Pfarrer Teofil Nemetschek in Vlotho in den Ruhestand verabschiedet

Abschied mit einem Gottesdienst in Vlotho: v.l. Superintendent Andreas Huneke, Pfarrer Teofil Nemetschek und Pfarrer Jörg Uwe Pehle.RL/Vlotho. Seit 1985 war Teo, wie ihn die meisten fast liebevoll nannten, im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho. Nun wurde er in einem Gottesdienst in der Kirche St. Stephan in Vlotho verabschiedet. Vlotho war die letzten Jahre auch sein Hauptwirkungsbereich als Pfarrer in der dortigen Sekundar- und ehemaligen Realschule.

Vorher war er 20 Jahre Gemeindepfarrer in Löhne Gohfeld im Bezirk Haupensiek. Den Wechsel aus der Gemeinde in den Schuldienst nannte Nemetschek eine der große Herausforderungen seines Lebens, die er aber offenbar gut meistern konnte. An der Vlothoer Schule galt er schon bald und bis zum Schluss als einer der beliebtesten Lehrer, der in seiner direkten und herzlichen Art jungen Menschen im Religionsunterricht so manche knifflige ethische Frage lebensnah beantworten konnte. Neben dem Schuldienst war Nemetschek in den letzten Jahren im Kirchenkreis auch der Verbindungsmann zum Diakonischen Werk.

Einen Pfarrer mit Herz und Schnauze nannte ihn treffend St. Stephans Pfarrer Jörg Uwe Pehle, der durch den Gottesdienst führte. Superintendent Andreas Huneke entpflichtete den langjährigen Weggefährten offiziell und Nemetschek selber hielt eine Predigt über die schlichte Einladung Jesu auf die Jüngerfrage „Herr, wo bist du?“: „Komm und sieh!“ Dies sei immer der Antrieb zu seinem Dienst gewesen, führte er aus. Viele Menschen aus den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen des Pfarrers nahmen an dem Gottesdienst und dem anschließenden Empfang teil, bei dem noch so manche Erinnerung ausgetauscht werden konnte.