Auftakt der Visitation des Kirchenkreises Vlotho durch die Kirchenleitung

Auftakt zur Visitation: Inge Howe MdL(v.l.), Kirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling, Angela Lück MdL, Superintendent Andreas Huneke, Stefan Schwartze MdB, Präses Annette Kurschus, Christian Dahm MdL, Landrat Dr. Ralf Niermann, Kirstin Korte MdL, Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, Stephen Paul FDP, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Landeskirchenrat Dr. Thomas Heinrich und Verwaltungsrat Wilfried Arning sprachen über Kirche und Politik im Kirchenkreis Vlotho.scs/Bad Oeynhausen. Vom 6. bis 11. Mai wird Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, mit ihrem Team im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho unterwegs sein. Die Kommission aus 20 Fachleuten unterschiedlicher Bereiche der kirchlichen Arbeit und Mitgliedern der Kirchenleitung wird das Wirken der evangelischen Kirche vor Ort mit seinen Besonderheiten und Facetten beobachten.

Auch der Austausch mit Politik und Wirtschaft gehört zur Visitation. Daher hatte Präses Annette Kurschus im Vorfeld die Abgeordneten, die den Kreis Vlotho und das Umland im Landtag Nordrhein-Westfalen und im Bundestag vertreten, die Regierungspräsidentin und die Landräte eingeladen, um über die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in der Region zu diskutieren. Konfessionsübergreifend erörterten sie Probleme, Chancen und Perspektiven und hatten auch Kooperationen zwischen Politik und Kirche im Blick.

„Die Visitation ist ein wichtiges Instrument der Kirchenleitung, um das kirchliche Leben vor Ort wahrzunehmen. Der Auftrag ist überall derselbe, doch jeder Kirchenkreis hat sein eigenes Kolorit“, erläuterte Präses Kurschus zu Beginn des Gespräches. „Hier im Kirchenkreis Vlotho spielt die Krankenhausseelsorge eine wichtige Rolle. Außerdem gibt es ein besonderes Faible für Kultur“, bestätigte Superintendent Andreas Huneke. „Ist eine Visitation eine Ehre oder eher eine Drohkulisse?“, fragte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Präses Kurschus verglich die intensive Vorbereitung auf die Visitation mit einem Hausputz, bevor wichtiger Besuch ansteht. „Ich verspreche mir neue Einsichten, denn man hat nicht oft die gute Gelegenheit, gemeinsam mit Experten von außen die eigene Arbeit zu hinterfragen“, sagte Superintendent Huneke. „Man macht seinen Dienst, so gut man kann, doch die Gefahr besteht, betriebsblind zu werden. Die Vorbereitung bedeutet viel Arbeit, da zahlreiche Berichte geschrieben werden müssen. Doch da zum 175-jährigen Jubiläum unseres Kirchenkreises im vergangenen Jahr viele Berichte verfasst wurden, haben wir einen Teil der Arbeit schon vorher erledigt, ohne zu wissen, dass eine Visitation ansteht.“ „Wie gehen Sie mit den gewonnenen Erkenntnissen um? Welche Rückschlüsse ziehen Sie daraus?“ wollte Kirstin Korte wissen. Nach jeder Visitation schreiben die Fachgruppen Berichte, die zusammengefügt dem Kreissynodalvorstand vorgelegt werden. Anhand der dort aufgeführten Mankos und Stärken werden gemeinsam Zielvereinbarungen getroffen. „Nach einem Jahr schauen wir, was daraus geworden ist“, so Annette Kurschus.

 

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