12/06/2026 0 Kommentare
Kantorei aus Bad Oeynhausen zu Gast in Schweden: Musik, Begegnung und gelebte Gastfreundschaft
Kantorei aus Bad Oeynhausen zu Gast in Schweden: Musik, Begegnung und gelebte Gastfreundschaft
# Kirchenmusik

Kantorei aus Bad Oeynhausen zu Gast in Schweden: Musik, Begegnung und gelebte Gastfreundschaft
Highlights
- Die Kantorei der Auferstehungskirche besuchte den Ceciliachor in Tranemo und vertiefte den deutsch-schwedischen Choraustausch.
- Neben einem gemeinsamen Konzert standen Begegnungen, Gastfamilien und kulturelle Erlebnisse im Mittelpunkt.
- Die Reise stärkte Freundschaften und zeigte, wie Musik Menschen über Ländergrenzen hinweg verbindet.
In einfacher Sprache
Kantorei besucht Schweden
Die Kantorei der Auferstehungs-Kirche Bad Oeynhausen war zu Besuch in Schweden.
Die Reise dauerte vier Tage.
Etwa 40 Sängerinnen und Sänger fuhren nach Tranemo.
Dort trafen sie den schwedischen Ceciliachor wieder.
Die Sängerinnen und Sänger wohnten bei Gastfamilien.
So lernten sie das Leben in Schweden besser kennen.
Es gab:
- gemeinsame Essen
- Ausflüge
- Gespräche
- neue Freundschaften
Wichtig war auch die „Fika“.
Das ist eine schwedische Kaffee-Pause.
Dabei treffen sich Menschen und verbringen Zeit miteinander.
Die Gruppe besuchte verschiedene Orte.
Dazu gehörten:
- eine Glas-Bläserei
- eine alte Kirche
- die Feier zum schwedischen National-Tag
Dort durfte die Kantorei auch auftreten.
Ein Höhepunkt war das gemeinsame Konzert in der Kirche von Tranemo.
Die Chöre sangen Lieder in verschiedenen Sprachen.
Die Leitung hatten:
- Franz Spenn
- József Opicz
Līga Auguste spielte Orgel und Klavier.
Auch die Kirchen-Gemeinden tauschten Erfahrungen aus.
Pfarrerin Theodora Beer lernte dabei Neues über die Kirche in Schweden.
Viele Menschen waren von der Gastfreundschaft beeindruckt.
Es entstanden neue Freundschaften.
Die Reise zeigte:
Musik kann Menschen verbinden.
Die Beteiligten wünschen sich weitere gemeinsame Projekte.
Von Alexander Hermelink
Vier Tage voller Musik, Begegnungen und Gastfreundschaft erlebte die Kantorei an der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen bei ihrem Besuch in Tranemo in Schweden. Die Reise bildete den Gegenbesuch zum Aufenthalt des schwedischen Ceciliachors in Bad Oeynhausen wenige Wochen zuvor und war Teil eines gemeinsamen deutsch-schwedischen Chorprojekts.
Mit rund 40 Sängerinnen und Sängern machte sich die Kantorei auf den Weg nach Schweden. Bereits bei der Ankunft wurden die Gäste von ihren Gastfamilien herzlich empfangen. Während des Aufenthalts wohnten die Chormitglieder bei schwedischen Familien und erhielten so einen unmittelbaren Einblick in Kultur und Alltag des Landes. Gemeinsame Mahlzeiten, Ausflüge, Gespräche und viele persönliche Begegnungen sowie die in Schweden so wichtige „Fika“ - die traditionelle Kaffeepause, die in Schweden als wichtiger Moment für Begegnung und Gemeinschaft gilt - sorgten schnell für eine vertraute Atmosphäre.

Neben den musikalischen Aktivitäten stand ein abwechslungsreiches Begleitprogramm auf dem Plan. Die Gruppe besuchte das Glasets Hus in Limmared, erlebte eine Vorführung traditioneller Glasbläserkunst und erhielt Einblicke in die Arbeit des Unternehmens Ardagh. Weitere Programmpunkte waren der Besuch der historischen Kirche in Mossebo sowie die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum schwedischen Nationaltag. Dort durfte die Kantorei gemeinsam mit dem Ceciliachor auftreten und einen musikalischen Beitrag zum Festprogramm leisten, eine große Ehre für die Sängerinnen und Sänger.
Auch für die Verantwortlichen der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde bot die Reise wertvolle Impulse. Nur etwa 1.000 Kilometer trennen Bad Oeynhausen und Tranemo – und doch zeigten sich Unterschiede. Chorvorstand, Kantor und Pfarrerin nutzten die Gelegenheit zum Austausch über kirchliches Leben in beiden Ländern. „Besonders bereichernd war für mich der Einblick in das kirchliche Leben in Schweden. Es gibt spannende Unterschiede in den Strukturen und im Miteinander von Pfarrpersonen und Kirchenmusik. Gleichzeitig haben wir viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Ich nehme einiges für meine Arbeit in Bad Oeynhausen mit!“, berichtet Pfarrerin Theodora Beer.
Höhepunkt der Reise war das gemeinsame Konzert in der Tranemo Kyrka. Gemeinsam mit dem Ceciliachor unter der Leitung von Franz Spenn gestaltete die Kantorei ein abwechslungsreiches Programm mit Werken in deutscher, schwedischer, englischer und lateinischer Sprache. Das gutbesuchte Konzert zeigte eindrucksvoll, wie Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Sprachräumen durch die Musik miteinander verbunden werden können. An Orgel und Klavier begeisterte - wie bereits beim deutschen Konzert - die Vlothoer Kantorin Līga Auguste.
„Bereits als wir uns zum ersten Mal zur gemeinsamen Probe trafen, war sofort spürbar, dass uns die Freude an der Musik verbindet. Daraus ist in kurzer Zeit ein gemeinsamer Klang entstanden, der weit über Länder- und Sprachgrenzen hinausreicht“, sagt Kantor József Opicz.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste aus Bad Oeynhausen von der Offenheit, mit der sie überall aufgenommen wurden. Viele neue Freundschaften wurden geknüpft, bestehende Kontakte vertieft und die Vorfreude auf weitere gemeinsame Projekte geweckt. „Die Herzlichkeit der Gastfamilien hat mich am meisten bewegt. Aus einem Chorprojekt sind echte Freundschaften entstanden. Genau solche Begegnungen machen internationale Partnerschaften lebendig“, fasst Petra Heuer, Chorvorstand und Hauptorganisatorin der Reise, ihre Eindrücke zusammen.
Die Reise nach Tranemo zeigte, wie Musik Menschen verbindet und kulturelle Grenzen überwindet. Der deutsch-schwedische Choraustausch ist damit längst mehr als ein gemeinsames Konzertprojekt geworden – er ist eine lebendige Partnerschaft zwischen Menschen, Kirchengemeinden und Kulturen. Wenn es nach den Verantwortlichen geht, war das nicht der letzte Austausch.
Kommentare