Sieben Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker schließen C-Ausbildung ab

Sieben Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker schließen C-Ausbildung ab

Sieben Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker schließen C-Ausbildung ab

# Kirchenmusik

Sieben Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker schließen C-Ausbildung ab
Highlights
  • Sieben Teilnehmende aus den Kirchenkreisen Herford, Minden, Lübbecke und Vlotho haben ihre nebenamtliche Kirchenmusikausbildung erfolgreich abgeschlossen.
  • Besonders waren die zusätzlichen Angebote für Kinderchorleitung und Bläserchorleitung.
  • Der nächste C-Kurs für Kirchenmusik startet im Frühjahr 2027.


Von Līga Auguste

Am 12. Mai 2026 wurde in der Auferstehungskirche am Kurpark in Bad Oeynhausen der Abschluss des C-Kurses feierlich begangen. Nach gut zwei Jahren gemeinsamer Ausbildung – begonnen kurz nach Ostern 2024 – haben insgesamt sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Kirchenkreisen Herford, Minden, Lübbecke und Vlotho die nebenamtliche Kirchenmusikausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Kinderchorleitung und Bläserchorleitung als besondere Ergänzung

Der Kurs hebt sich deutlich vom üblichen Angebot ab: Neben den klassischen Fachrichtungen Orgel und Chorleitung wurden in diesem Durchgang auch Kinderchorleitung und Bläserchorleitung angeboten – eine Besonderheit, die in der Region nicht selbstverständlich ist. In den derzeit laufenden C-Kursen der Evangelischen Kirche von Westfalen wird weder Kinderchorleitung noch Bläserchorleitung ausgebildet. Für die Kinderchorleitung konnte Kantorin Frauke Seele-Brandt als Dozentin gewonnen werden. Sie unterrichtet Kinderchorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik Witten und an der Universität Münster und arbeitet selbst praktisch mit Kindern an der Chorschule der Christuskirche in Minden.

Für den Unterricht in den Hauptfächern zeichneten die Kreiskantoren aus dem Gestaltungsraum verantwortlich. Für den instrumentalen Einzelunterricht wurden zusätzlich Musikerinnen und Musiker aus dem jeweiligen Wohnumfeld der Teilnehmenden angesprochen – ein Ansatz, der eine wohnortnahe und praxisnahe Begleitung ermöglichte.

Vielfältige Wege in die Ausbildung

Die sieben Absolventinnen und Absolventen – Florian Rasch, Joshua Reinkemeyer, Mareike Krusberski, Hendrik Kuhn, Najana Arenas Perez, Meik Wollert und Pauline Pönighaus – sind so unterschiedlich wie die Kirchengemeinden, aus denen sie kommen. Einige haben den Kurs noch während ihrer Schulzeit absolviert, andere haben sich erst im Laufe des Berufslebens dafür entschieden – getragen von einem wachsenden Interesse an der musikalischen Gemeindearbeit und dem Wunsch nach einem fundierten Fortbildungsangebot. 


Porträt von Līga Auguste
Kirchenmusik lebt von Menschen, die nicht nur spielen oder singen können, sondern die eine Gruppe wirklich führen und begeistern wollen. Līga Auguste


Kantorin Līga Auguste, die die Kursleitung inne hatte und auch selbst im Fach Gehörbildung unterrichtete, zieht eine erfreuliche Bilanz: „Es hat mich tief beeindruckt zu sehen, wie unterschiedlich die Wege in diese Ausbildung führen – und wie viel Herzblut alle Beteiligten mitgebracht haben. Kirchenmusik lebt von Menschen, die nicht nur spielen oder singen können, sondern die eine Gruppe wirklich führen und begeistern wollen. Das haben unsere Absolventinnen und Absolventen in eindrucksvoller Weise bewiesen.“

Die Lehrkräfte des Kurses

Neben Kantorin Auguste unterrichteten die Kreiskantoren Leon Sowa (Kirchenkreis Herford, Bläserchorleitung), Nils Fricke (Kirchenkreis Minden, Chorleitung) und József Opicz (Kirchenkreis Vlotho, Tonsatz) sowie Kantorin Frauke Seele-Brandt (Kinderchorleitung).

Nächster C-Kurs

Wer selbst Interesse an der nebenamtlichen Kirchenmusikausbildung hat oder mehr darüber erfahren möchte, kann sich direkt an den zuständigen Kreiskantor bzw. die zuständige Kantorin wenden:

Kirchenkreis Herford: Leon Sowa 

Kirchenkreis Minden: Nils Fricke

Kirchenkreis Vlotho: József Opicz

Kirchenkreis Lübbecke: Rina Sawabe

Der nächste C-Kurs startet im Frühjahr 2027.

 

Was ist der C-Kurs?

Die nebenamtliche Kirchenmusikausbildung, kurz C-Kurs, befähigt Musikerinnen und Musiker dazu, Chöre, Bläsergruppen und weitere Ensembles zu leiten sowie die Musik im Gottesdienst zu gestalten.

Sie richtet sich an Menschen, die Musik nicht hauptberuflich ausüben, aber ihr Engagement in der Kirchengemeinde vertiefen und professionell untermauern möchten.

Die Ausbildung ist zeitintensiv und umfasst sowohl kirchenkundliche Fächer – Liturgie, Bibelkunde und Hymnologie – als auch musikspezifische Inhalte wie Tonsatz, Gehörbildung und Gemeindesingen. Diese gemeinsamen Pflichtfächer gelten für alle Fachrichtungen gleichermaßen.

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