Beeindruckender Dichterwettstreit in der Valdorfer Kirche

Insgesamt 13 Schüler waren an dem Dichterwettstreit „Jetzt mal Luther bei die Fische“ beteiligt. Slammer Marco Michalzik (hintere Reihe, links), Sylke Cremer vom Jugendreferat, Pfarrer Hartmut Birkelbach von „KuK!“ und Volker Junghärtchen vom Weser-Gymnasium Vlotho begleiteten die Jugendlichen bei den Workshops und am Veranstaltungsabend.MW/Vlotho. Insgesamt 13 Jugendliche traten beim besonderen Poetry Slam in der Valdorfer Kirche in Vlotho mit selbstgeschriebenen Texten auf. Die Veranstaltung mit dem Titel „Jetzt mal Luther bei die Fische“ war ein gemeinsames Angebot vonKulturreferat („KuK!“) und Jugendreferat des Kirchenkreises Vlotho sowie dem Weser-Gymnasium Vlotho.

In Workshops mit dem jungen „Slammaster“ Marco Michalzik hatten die Jugendliche ihre Herzensthemen und Texte erarbeitet. Die Texte drehten sich um Gedanken und Zitate des Reformators Martin Luther, passend zum 500. Reformationsjubiläum. Michalzik war angereist, um den Abend zu moderieren und mitzugestalten. Er begeisterte das Publikum mit seinen Texten zu Zeit und Vergänglichkeit und regte mit der Frage: „Was ist dir heilig?“ zum Nachdenken an.

Gespannt auf das Ergebnis: v.l. Catarina Ventura Garcia, Luca Peitzmeier und Julian Althoff warten. Marco Michalzik gibt gerade den Slammer des Abends bekannt.Die jugendlichen Slammer trugen ihre Texte zu Liebe, Freiheit, Vertrauen, Menschenrechten, Wundern und mit viel Einfühlungsvermögen vor. Manche Texte waren im Versmaß, andere als Prosa geschrieben. Jeder durfte dem zahlreich erschienenen Publikum seinen individuellen Stil und seine eigenen Gedanken präsentieren. „Ein Poetry Slam ist ein Forum für Meinungsfreiheit in seiner ganzen Vielfalt“, erklärte Marco Michalzik das zurzeit populäre Genre. Eine der wichtigsten Regeln bei einem solchen Abend sei, dem Dichter immer Respekt entgegen zu bringen. Im Sinne dieser Regelung bekam jeder Teilnehmende auch eine individuelle Beurteilung von der „Lobhudelei-Jury“, die aus Ingrid Wilmsmeier vom Jugendreferat, Superintendent Andreas Huneke und der stellvertretenden Schulleiterin des Weser-Gymnasiums, Sigrid Knollmann, bestand.

Pfarrer Hartmut Birkelbach (rechts) überreicht den Pokal an Julian Althoff, dessen Texte zu Glauben und Religion das Publikum besonders beeindruckten.

Ein Poetry Slam bietet ein offenes Forum für Texter und ist gleichzeitig ein Wettbewerb. An diesem Abend durften fünf Zuhörer aus dem Publikum jeden Auftritt in den Vorrunden mit einer Punktzahl zwischen eins und zehn beurteilen. Diejenigen mit den höchsten Punktzahlen traten im Finale gegeneinander an: Julian Althoff, Catarina Ventura Garcia und Luca Peitzmeier. Nachdem jeder einen zweiten eigenen Text gelesen hatte, bestimmte das Publikum den Gewinner durch Applaus. Am Ende setzte sich Julian Althoff mit seinem Text durch und wurde ebenso wie die anderen Teilnehmer mit einem Präsent ausgezeichnet – wobei interessanterweise der Letzte des Wettbewerbs den gleichen Siegerpokal bekam wie er.

Die „Lobhudelei-Jury“: v.r. Ingrid Wilmsmeier vom Jugendreferat, Superintendent Andreas Huneke und Sigrid Knollmann, stellvertretenden Schulleiterin des Weser-Gymnasiums.„KuK!“-Pfarrer Hartmut Birkelbach, der die Jugendliche in den Workshops und bei ihren Auftritten begleitete, zog ein positives Fazit aus dem Reformations-Dichterwettstreit: „Wir sind unheimlich dankbar und beschenkt durch das, was junge Menschen über Gott und die Welt zu sagen haben.“

 

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