11/05/2026 0 Kommentare
Sonne und Regen
Sonne und Regen
# Andacht

Sonne und Regen
In leichter Sprache
Wort zum Sonntag von Michael Brandt
Gerade regnet es draußen.
Es ist kalt und ungemütlich.
Vor kurzem war noch schönes Wetter:
Sonne und warme Tage zum Tanz in den Mai.
Das Wetter wechselt oft.
Dabei denke ich an einen Satz aus der Bibel:
„Solange die Erde steht,
soll nicht aufhören:
Saat und Ernte,
Frost und Hitze,
Sommer und Winter,
Tag und Nacht.“
Dieser Satz steht im ersten Buch Mose.
Der Satz ist ein Versprechen:
Gott sorgt für seine Schöpfung.
Regen und Sonne wechseln sich ab.
Dadurch wachsen Pflanzen und Bäume.
Blumen blühen.
Die Welt ist gut eingerichtet.
Es gibt eine Geschichte über einen Mann.
Er hieß Johannes Emde.
Im Jahr 1807 wurde er Matrose.
Warum?
Andere Menschen erzählten ihm:
Es gibt Länder ohne Winter.
Das wollte Johannes Emde nicht glauben.
In seiner Bibel stand doch:
Sommer und Winter gehören zur Welt.
Deshalb reiste er mit dem Schiff nach Indonesien.
Dort blieb er in der Stadt Surabaya auf der Insel Java.
Er lebte dort 45 Jahre lang.
Jeden Sonntag gab es Gottesdienste in seinem Wohnzimmer.
Daraus entstand später die evangelische Kirche auf Java.
Johannes Emde lernte etwas Wichtiges:
Der Bibelvers meint nicht nur das Wetter.
Der Satz beschreibt auch das Leben:
Gute und schwere Zeiten wechseln sich ab.
Das macht uns Mut,
wenn es uns schlecht geht.
Und es macht uns dankbar,
wenn es uns gut geht.
Darum:
Kopf hoch –
egal ob Regen oder Sonne.
Gerade regnet es draußen. Es ist unangenehm kalt. Und das, nachdem wir sommerlich warme und sonnige Tage hatten, pünktlich zum Tanz in den Mai.
Wechselndes Wetter – da denke ich an einen Vers aus der Bibel:
"Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht" (Erste Mose 8, 22)
Der Vers beinhaltet ein Versprechen: Unsere Umwelt ist gut organisiert. Regen und Sonne im Wechsel lassen und Bäume wachsen und Blumen blühen. Wunderbar eingerichtet hat Gott seine Schöpfung.
Es wird erzählt, dass 1807 ein Deutscher mit dem Namen Johannes Emde nur deshalb Matrose geworden ist, weil man ihm erzählt hatte, es gäbe Gegenden auf der Welt ohne Winter. Gemeint waren die Tropen. Emde wollte das nicht glauben. In seiner Bibel stand ja, dass Gott den Wechsel von Sommer und Winter beständig gewährleistet. Also reiste Emde als Matrose nach Indonesien, er verließ sein Schiff in der Stadt Surabaya auf der Insel Java. Johannes Emde blieb dort 45 Jahre, bis zum Tod. In seinem Wohnzimmer fanden jeden Sonntag Gottesdienste statt. Diese Hausgottesdienste waren der Ursprung der Evangelischen Kirche in Java.
Offensichtlich konnte das Gottesbild dieses frommen Menschen eine Erweiterung ertragen: Der Vers in 1. Mose 8 bezieht sich nicht nur auf das Wetter. Er beschreibt vielmehr eine Lebenserfahrung: Gute und schlechte Zeiten wechseln sich ab. Und das ist richtig so, denn es macht uns Mut in schweren Stunden, und es macht uns klug in Stunden des Glücks. In diesem Sinne: Kopf hoch, egal ob Regen oder Sonne …
Zuerst erschienen im Westfalen-Blatt, 9. Mai 2026
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