20/03/2026 0 Kommentare
Die Verbindungs-Frau
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Die Verbindungs-Frau
„ConneKt - Herzlich verbunden“, „Together in Christ“: In Faraja Mwakapejes Karriere tauchen immer wieder die Begriffe Verbundenheit, Gemeinschaft, Beziehung auf. Im Gespräch merkt man schnell, warum das so ist: Beziehungen und Bindungen sind unverzichtbarer Teil ihrer Art, ihren Glauben zu leben. Jetzt ist die gebürtige Tansanierin in Bad Oeynhausen angekommen, um im Ev. Kirchenkreis Vlotho neue Brücken zu bauen und Beziehungen zu entwickeln.
Ihr Weg in die Kurstadt hat sie über kirchliche und geographische Grenzen gebracht: Aus dem Lippischen ist Faraja Mwakapeje nach Westfalen gekommen und hat gerade den Umzug mit Mann und Kindern von Detmold auf die Lohe hinter sich. In Detmold hatte sie drei Jahre lang als Projektmanagerin das interkulturelle Gemeindeprojekt „Together in Christ“ koordiniert und geprägt. Mit Vertreterinnen und Vertretern der west- und zentralafrikanischen, der koreanischen, der Farsi- und der Studierendengemeinde wurde hier ausprobiert, wie Kirche gemeinsam gestaltet werden kann.
Im Ev. Kirchenkreis Vlotho und besonders in Bad Oeynhausen wird mit der Internationalen Gemeinde, mit dem TeamGeist-Projekt „ConneKt - Herzlich verbunden“ und in vielen anderen Formen ein ähnlich offenes Verständnis von Kirche gelebt. Für Katrin Eckelmann, Synodaljugendreferentin und Leitung des Jugendreferats, in dem Faraja jetzt angekommen ist, ist es eine Frage des Selbstverständnisses: „Kirche wünsche ich mir interkulturell, interkonfessionell und international.“ In ihrer Ansprache im Einführungsgottesdienst ging Faraja noch darüber hinaus: „Interkultureller Dienst ist kein Trend. Er ist Gottes Idee für das Zusammenleben von uns Menschen.“
Faraja, auf Deutsch: Trost, stammt aus Tansania. Auch wenn sie ihre ersten Jahre in der Hauptstadtregion Dar-es-Salaam verbracht hat, hat sie dennoch eine persönliche Verbindung mit dem Vlothoer Partnerkirchenkreis Tambarare. Hier, an der SEKOMU, der Sebastian Kolowa Memorial University in Lushoto, hat sie Sonderpädagogik studiert und erste praktische Erfahrung in der Arbeit mit körperlich und geistig beeinträchtigen Kindern gesammelt.
Die Arbeit der Vereinten Evangelischen Mission bestimmte viel von Farajas weiterem beruflichen und privaten Lebensweg. Ein Stipendium der VEM ermöglichte ihr ein Master-Studium des Diakoniemanagements am Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Evangelischen Fachhochschule Wuppertal. Sie forschte zur diakonischen Arbeit mit Straßenkindern in ihrer Heimatdiözese der Ev.-Luth. Kirche von Tansania, in der sie darauf die Koordinierung der diakonischen Arbeit übernahm. Letztlich war es wieder die VEM, die sie im Frühjahr 2022 nach Lippe brachte, wo sie als VEM-Mitarbeiterin das „Together in Christ“-Projekt übernehmen konnte.
Was sind ihre Pläne für ihre Arbeit im Ev. Kirchenkreis Vlotho? „Ich bin nicht hier, um zu sagen: Schaut, was ich alles tun werde“, hatte sie in ihrem Einführungsgottesdienst angekündigt. Sie möchte auf dem Bestehenden aufbauen, denn es gibt im Kirchenkreis viele etablierte Angebote, wie die internationalen Ferienspiele oder das gemeinsame Fastenbrechen zu Iftar. Dennoch hat sie natürlich Ideen und Pläne für ihren nächsten Lebensabschnitt: Erst einmal ankommen in Bad Oeynhausen und die Menschen kennenlernen. So hatte sie es auch bei ihrer Einführung beschrieben: Erst zuhören, bevor man spricht. Eine Ausbildung als Prädikantin soll dann folgen, denn über ihren Glauben möchte Faraja Mwakapeje mit den Menschen im Ev. Kirchenkreis Vlotho sprechen.
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