Haushaltsplanung bis zu einem neuen Spendenprojekt für die Partnerschaft mit Tambarare, ging es bei der Herbstsynode des Ev. Kirchenkreises Vlotho im Gemeindehaus in Volmerdingsen.
Die Synode ist das Entscheidungsgremium des Kirchenkreises. Zweimal im Jahr treffen sich die Delegierten der Gemeinden und Arbeitsbereiche des Kirchenkreises unter der Leitung von Superintendentin Dorothea Goudefroy, um Entwicklungen zu besprechen und nächste Schritte zu planen. Nach den wegweisenden Entscheidungen aus dem Zukunftsprozess der letzten Jahre konnte Thomas Kohlmeier als Vorsitzender des Finanzausschusses einen positiven Ausblick geben: Die Sparmaßnahmen wirken, und die Finanzen des Kirchenkreises sind, trotz eines leichten Rückgangs bei den Mitgliederzahlen, solide für die nächsten Jahre aufgestellt. Besonders für die laufende Umgestaltung des Gebäudebestands werden Mittel bereitstehen.
Um Finanzbedarf anderer Art ging es auf der Synode ebenfalls: Der Ev. Kirchenkreis Vlotho ist Partner der tansanischen Kirchenkreise Tambarare und Magharibi. Neben Schulstipendien für junge Menschen in den Partnerkirchenkreisen unterstützt die Partnerschaft auch die praktische Gemeindearbeit in dem ostafrikanischen Land. Mit Motorrädern und einem vor 15 Jahren angeschafften Geländewagen, liebevoll „Jimbo-Bus“ oder Kirchenkreis-Bus, genannt, können Seelsorge, Jugendaktivitäten, Frauenarbeit und vieles mehr in den Gemeinden zwischen den Usambarabergen und der Massai-Steppe geschehen.
Nach Regengüssen aufgeweichte Straßen, „wo man nicht weiß, wo Straße endet und Abgrund beginnt“, ein ganzer Posaunenchor, der sich in den „Jimbo-Bus“ zwängt: Anschaulich stellte Annemarie Coring als Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses ihre Erfahrung mit den Fahrten im „Jimbo-Bus“ vor. Die Straßenverhältnisse setzen dem Wagen selbst bei bester Pflege zu. Um einen neuen Geländewagen für Tambarare anzuschaffen, hat der Kirchenkreis Vlotho ein Spendenprojekt aufgesetzt. Schon auf der Synode wurden mehrere Hundert Euro für den Ersatz gesammelt. Superintendentin Dorothea Goudefroy und Annemarie Coring hoffen auf weitere Unterstützung für das wichtige Vorhaben.
Willkommenskultur und Inklusion in der Kirche: Mit diesem Thema beschäftigte sich die Synode am Abend. Gerade in Volmerdingsen sei dessen Relevanz direkt sichtbar. „Die Menschen am Wittekindshof sind unsere Gemeindeglieder“, erinnerte Superintendentin Goudefroy die versammelten Synodalen. Doch nicht nur für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen lohnt sich ein neuer Blick darauf, wie Gemeinden ihre Besucherinnen und Besucher in Gottesdiensten oder Veranstaltungen empfangen und einbeziehen. In Zeiten, in denen viele Menschen nicht mehr in kirchlichen Routinen aufwachsen, brauche es einen unbefangenen Blick von außen, erklärte Pfarrer Wolfgang Edler aus Eidinghausen-Dehme. Er nahm die Synode mit auf eine Tour gelungener und weniger gelungener Beispiele aus regionalen Kirchen.
Marian Zachow, Theologischer Vorstand des Wittekindshofs, führte das Thema weiter zu Fragen von Sprache und Inklusion. So könnten Piktogramme im Gottesdienst nicht nur Menschen mit Leseschwäche helfen. Sie machten es auch Menschen, die nicht regelmäßig im Gottesdienst sind, leichter, vielleicht ungewohnte Abläufe zu navigieren. Auch könne einfache oder leichte Sprache hier unterstützen, nicht zuletzt Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Sie könne dies tun, ohne bevormundend zu wirken oder Inhalte zu verflachen, sondern sogar neue Sichtweisen auf scheinbar Bekanntes eröffnen. Die Delegierten konnten dies beim Gottesdienst zu Beginn der Synode erleben, der diese Denkanstöße exemplarisch umsetzte. Am Ende schloss sich damit für die Synode in Volmerdingsen der Kreis.
Unterstützen Sie den "Jimbo-Bus"!
Ihre Spende hilft, unseren Brüdern und Schwestern in Tansania einen neuen "Jimbo-Bus" zu ermöglichen.
- Kontoinhaber:
- Ev. Kirchenkreis Vlotho
- IBAN:
- DE80 3506 0190 2007 2370 25
- BIC:
- GENODED1DKD
- Verwendungszweck:
- Spende Tambarare
Die Herbstsynode hat sich in Volmerdingsen getroffen.
Die Synode ist eine Gruppe von Menschen. Diese Menschen entscheiden über wichtige Fragen im Evangelischen Kirchen-Kreis Vlotho.
Die Synode trifft sich zweimal im Jahr.
Wie steht es um das Geld?
Die Synode hat über das Geld für das Jahr 2027 gesprochen.
Der Kirchenkreis hat in den letzten Jahren Geld gespart. Das hilft.
Der Kirchen-Kreis hat genug Geld für die nächsten Jahre eingeplant.
Auch die Gebäude des Kirchen-Kreises sollen verändert werden. Dafür ist Geld vorgesehen.
Hilfe für die Partner in Tansania
Der Kirchen-Kreis Vlotho arbeitet mit Kirchen in Tansania zusammen. Tansania ist ein Land in Afrika.
Eine Partner-Kirche ist im Kirchen-Kreis Tambarare.
Die Menschen dort brauchen ein neues Auto mit Allrad-Antrieb. Damit kommt man auch auf schlechten Straßen besser voran.
Das alte Auto ist ungefähr 15 Jahre alt. Die Menschen nennen es liebevoll „Jimbo-Bus“.
Mit dem Auto können Mitarbeitende Menschen besuchen. Sie können auch Angebote für junge Menschen und Frauen machen.
Der Kirchen-Kreis Vlotho sammelt deshalb Geld für ein neues Auto.
Bei der Synode sind schon mehrere hundert Euro zusammengekommen.
Es werden noch weitere Spenden gebraucht.
Die Kirche soll alle Menschen willkommen heißen
Am Abend hat die Synode über Willkommenskultur und Inklusion gesprochen.
Willkommenskultur bedeutet: Menschen sollen sich willkommen fühlen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sollen dazugehören. Alle sollen mitmachen können.
Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen.
Die Kirche soll für alle Menschen offen sein. Alle sollen an Gottesdiensten und Veranstaltungen teilnehmen können.
Bilder und einfache Wörter helfen
Manche Menschen kennen Gottesdienste nicht gut. Deshalb wissen sie vielleicht nicht, was sie tun sollen.
Bilder und Zeichen können helfen. Solche Zeichen nennt man auch Piktogramme.
Sie zeigen zum Beispiel, was als Nächstes im Gottesdienst passiert.
Auch einfache Wörter können helfen.
Leichte Sprache hilft Menschen, die Texte nur schwer verstehen können.
Sie kann auch Menschen helfen, die nicht gut Deutsch sprechen.
Leichte Sprache bedeutet nicht, dass wichtige Inhalte fehlen. Die Inhalte bleiben wichtig. Sie werden nur verständlicher erklärt.
Die Synode hat es selbst erlebt
Schon der Gottesdienst am Anfang zeigte, wie das funktionieren kann.
Die Menschen konnten erleben, wie Bilder und verständliche Sprache helfen.
So passte der Gottesdienst zum Thema der Synode: Die Kirche soll für alle Menschen da sein.
Unterstützen Sie den "Jimbo-Bus"!
Ihre Spende hilft, einen neuen "Jimbo-Bus" für Tambarare zu kaufen.
- Kontoinhaber:
- Ev. Kirchenkreis Vlotho
- IBAN:
- DE80 3506 0190 2007 2370 25
- BIC:
- GENODED1DKD
- Verwendungszweck:
- Spende Tambarare
How Can Churches Become More Welcoming to Everyone?
How can churches become more welcoming to everyone? How can language and symbols help people find their way through a church service? And why are some open doors not truly open to everyone? These were among the questions discussed at the autumn synod of the Church District of Vlotho, held at the parish hall in Volmerdingsen. The agenda also covered a range of other matters, from budget planning to a new fundraising project for the partnership with Tambarare.
The synod is the decision-making body of the church district. Twice a year, delegates from the district’s congregations and departments meet under the leadership of Superintendent Dorothea Goudefroy to discuss developments and plan the next steps.
Following the far-reaching decisions made in recent years as part of the church district’s future planning process, Thomas Kohlmeier, Chair of the Finance Committee, was able to offer a positive outlook. The cost-saving measures are having an effect, and despite a slight decline in membership, the church district’s finances are on a sound footing for the coming years. Funding will also be available for the ongoing reorganization of its buildings.
The synod also discussed a different kind of financial need: the Church District of Vlotho’s partnership with the Tanzanian church districts of Tambarare and Magharibi. Alongside providing school scholarships for young people in its partner districts, the partnership supports practical church work in the East African country.
Motorbikes and an off-road vehicle purchased 15 years ago — affectionately known as the “Jimbo Bus” or “Church District Bus” — make it possible to carry out pastoral visits, youth activities, women’s work and much more in congregations spread across the area between the Usambara Mountains and the Maasai Steppe.
Roads softened by heavy rain, where “you can no longer tell where the road ends and the precipice begins”, and an entire brass band squeezing into the “Jimbo Bus”: Annemarie Coring, Chair of the Partnership Committee, vividly described her experiences travelling in the vehicle. Even with the best possible maintenance, the road conditions are taking their toll on it.
The Church District of Vlotho has therefore launched a fundraising project to purchase a new off-road vehicle for Tambarare. Several hundred euros had already been raised at the synod itself. Superintendent Dorothea Goudefroy and Annemarie Coring hope that further donations will help make this important project a reality.
That evening, the synod turned its attention to welcome and inclusion in the Church. The importance of this subject was particularly evident in Volmerdingsen itself. “The people at Wittekindshof are members of our congregation,” Superintendent Goudefroy reminded the delegates.
However, taking a fresh look at how congregations welcome and involve people attending services and events is worthwhile not only for people with physical or learning disabilities. At a time when many people no longer grow up familiar with church traditions and routines, an open-minded perspective from outside the Church is needed, explained Wolfgang Edler from Eidinghausen-Dehme. He took the synod on a tour of examples from churches in the region, showing both successful approaches and less successful ones.
Marian Zachow, Theological Director of Wittekindshof, developed the discussion further by exploring the relationship between language and inclusion. Pictograms used during services, for example, can help not only people who struggle with reading. They can also make it easier for those who do not attend church regularly to follow what may be unfamiliar proceedings.
Simple language can offer further support, particularly for people whose first language is not German. They can do so without being patronising or watering down the content. Indeed, they can even open up new perspectives on things that may have seemed familiar for a long time.
The delegates had an opportunity to experience these ideas in practice during the service at the beginning of the synod, which incorporated examples of the approaches being discussed. In this way, the synod in Volmerdingsen came full circle.
Every little helps for the "Jimbo-Bus"!
Your donation can help our brothers and sisters in Tanzania with a new "Jimbo Bus"!
- Make your donation out to:
- Ev. Kirchenkreis Vlotho
- IBAN:
- DE80 3506 0190 2007 2370 25
- BIC:
- GENODED1DKD
- Reference:
- Tambarare
Kommentare