13/04/2026 0 Kommentare
Die Kirchenpost ist da!
Die Kirchenpost ist da!
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Die Kirchenpost ist da!
In diesen Tagen finden die ersten jungen Menschen im Kirchenkreis besondere Post in ihren Briefkästen: Mit den beiden ersten Ausgaben der „Kirchenpost“ startet ein Pilotprojekt der evangelischen Kirche, um ein neues Gespräch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu beginnen. Insgesamt 14 Kirchenkreise in ganz Westfalen, darunter der Ev. Kirchenkreis Vlotho stehen hinter dem Projekt „Kirchenpost“.
Post für alle jungen Menschen zwischen 12 und 31: die Jahrgänge wurden bewusst gewählt. Es sind die Jahre, in denen junge Menschen einen Bezug zur Kirche aufbauen - oder verlieren. Viele junge Menschen werden durch den frühen Kontakt mit der Kirche geprägt, finden Freundschaften und Gemeinschaft, engagieren sich auch später ehrenamtlich oder entscheiden sich für eine Karriere in kirchlichen oder diakonischen Berufen.
Gleichzeitig finden fast ein Drittel der Kirchenaustritte bis zum 31. Lebensjahr statt. Oft ist der Grund der Verlust des Bezugs zum kirchlichen Leben, der in Konfirmationsunterricht, in CVJM oder Jungschar, in der Jugendarbeit oder auf Freizeiten aufgebaut wurde.
Der Gedanke hinter der Kirchenpost ist, diese Beziehung aufrechtzuerhalten und zu stärken. Mindestens einmal jährlich reicht die Kirchenpost daher allen Gemeindeglieder zwischen dem 12. und 31. Lebensjahr die Hand. Jede Ausgabe der Kirchenpost bringt den Empfängerinnen und Empfängern Themen aus dem vielfältigen Angebot der Kirche näher, die für ihr Alter und ihre Interessen passend sind.
Das Projekt setzt dafür auf eine Methode, die auf den ersten Blick überraschend wirkt: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden per Post angesprochen, also „old school“ auf Papier und per Briefkasten. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen auf eine persönliche und kreative Weise zu erreichen. Unter dem Einfluss von Smartphones und Social Media ist physische Post selten geworden. Statistisch gesehen nehmen daher junge Menschen Post, die ausdrücklich an sie persönlich adressiert ist und die sie direkt in den Händen halten, bewusster und intensiver wahr.
Bei der Kirchenpost handelt es sich um sogenannte „Selfmailer“ – kreativ gestaltete, personalisierte Briefbögen, die ohne Kuvert auskommen und durch ihre Gestaltung sofort ins Auge fallen. Die Erfahrungen aus Süddeutschland, wo das Modell bereits erfolgreich läuft, sind beeindruckend: 90 Prozent der Befragten bewerteten die Kirchenpost dort mit „gut“ oder besser.
Trotz des analogen Formats bleibt der Bezug zur Lebenswelt der Zielgruppe gewahrt. Jeder Brief enthält themenbezogene QR-Codes, die direkt auf eine spezielle Webseite führen (www.kirchenpost-westfalen.de). Die Kirchenpost bildet also eine Brücke zur digitalen Welt, in der kirchliche Angebote für junge Leute zu entdecken sind wie zum Beispiel Jugendfreizeiten und Praktikum-Plätze; auch gratuliert die Kirche ihren Mitgliedern per Kirchenpost zum 18. Geburtstag und es gibt einen Gruß zum Valentinstag für Menschen, die im Jahr zuvor geheiratet haben.
Die Initiative Kirchenpost ist zunächst als Pilotprojekt auf drei Jahre angelegt. Daran beteiligt sind die Kirchenkreise Bielefeld, Bochum, Dortmund, Hattingen-Witten, Herford, Lübbecke, Lüdenscheid-Plettenberg, Minden, Münster, Paderborn, Schwelm, Siegen-Wittgenstein, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Vlotho. Insgesamt sollen pro Jahr rund 150.000 Kirchenpost-Briefe verschickt werden.
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