Jugendliche und Senioren motzen Rollatoren auf

Gunter Horstmann (83) war als Erster an den Tisch mit verschiedenen Dekorationen. Johanna Deppe (links) brachte eine Hupe, Fähnchen und die Deutschland-Flagge  an seinen Rollstuhl an. Diakonin Ina Rohleder (rechts) eröffnete den gemeinsamen Abend im Simeonstift.MW/Vlotho. Es ist eigentlich eine tolle Lösung für ein praktisches Alltagsproblem. Einwohner der Simeonstift in Vlotho-Valdorf sollten ihre Rollatoren, bzw. Rollstühlen mit einem Blick erkennen können. In diesem Zusammenhang ist die Idee zur Veranstaltung „Pimp up my Rollator“ entstanden. An diesem Tag klebten, malten und gestalteten sieben Jugendliche der Valdorfer Gemeinde mit und für die Bewohner des Altenheims. Jeder Rollator oder Rollstuhl sollte genau so individuell sein wie sein Besitzer.

Die Senioren waren ebenfalls tatkräftig bei der Gestaltung der eigenen Rollatoren und Rollstühle dabei. Jeder konnte entscheiden, ob Plüschtiere, bunten Streifen aus Stoff, Sonnenblumen oder sogar eine Deutschlandfahne ihre Gehhilfe verzieren soll. Hupen und Klingeln waren ebenfalls begehrte Deko-Elemente. Oft berieten sie zusammen über die richtige Farbwahl oder die beste Stelle für die Deko und trafen Entscheidungen als Team. Der Tag bot Gelegenheit für viele Gespräche und einen regen Austausch zwischen den Jugendlichen und den Senioren. Sie zauberten die eher genormten Alltagsgegenstände in echte Blickfänge, die für die Stiftbewohner nun persönlicher und bunter sind. Die Erinnerung an eine schöne Begegnung zwischen Jugendlichen und den Bewohnern des Stifts bleibt allen auch sicherlich erhalten.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Themenwoche „Wie geht alt? Auf jeden Fall zusammen“ des Kirchenkreises Vlotho statt. Die Gemeinde Vlotho-Valdorf blickt auf eine lange Tradition der erfolgreichen und intensiven Generationsarbeit zurück und bietet oft zusammen mit dem Jugendreferat Projekte an, die Jung und Alt zusammenbringen.

Weitere Informationen: Diakonin Ina Rohleder unter 057 31 / 1805 – 21

 

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