Pfarrkonferenz des Kirchenkreises Vlotho sprach mit MdB Achim Post

Der SPD-Bundestagsabgeordnete des Kreises Minden-Lübbecke, Achim Post (hinten Mitte), sprach mit Mitgliedern der Pfarrkonferenz des Kirchenkreises Vlotho in Porta Westfalica über aktuelle politische Themen.RL/Porta Westfalica. Achim Post, SPD-Bundestagsabgeordneter des Kreises Minden-Lübbecke, war auf Einladung von Superintendent Andreas Huneke zu Gast auf der Pfarrkonferenz des Kirchenkreises Vlotho, die am Mittwoch in Porta Westfalica Eisbergen tagte.

Post sprach zum Thema „Demokratie in Deutschland und Europa“. Dabei äußerte er sich besorgt über der Radikalisierung in Teilen der Bevölkerung Deutschlands in jüngster Zeit und präsentierte eine neue demoskopische Umfrage aus Allensbach zur Stimmungslage der Bürgerinnen und Bürger. Daraus gehe deutlich hervor, dass die ehemals großen Volksparteien momentan mit ihrem politischen Handeln die Gefühlslage der Menschen nicht richtig erreichten. So biete etwa nach Meinung der Bevölkerung im Moment keine Partei überzeugende Konzepte zum Umgang mit der Flüchtlingssituation. Einfache Antworten der rechten Parteien seien unseriös, so Post. Er habe schon manche Sache im Bundestag auf den Weg gebracht, aber erst, nachdem er die nötige mehrheitliche Unterstützung der Parlamentarier erreicht hätte. Politik sei immer ein aufwendiger Diskussionsprozess.

Post, der auch Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages ist, äußerte sich auch besorgt zur Entwicklung in der Türkei. Er sei früher immer für eine Mitgliedschaft des Landes in der EU gewesen. Bei der momentanen Lage könne er sich dies aber überhaupt nicht vorstellen. Aber auch der Zustand der EU sei sehr besorgniserregend. „Ich halte die Europäische Union für das größte Friedensprojekt, das in den letzten zweihundert Jahre gelungen ist.“ Man dürfe das Erreichte nicht aufs Spiel setzen. Deutschland müsse dabei seine Verantwortung als stärkste Kraft der EU auch weiter wahrnehmen.

Im sich anschließenden Gespräch mit den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises machte Achim Post den Vertretern der Kirche Mut: „Ich glaube, dass die Wirkungskraft der Kirchen in der Gesellschaft größer ist als sie selber meinen.“ Er nannte jüngste Äußerungen der westfälischen Präses, Annette Kurschus, gegen eine Radikalisierung in Deutschland als Beispiele, die sehr wohl Gehör fänden und wichtig seien.

 

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