Weihnachten
„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht." Lukas 21, 28

 

Superintendent Andreas HunekeIch denke über diesen Leitspruch zum 2. Advent nach, während ich meinen Adventskalender mit fair gehandelter Schokolade vor Augen habe. Das Weihnachtsbild mit den vorgestanzten Türchen stellt Weihnachten in einem haitianischen Dorf dar.

Die Haitianer sind ein Volk, das wirklich allen Grund hat, den Kopf hängen zu lassen. Am 12. Januar 2010 ging dort in einem schweren Erdbeben die förmlich Welt unter.

Damals löste die Naturkatastrophe weltweit große Betroffenheit aus, und es kamen wirklich viele Spenden zusammen, um den Menschen auf der Karibikinsel zu helfen. Auch in unserem Kirchenkreis haben wir ein wunderbares Benefizkonzert organisiert.

Trotzdem stelle ich fest, dass fast zwei Jahre später dieses Thema aus den Nachrichten der Welt und den Erinnerungen der meisten Menschen verschwunden ist. Neue Themen und Katastrophen stehen im Vordergrund.

Gleichwohl ist die Not in Haiti noch nicht beendet. Die Zerstörungen in den Städten und Dörfern waren so schwer, dass es viel Zeit braucht, um wieder aufzubauen. Noch länger brauchen die seelischen Wunden, die dieses Erdbeben geschlagen hat. Hilfsorganisationen sind weiter vor Ort.

 

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Prof. Okko Herlyn

Predigt von Professor Dr. Okko Herlyn, gehalten am 06. 03. 2011 in der Johanneskirche in Löhne-Melbergen

1. Kor 4, 10 - Wir sind Narren um Christi willen.

Liebe Gemeinde,

zu den wenigen Schallplatten, die ich mir während meiner Studentenzeit leisten konnte, gehörte eine des damals sehr populären Liedermachers Franz Josef Degenhardt. Auf dieser Platte befand sich ein Lied, das den Sonntag in einer deutschen Kleinstadt beschrieb.

Darin hieß es:

„Da treten sie zum Kirchgang an,
Familienleittiere voran,
Hütchen, Schühchen, Täschchen passend,
ihre Männer unterfassend,
die sie heimlich vorwärts schieben,
weil die gern zu Hause blieben.
Und dann kommen sie zurück
mit dem gleichen bösen Blick."

 

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