Präses Kurschus: Kirche als Gemeinschaft, die sich nicht beirren lässt in dem, was sie erlebt hat mit Gott

Ankunft in Vlotho nach einer Rundfahrt im Oldtimer-Bus durch den Kirchenkreis. Die Mitglieder der Visitationsdelegation mit vorne v.r. Präses Annette Kurschus und Superintendent Andreas Huneke.AD/Vlotho. „So möchte ich mir die Kirche vorstellen. So wünsche ich mir uns als Christen: Als Menschen, die wissen, was sie glauben. Die wissen, was sie wollen. Und die trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – nicht mit dem Dünkel durch die Welt laufen, als hätten sie die Wahrheit gepachtet.“ Zum Auftakt der Visitation des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho predigte Präses Annette Kurschus am Sonntag in der Kirche St. Stephan in Vlotho.

Bei ihrer Vorstellung von Kirche bezog sich die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) auf den öffentlichen Auftritt des Apostels Paulus in Athen, von dem die Bibel berichtet (Apostelgeschichte 17,22-31). In der Hauptstadt der Antike, wo die griechische Götterwelt allgegenwärtig ist, bekennt Paulus den Gott der jungen christlichen Gemeinde. Zuvor hat er die Götter der Griechen aufmerksam wahrgenommen. Er spricht dann über „Gottes wunderbare Schöpfung, die mit jedem Grashalm, mit jedem Sonnenstrahl, mit jedem menschlichen Gesicht, mit Geist und Kunst von Gott predigt. Lauthals und vollgültig.“ Zugleich und trotzdem bekennt Paulus den gekreuzigten und auferstandenen Christus. „Der Schöpfer der Welt wollte kein Allerweltsgott sein und bleiben“, so Präses Kurschus. „Der, der selbst alles hat und ist, will bedürftig und verletzlich und sterblich sein. Und ausgerechnet da – im Allerschwächsten und Menschlichsten – ist er bei uns. Ausgerechnet da ist er Gott.“ Deshalb möchte sich Annette Kurschus die Kirche auch vorstellen als „Gemeinschaft, die sich nicht beirren lässt in dem, was sie selbst erlebt hat mit Gott. Die in der Spur Jesu bleibt.“

 

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Auftakt der Visitation des Kirchenkreises Vlotho durch die Kirchenleitung

Auftakt zur Visitation: Inge Howe MdL(v.l.), Kirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling, Angela Lück MdL, Superintendent Andreas Huneke, Stefan Schwartze MdB, Präses Annette Kurschus, Christian Dahm MdL, Landrat Dr. Ralf Niermann, Kirstin Korte MdL, Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, Stephen Paul FDP, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Landeskirchenrat Dr. Thomas Heinrich und Verwaltungsrat Wilfried Arning sprachen über Kirche und Politik im Kirchenkreis Vlotho.scs/Bad Oeynhausen. Vom 6. bis 11. Mai wird Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, mit ihrem Team im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho unterwegs sein. Die Kommission aus 20 Fachleuten unterschiedlicher Bereiche der kirchlichen Arbeit und Mitgliedern der Kirchenleitung wird das Wirken der evangelischen Kirche vor Ort mit seinen Besonderheiten und Facetten beobachten.

Auch der Austausch mit Politik und Wirtschaft gehört zur Visitation. Daher hatte Präses Annette Kurschus im Vorfeld die Abgeordneten, die den Kreis Vlotho und das Umland im Landtag Nordrhein-Westfalen und im Bundestag vertreten, die Regierungspräsidentin und die Landräte eingeladen, um über die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in der Region zu diskutieren. Konfessionsübergreifend erörterten sie Probleme, Chancen und Perspektiven und hatten auch Kooperationen zwischen Politik und Kirche im Blick.

 

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Visitation: Evangelisches Leben wird unter die Lupe genommen

Präses Annette Kurschus leitet das Visitationsteam.Bielefeld/Vlotho/Bad Oeynhausen. Einen Besuch besonderer Art bekommt der Evangelische Kirchenkreis Vlotho: Vom 6. bis 11. Mai findet unter Leitung von Präses Annette Kurschus die Visitation durch die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) statt.

Als einer von 28 westfälischen Kirchenkreisen wird Vlotho von einer 20-köpfigen Kommission besucht und „unter die Lupe genommen“. Visitationen sind eine regelmäßige Einrichtung der evangelischen Kirche. Sie bieten die Möglichkeit, das Leben in einem Kirchenkreis durch Fachleute von außerhalb in den Blick zu nehmen. Was gut ist, was die Kraft zur Veränderung in sich birgt und neue Perspektiven eröffnen kann, soll bestärkt werden. Was zu verbessern ist, soll benannt werden. Die Visitation macht konstruktive Vorschläge und ermutigt, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Das geschieht in einem Prozess des gegenseitigen Austauschs.

 

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der Pfarrerin und der Pfarrer sowie des Evangelischen Jugendreferats in der Region Vlotho zur Zusammenarbeit mit einem homosexuell lebenden Pfarrer 
 
Unterstützung für Pfarrer Jörg Uwe Pehle: Pfarrerin Renate Wefers, Pfarrer Ralf Steiner, Jugendreferent Hans-Ulrich Strothmann, Pfarrer Jörg Uwe Pehle, Pfarrer Christoph Beyer, Pfarrer Winfried Reuter und Jugendreferent Michael Kirchner (Foto: Kirchenkreis Vlotho).Seit November 2016 ist Jörg Uwe Pehle ordentlich gewählter Pfarrer der Kirchengemeinde St. Stephan in Vlotho. Er gehört damit ohne jede Einschränkung zu den Pfarrerinnen und Pfarrern, die in der Region Vlotho miteinander in den Gemeinden ihren Dienst tun.

In Gesprächen mit Gemeindegliedern haben wir in den vergangenen Monaten eine breite Zustimmung zu Pfarrer Pehle wahrgenommen. Seine sexuelle Orientierung war dabei nur ein Randthema. Dennoch gab es eine ablehnende Stellungnahme einzelner Personen aus der reformierten Gemeinde St. Johannis. Diese Stellungnahme steht im krassen Gegensatz zur klaren Position des Presbyteriums der Kirchengemeinde St. Johannis, die im Gemeindebrief im Dezember 2016 veröffentlicht worden ist.

Dazu erklären die Pfarrerin und Pfarrer und die Vertreter der evangelischen Jugendarbeit in Vlotho folgendes:

 

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Die ersten „Zeitgefährtinnen“ sind ausgebildet

Die ersten „Zeitgefährtinnen“ sind nun in ihren Gemeinden unterwegs: v.l. Sabine Backs (Kirchengemeinde Eidinghausen Dehme in Bad Oeynhausen), Roswitha Obermann (Kirchengemeinde Wehrendorf in Vlotho) und Ingetraut Paechnatz (Kirchengemeinde Eisbergen in Porta Westfalica).IR/Bad Oeynhausen. Jetzt sind die ersten „Zeitgefährtinnen“ in ihren Kirchengemeinden unterwegs, um Menschen zu besuchen und ihnen Zeit zu schenken.

Vor allem wenn der Weg aus der Wohnung immer schwieriger wird, weil „der Körper nicht mehr so will“ und der Bekanntenkreis nur noch sehr klein ist, gibt es wenig Möglichkeiten mit Menschen Kontakt zu halten. Das Leben findet „draußen“ statt – und ich bin hier. Zeitgefährten werden schnell durch regelmäßige Besuche zur vertrauten Person. Sie stehen einfühlend zur Seite, unterstützen mögliche Aktivitäten und sind Brückenbauer in die Kirchengemeinde. Kirchengemeinden entsenden ihre Zeitgefährtinnen und Zeitgefährten, damit Teilhabe für alle, die es wünschen, bis zuletzt möglich bleibt.

 

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Philippinen-Tag bot Einblicke in ein spannendes Land

Leo Quezon (links) führte die Teilnehmerinnen des Musikworkshops in die traditionelle Musik und die Instrumente der Philippinen ein.MW/Bad Oeynhausen. Mit einem kraftvoll herzlichen „Sama-Sama tayo“ begrüßte Priscilla Quezon die fast 50 Gäste beim Philippinen-Tag im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Oerynhausen. Quezon, die selbst aus den Philippinen kommt, sorgte damit für einen gelungenen Einstieg ins Lebensgefühl des Landes. Der Spruch in der Landesprache Tagalog bildete das Motto für die ganztägige Veranstaltung:„Gemeinsam unterwegs sein“. Die Teilnehmer erwiderten den Spruch und begaben sich gerne auf die Reise durch das schöne, schwierige Land.

Vormittags referierte Lilli Breininger, Geschäftsführerin vom Philippinenbüro e.V. (Köln), sowohl über die angespannte politische Lage unter Präsident Rodrigo Dutarte als auch über die negativen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen. Sie erwähnte aber auch positive Entwicklungen im Land wie das vielfältige Zivilengagement, das in den Philippinen weit verbreitet ist. In der anschließenden Diskussionsrunde interessierte sich das Publikum stark für die kirchliche Landschaft, ihre Geschichte und ihre ökumenische Zusammenarbeit in den Philippinen.

 

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Ein Sofa für die Telefonseelsorge Ostwestfalen

Das gute neue Stück für die Pausen zwischen den Gesprächen. Sie haben dafür gesorgt v.l. Klaus Korfsmeier, Vorsitzender der Stiftung Meilenstein, Stephan Oberwörder von der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, Pfarrerin Petra Henning und Jens Martin, Geschäftsführer der Firma „Wolkenweich“ in Lübbecke.RL/Bad Oeynhausen. Im Schnitt sind es 42 Anrufe, die täglich von den rund 70 ehrenamtlich Mitarbeitenden der Telefonseelsorge Ostwestfalen in Tag- und Nachtschichten geführt werden. Im letzten Jahr waren es insgesamt 15.617 Anrufe. Besonders die Nachtstunden sind für die Ehrenamtlichen anstrengend.

Zwischen den Anrufen müssen auch mal kleine Pausen sein, in denen sich die Mitarbeitenden ausruhen, vor allem, wenn es ein schwieriges Gespräch war. Damit dafür ein bequemes Sofa zur Verfügung steht, hat sich der Förderverein TelefonSeelsorge Ostwestfalen das Anliegen eines Neukaufs zu eigen gemacht und regionale Finanziers gesucht und gefunden: die Firma Wolkenweich aus Lübbecke, die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford und die evangelische Stiftung „Meilenstein“ des Kirchenkreises Herford haben die Anschaffung des Möbelstücks möglich gemacht. Die drei Vertreter, die schon mal Probe saßen, waren sich einig darin: sich gemeinsam für dieses Projekt stark zu machen ist eine gute Sache!

 

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Freizeit mit abwechslungsreichem Programm

Vordere Reihe: Hilda Stuckert, Ingrid Jöst, Dieter Jöst, Marie Dünne, Karl Hermann Hottel, Ursel Hottel, Ingeburg Siekermann, Renate Ould, Hintere Reihe: Klaus Althof, Christiane Althof, Inge Hottel, Annegret Neumann, Irmtraut Busse, Margit Giedinghagen, Wolfram Giedinghagen (Leitung).WG/Willingen. Eine Gruppe aus Vlotho und Bad Oeynhausen verbrachte abwechslungsreiche Tage in Willingen (Upland), im hessischen Sauerland.

Der leichte Regen hielt die Gruppe nicht davon ab, die Mühlenkopfschanze zu besichtigen. Einige begannen danach eine längere Wanderung über die Biathlon-Anlage und weiter zur Hütte Graf Stolberg (701m) in der Nähe der Diemelquelle. Von dort genossen sie den herrlichen Ausblick auf das Sauerland. Andere machten eine Bummel durch den Ferienort. Am Abend verfolgte man im Fernsehen den Großen Zapfenstreich zu Ehren des scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck. Der geplante Wandertag fiel dann leider wegen Regen ins Wasser und so wurden andere Ziele angesteuert, das Curioseum mit der Ausstellung von vielen alten Gebrauchsgegenständen und Oldtimer Traktoren und Autos, das Upländer Milch-Muhseum und die Glasbläserei. Auch ein Cafebesuch durfte am Regentag nicht fehlen.

 

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