Tag der Geflüchteten mit Gottesdienst und vielen Begegnungen gefeiert

Zum vierten Mal veranstalteten Mitarbeitende des Jugendmigrationsdienstes des diakonischen Werks  zusammen mit den  Pfarrern Lars Kunkel und Rainer Schulz  vom Evangelischen Kirchenkreis Vlotho und Pfarrer Dr. Christian Hohmann vom MöWe (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Landeskirche Westfalens) einen Gottesdienst mit anschließendem „Fest der Begegnungen“. Viele Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Nationen haben sich mit musikalischen Beiträgen, mehrsprachigen Lesungen und Fürbitten an dem Gottesdienst in der Auferstehungskirche am Kurpark beteiligt.MW/Bad Oeynhausen. Es war ein bewegender Moment. Pfarrer Rainer Schulz, Beauftragter des Kirchenkreises Vlotho für Migration und Integration, bat alle Mitfeiernden in der Auferstehungskirche am Kurpark, den Nachbarn an die Hand zu nehmen und sich gegenseitig Frieden zuzusprechen. So standen Menschen aus allen Nationen und mit unterschiedlichem Glauben, Kinder mit Erwachsenen sowie Frauen und Männern miteinander in Verbundenheit. Diese Geste bildete den Abschluss des diesjährigen Gottesdienstes zum Tag der Geflüchteten. Das Thema „Vielfalt“ durchzog den Gottesdienst und das anschließende Fest der Begegnungen im Dietrich Bonhoeffer Haus.

Schon am Anfang begrüßte Pfarrer Lars Kunkel als Pfarrer der Altstadtgemeinde und Synodalassessor des Kirchenkreises Vlotho die Gemeinschaft und sagte: „Es tut uns gut, wenn wir diese ganze Vielfalt in Bad Oeynhausen erleben können, Gottesdienst miteinander feiern können. Wir können bestimmt viel voneinander lernen“. Ein Hauptelement des Gottesdienstes war das Gedenken an die Länder, in denen die Bevölkerung von Krieg und Verfolgung betroffen ist. Pfarrer Dr. Christian Hohmann lud alle Besucher dazu ein, eine Kerze im Gedenken anzuzünden und im Altarraum aufzustellen. Viele sind diesem Aufruf gefolgt und bildeten eine Schlage, um die Kerzen anzuzünden, die fast bis zum Foyer der Kirche reichten.

Die Kinder durften zusammen mit dem Sänger Faustino Matumona auf die Bühne. Sie tanzten, sangen mit oder lauschten der wunderbaren Stimme des Sängers, der ursprünglich aus Angola stammt. Und sie haben etwas gelernt. Betreuerin Nathalie Mantei fragte sie, ob sie wissen, welche Sprache man in Angola spreche. Nicht nur die Kinder waren erstaunt als sie die Lösung verriet: Portugiesisch!Viele hatten den Gottesdienst und das anschließende Fest vorbereitet.Nach dem Gottesdienst ging die Gemeinschaft geschlossen zum Dietrich Bonhoeffer Haus. Dort hatten viele helfenden Hände von der Altstadtgemeinde, Mitglieder des internationalen Gottesdienstes und SozialpatInnen des Diakonischen Werks den großen Saal hergerichtet und ein Buffet für alle vorbereitet. Mehr als 250 Menschen feierten das Fest der Begegnungen miteinander. Dieses Jahr standen die vielen Kindern besonders im Vordergrund. Mit ihrer Betreuerin Natalie Mantei vom Diakonischen Werk eroberten sie die Bühne und sangen Lieder in ihrer Muttersprache oder auch Lieder, die sie hier im Kindergarten gelernt haben. Als ein kleines Mädchen „Bruder Jakob“ anstimmte, klatschte und jubelte die Menge.