Ein Segensmarathon auf der Lohe: Bei „Einfach heiraten“ in Bad Oeynhausen wurden neunzehn Paare getraut und gesegnet

Ein Segensmarathon auf der Lohe: Bei „Einfach heiraten“ in Bad Oeynhausen wurden neunzehn Paare getraut und gesegnet

Ein Segensmarathon auf der Lohe: Bei „Einfach heiraten“ in Bad Oeynhausen wurden neunzehn Paare getraut und gesegnet

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Ein Segensmarathon auf der Lohe: Bei „Einfach heiraten“ in Bad Oeynhausen wurden neunzehn Paare getraut und gesegnet
Highlights
  • Bei der Aktion „Einfach heiraten“ auf der Lohe wurden 19 Paare kirchlich getraut oder gesegnet.
  • Ein großes Team gestaltete rund um die Martin-Luther-Kirche ein liebevoll vorbereitetes Segensfest mit Musik, drei Trauorten und persönlicher Begleitung.
  • Ob Hochzeit, Ehejubiläum oder Partnerschaftssegen – alle Paare konnten ihre Liebe auf individuelle Weise feiern.


„Eure Liebe. Gottes Segen“: Unter diesem Motto konnten sich am Samstag Paare an der Martin-Luther-Kirche auf der Lohe spontan trauen oder segnen lassen. Bei der deutschlandweiten Aktion „einfach heiraten“ nutzten neunzehn Paare aus dem Kirchenkreis diese Chance: Sechs gaben sich das Ja-Wort, sechs feierten Ehejubiläen und sieben ließen ihre Partnerschaft segnen. 

„Einfach heiraten“ ist eine Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland. Am letzten Juniwochenende konnten Menschen an 370 verschiedenen Orten spontan heiraten oder ihre Beziehung segnen lassen. In diesem Jahr feierte die Aktion im Ev. Kirchenkreis Vlotho Premiere an der Martin-Luther-Kirche auf der Lohe in Bad Oeynhausen. Von 11 bis 16 Uhr konnten hier Paare einander das Eheversprechen geben oder Segen für ihre Liebe empfangen und das ganz einfach, mit nur so viel Aufwand, wie sie es wollten.

Vorbereitet wurde das Segensfest von der Pop-up-Church im Kirchenkreis und von Superintendentin Dorothea Goudefroy, tatkräftig unterstützt vom ehrenamtlichen Vorbereitungsteam um Erika Brinkmann von der Ev. Emmaus-Gemeinde und der evangelischen Jugend aus Eidinghausen-Dehme. Diese hatten das Gelände um die Martin-Luther-Kirche in eine Segenslandschaft verwandelt. Die Anhängerkirche an der Zufahrt und der Gesang von Hochzeitssängerin Melanie Bültemeier lockten auf den liebevoll geschmückten Vorplatz. Eine Candybar, eine Spielecke und reichlich Erfrischung begeisterten Jung und Alt, und im Untergeschoss des Gemeindehauses war ein kühler Ort als Schutz vor den Rekordtemperaturen des Samstags vorbereitet worden. Gesegnet und geheiratet wurde an drei Orten: Unter den Eichen neben dem Gemeindehaus wartete ein geschmückter Pavillon, die Gartenlaube war in eine rustikale Berghütte verwandelt worden, und in der Kirche sorgten Ballons und Traustühle für das echte Hochzeitsfeeling.

Zwölf Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagogin Karin Tasche und Vikarin Maren Günther warteten auf die Paare. Viele kamen, um ihre Liebe mit einem Segen zu bekräftigen, oft zu einem besonderen Jubiläum. „Wir hatten gerade unseren Jahrestag“, hörte man von mehreren Paaren, darunter von zwei Spontanbesuchern mit Überraschungseffekt: Pfarrer Michael Cremer und die langjährige Jugendreferentin Sylke Cremer überraschten ihre ehemaligen Kolleginnen und Kollegen mit ihrem Segenswunsch. 


Sechs Paare wagten den großen Sprung und kamen zur Hochzeit  auf die Lohe. Bei aller Spontaneität und Einfachheit waren dies echte kirchliche Trauungen. Die einzigen Voraussetzungen: Die Paare mussten bereits standesamtlich verheiratet und ein Partner evangelisch sein. Manche der sechs Paare waren seit Jahren und Jahrzehnten verheiratet und nutzten die Gelegenheit, die kirchliche Hochzeit nachzuholen; andere standen erst am Anfang ihrer gemeinsamen Reise.

Jedes Paar wurde im Schatten der Bäume auf dem Vorplatz der Martin-Luther-Kirche empfangen. Ob mit Voranmeldung oder ganz spontan: Niemand musste lange auf den großen Moment warten. Als erstes ging es für die Paare zu ihrem Pfarrer, ihrer Pfarrerin oder zu Gemeindepädagogin Karin Tasche. In einem kurzen Trau- oder Segensgespräch konnten beide Seiten einander kennenlernen. Während die Paare sich dann auf den eigentlichen Moment vorbereiteten, wurde im Hintergrund an der Trau- oder Segensansprache gearbeitet. Bei nur zwanzig Minuten Vorbereitungszeit eine sportliche Herausforderung. Maren Günther, die als Vikarin in der Kirchengemeinde Gohfeld gerade erst ihr Pfarr-Handwerk lernt, freute sich, dass ihr Paar etwas zu früh gekommen war: „Jede Minute hilft.“ Ganz spontan waren die beiden zur Segnung auf die Lohe gekommen und freuten sich über den Segen von der jüngsten Vertreterin des Kirchenkreises.

Bei aller Einfachheit bot „einfach heiraten“ den Paaren dennoch das ganze Rahmenprogramm: Feierlicher Einzug, Glockenläuten und Hochzeitslieder gehörten ebenso dazu wie eine Fotosession unter dem Segensbogen. Die Paare konnten sich drei Lieder von den Musikern an ihren jeweiligen Trauorten auswählen. Von der klassischen Orgel mit Kreiskantor József Opicz, dem Loher Organisten Hans-Olaf Hopf oder Kirchenmusikdirektor Martin Winkler, über Alexander Hermelink am Keyboard oder Hochzeitssängerin Melanie Bültemeier bis zum eigens zusammengestellten Bläserensemble und von barocken Kanons bis Metallica reichte die Auswahl.

Ein Paar setzte noch einen oben drauf: Ehepaar Dittmer aus Eidinghausen war gleich mit dem Chor „Zwischentöne“ über die Werre gekommen. Ihr Ehejubiläum wurde mit großem Anhang zu einem Highlight des Tages. Jedes Paar brachte so den eigenen Charakter in die Zeremonie ein: ganz in Weiß oder ganz leger, nur zu zweit mit ihrer Pfarrerin, von Kindern und Enkelkindern begleitet oder auch zusammen zur Doppelsegnung mit einem befreundeten Paar. Alle jedoch verließen die Lohe mit guter Laune und einer Trau- oder Segensurkunde im Gepäck.



  

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