„2Flügel“ berührten die Herzen beim Benefizabend der TelefonSeelsorge

Gefühlvoll: Ben Seipel und Christina Brudereck von „2Flügel“ unterhielten mit Musik und Sprache.SCS/Bad Oeynhausen. „Pessimisten laufen im Regen, Optimisten duschen unter Wolken. Wer Gottvertrauen hat, betet im Regen, hat aber einen Schirm dabei. Wie passend, dass auch die Telefonseelsorge einen roten Schirm im Logo hat“, begrüßte Christina Brudereck von „2Flügel“ das Publikum in der voll besetzten Auferstehungskirche am Kurpark. Mit ihrem aktuellen Programm „Kopfkino“ waren sie und Ben Seipel zur Benefizveranstaltung der Telefonseelsorge Ostwestfalen gekommen.

„Heute geht es um Filme, Heimat, Deutschland, den Pott und noch vieles mehr. Und ein klein wenig auch um die Reformation“, sagte Christina Brudereck. Mit virtuoser Klaviermusik, Gesang, Geschichten, Szenen und Gedichten erfreuten und berührten „2Flügel“ die Zuhörer. Vom Kuss im strömenden Regen, von den Unterschieden zwischen Lieblingsfilmen von Frauen und Männern und vielen anderen Begebenheiten sprach die Theologin und Schriftstellerin Christina Brudereck. Man merkte ihr an, dass sie leidenschaftlich gern Geschichten erzählt. Ebenso leidenschaftlich spielte Pianist Ben Seipel auf dem Flügel.

Ob beim Medley aus Hits der 1980er Jahre, Filmmusik oder einer außergewöhnlichen Interpretation des Chorals „Es kommt ein Schiff geladen“, er faszinierte mit seiner Virtuosität auf den Tasten, im Gesang und Begleitinstrumenten. Mal fröhlich und mit einem Augenzwinkern erzählt, dann wieder nachdenklich und anrührend waren die angesprochenen Themen. Man hätte manchmal eine Stecknadel fallen hören können. „Mach aus Chaos einen Kosmos“, sang Ben Seipel, ein Lied gegen Ängste, für Vertrauen und Empathie. Mit tosendem Applaus und stehenden Ovationen bedankten sich die Zuhörer bei den beiden Künstlern am Ende des Abends. „Die Telefonseelsorge ist eine sinnvolle und wichtige Sache“, sagte Christina Brudereck und machte Mut, sich selbst dort ehrenamtlich zu engagieren. Interessierte können sich an das Team der Telefonseelsorge Ostwestfalen wenden. „Kopfkino haben auch die Mitarbeiter am Telefon oft“, hatte Dr. Jost Niedermeier, Vorsitzender des Fördervereins der Telefonseelsorge, eingangs die Verbindung zwischen Arbeit und Konzert gezogen.

 

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