Begegnung schafft Vertrauen: Gegenseitige Besuche in der Laurentiuskirche und Al-Huda-Moschee

Begegnung schafft Vertrauen: Gegenseitige Besuche in der Laurentiuskirche und Al-Huda-Moschee

Begegnung schafft Vertrauen: Gegenseitige Besuche in der Laurentiuskirche und Al-Huda-Moschee

# Neuigkeiten

Begegnung schafft Vertrauen: Gegenseitige Besuche in der Laurentiuskirche und Al-Huda-Moschee
Highlights
  • Über 60 Menschen aus der Ev. Emmaus-Gemeinde und dem Al-Huda-Kulturverein in Bad Oeynhausen begegneten sich in Moschee und Kirche.
  • Muslimische und evangelische Gebetstraditionen wurden vorgestellt und gemeinsam entdeckt.
  • Gespräche, gemeinsames Essen und neue Begegnungen lassen Vertrauen wachsen.
    

Mehr als 60 Menschen, darunter zahlreiche Familien, haben an der Begegnung in der Moschee des Al-Huda-Kulturvereins und in der Laurentiuskirche der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde teilgenommen. Mit Mokka und Tee wurden die ersten Besucherinnen in der Moschee in der Südstadt freundlich empfangen.

Nach und nach füllte sich der Raum im ersten Stock. Männer und Frauen nahmen auf Stühlen Platz. Für die Kinder war ein Quiz vorbereitet worden, um den Raum der Moschee zu entdecken. Nach der freundlichen Begrüßung durch Qusay Almohamad, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Al-Huda-Kulturvereins, führte Imam Emad Elmokhtar Abdalla aus Bielefeld in die muslimische Gebetstradition ein. Das rituelle Gebet wird fünfmal täglich in den Familien als auch in der Moschee gehalten und hat die Gebetswaschung zur Voraussetzung.

In der Moschee wird Deutsch und Arabisch gesprochen, weil die Gemeindeglieder aus unterschiedlichen Ländern stammen und sich in Deutsch als gemeinsamer Sprache verständigen. Die Gäste aus der Emmausgemeinde und Stadt Bad Oeynhausen hörten interessiert zu und stellten anschließend verschiedene Fragen, die der Imam zusammen mit den Vertretern des Al-Huda-Vereins beantwortete.

Nur durch eine direkte Begegnung kann Vertrauen unter uns wachsen

Pfarrer Christian Hohmann

Die vielen Gespräche anschließend bei Kaffee, Tee, Kuchen und Baklava, fanden ein einhellig positives Echo bei Gastgebern und Gästen. Viele äußerten ihre Freude darüber, dass endlich eine solche Begegnung zwischen dem Al-Huda-Kulturverein und der Emmaus-Kirchengemeinde stattfinden konnte. „Nur durch eine direkte Begegnung kann Vertrauen unter uns wachsen“, betonte Pfarrer Christian Hohmann und dankte seitens der Emmausgemeinde für die erfahrene Gastfreundschaft in der Moschee.

Nach einem kurzen Gebet in der Moschee, dem rituellen Gebet am Nachmittag, fuhren alle gemeinsam zur evangelischen Laurentiuskirche nach Rehme. Dort wurden sie von Pfarrer Matthias Mengel, Diakonin Faraja Mwakapeje und Presbyter Klaus-Udo Hennings begrüßt. Pfarrer Mengel erklärte den evangelischen Gottesdienstraum der Laurentiuskirche. Pfarrer Hohmann führte in das christliche Gebet ein.

Von muslimischer Seite gab es viele interessierte Fragen, gerade auch von Jugendlichen. Dabei ging es neben der christlichen Gebetstradition auch um die Frage des Gottesverständnisses und der Bedeutung von Ostern. Ein besonderer Moment war es, als die Orgel erklang. Kirchenmusikdirektor i.R. Martin Winkler hatte zuvor die Orgel als das zentrale Instrument im evangelischen Gottesdienst vorgestellt. Kinder und Jugendliche waren eingeladen, bestimmte Orte in der Laurentiuskirche zu entdecken und wurden danach - wie schon zuvor in der Moschee - mit kleinen Geschenken bedacht.

Küsterin Beate Fries sorgte mit einem Team von Freiwilligen, dass es schließlich ein reichhaltiges Buffet gab. Viele blieben noch lange bei angeregten Gesprächen an den Tischen zusammen. „Eine solche Begegnung sollten wir unbedingt wiederholen“, so der Wunsch von Mohammad Al-Khabour vom Al-Huda-Kulturverein.

   

Begegnung schafft Vertrauen

Mehr als 60 Menschen haben sich getroffen. Darunter waren viele Familien.

Das Treffen war zwischen dem muslimischen Al-Huda-Kultur-Verein und der Ev. Kirchen-Gemeinde Emmaus. Die erste Station war die Moschee in der Südstadt.

Dort wurden die Gäste freundlich empfangen. Es gab Mokka und Tee.

Emad Elmokhtar Abdalla ist Imam. Das heißt: Er ist der Vor-Beter.

Er erklärte, wie Muslime beten.

Das Gebet findet fünfmal am Tag statt. Vor dem Gebet gibt es eine besondere Waschung.

Die Menschen in der Moschee kommen aus verschiedenen Ländern. Deshalb wird dort Deutsch und Arabisch gesprochen.

Die Gäste konnten viele Fragen stellen. Danach gab es Gespräche bei Kaffee, Tee, Kuchen und Baklava.

Anschließend fuhren alle gemeinsam zur Laurentius-Kirche in Rehme. Dort erklärten Pfarrer Matthias Mengel und Pfarrer Christian Hohmann den evangelischen Kirchenraum und das christliche Gebet.

Auch die muslimischen Gäste stellten viele Fragen. Es ging zum Beispiel um das christliche Verständnis von Gott und um die Bedeutung von Ostern.

Ein besonderer Moment war das Orgel-Spiel. Kirchen-Musik-Direktor i.R. Martin Winkler stellte die Orgel vor.

Für die Kinder und Jugendlichen gab es kleine Aufgaben. Sie konnten besondere Orte in der Moschee und in der Kirche entdecken. Dafür bekamen sie kleine Geschenke.

Zum Schluss gab es ein großes Buffet. Viele Menschen blieben noch lange zusammen und unterhielten sich.

Alle waren sich einig: Diese Begegnung war gut. Viele wünschen sich ein weiteres Treffen.

Pfarrer Christian Hohmann sagte: „Nur durch eine direkte Begegnung kann Vertrauen unter uns wachsen.“

Learning about one another: Mutual visits between mosque and church

More than 60 people, including many families, took part in an encounter between the Al-Huda Cultural Association and the protestant Emmaus parish. The first stop was the Al-Huda mosque in the city of Bad Oeynhausen, where the guests were warmly welcomed with mocha and tea.

Imam Emad Elmokhtar Abdalla introduced the visitors to the Muslim tradition of prayer. He explained that ritual prayer is performed five times a day, both at home and in the mosque, and is preceded by ritual ablution. As members of the mosque community come from different countries, both German and Arabic are spoken there.

The guests from the Emmaus parish and the town of Bad Oeynhausen listened with interest and asked many questions, which the imam and representatives of the Al-Huda Cultural Association answered. Afterwards, people continued their conversations over coffee, tea, cake and baklava.

The group then travelled together to the Laurentiuskirche church in Rehme. Pastor Matthias Mengel, Deacon Faraja Mwakapeje and church council member Klaus-Udo Hennings welcomed the guests. Pastor Mengel introduced the church building, while Pastor Christian Hohmann explained the Christian tradition of prayer. Their guests asked questions about Christian prayer, the understanding of God, and the meaning of Easter.

A particularly memorable moment came when the organ was played. Retired Church Music Director Martin Winkler introduced the instrument as a central part of Protestant worship.

Children and young people were invited to discover particular places in the church and, as in the mosque, received small gifts afterwards. A team of volunteers, led by church caretaker Beate Fries, also prepared a generous buffet. Many people stayed for a long time, continuing their conversations around the tables.

“We should definitely repeat an encounter like this,” said Mohammad Al-Khabour of the Al-Huda Cultural Association.

The day demonstrated how direct encounters, open questions and shared experiences can help people from different religious traditions get to know one another and build trust.

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