Visitation des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho ist abgeschlossen

Auf dem Empfang zum Abschluss zur Visitation: Angela Lück MdL, Präses Annette Kurschus und Superintendent Andreas Huneke.AD/Bad Oeynhausen. Der Evangelische Kirchenkreis Vlotho hat gute Voraussetzungen, notwendige Änderungen jetzt besonnen anzugehen. Zu diesem Ergebnis kam Präses Annette Kurschus nach der landeskirchlichen Visitation bei einem Empfang am Donnerstagabend (11.5.) auf Schloss Ovelgönne in Bad Oeynhausen.

„Man ahnt: Hier begegnen sie den Herausforderungen der Zukunft in einer ganz eigenen Gestimmtheit: wach, selbstbewusst, gelassen.“ Und das nicht etwa, weil da kein Problembewusstsein wäre. „Aber vielleicht doch, weil derzeit vieles noch ganz gut läuft. Vielleicht, weil manche Schmerzgrenze, die anderswo längst überschritten ist, hier noch bevorsteht.“ sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

 

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Visitation: Präses Annette Kurschus trifft Bürgermeister

Gespräch mit den Bürgermeistern der vier Städte im Kirchenkreis. | Foto: Andreas DuderstedtAD/Bad Oeynhausen. Kirche ist eine Klammer in der Gesellschaft, die von sozialer Spaltung bedroht ist. Dieser Aussage von Bernd Poggemöller, dem Bürgermeister von Löhne, stimmten auch seine Kollegen zu. Präses Annette Kurschus hat sich mit den Bürgermeistern der Region über kommunalpolitische Fragen, Wirtschaft, Soziales und Kultur ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, wie gut der „kurze Draht“ zwischen Kirche und Kommunalpolitik im Kirchenkreis Vlotho funktioniert. Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) traf sich am Dienstag (9.5.) im Kreiskirchenamt im Rahmen der landeskirchlichen Visitation mit den Stadtoberhäuptern.

Der enge Kontakt bewähre sich in vielerlei Fragen, etwa bei Kindergärten oder bei der Hilfe für Flüchtlinge, aber auch in kleinen Dingen wie Geburtstagsbesuchen durch Pfarrer und Bürgermeister, sagte Achim Wilmsmeier (Bad Oeynhausen). Sein Kollege Bernd Hedtmann aus Porta Westfalica zollte den Pfarrern in seiner Stadt größten Respekt: „Sie sind immer und zu jedem Thema ansprechbar.“ Besonders wertvoll sei das bei der Notfallseelsorge, aber auch in der Kooperation zwischen städtischem Jugendamt und Kirche.

 

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Visitation: Kurze Wege lassen sich umweltfreundlich bewältigen

Auch Präses Annette Kurschus (links) kam mit dem Kirchenrad. | Foto: Andreas DuderstedtAD/Bad Oeynhausen. Kurze Wege sind ein Kennzeichen des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho. Da liegt es nahe, für viele Strecken nicht das Auto zu nehmen, sondern das Fahrrad.

Das gilt auch für die landeskirchliche Visitation. Die Mitglieder des Visitationsteams sind umweltfreundlich unterwegs: Sie benutzen oft das „Kirchenrad“, ein Pedelec, das von der Klimaschutzagentur der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) entwickelt wurde. Andere haben ihr eigenes Fahrrad dabei und bewegen sich ausschließlich mit Muskelkraft vorwärts. Mit E-Bike kamen am Dienstag (9.5.) zum Kreiskirchenamt: Präses Annette Kurschus, ihr persönlicher Referent Dr. Jan-Dirk Döhling, Kirchenrat Dr. Vicco von Bülow und Christa Kronshage, Mitglied der Kirchenleitung.

 

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Präses Kurschus: Kirche als Gemeinschaft, die sich nicht beirren lässt in dem, was sie erlebt hat mit Gott

Ankunft in Vlotho nach einer Rundfahrt im Oldtimer-Bus durch den Kirchenkreis. Die Mitglieder der Visitationsdelegation mit vorne v.r. Präses Annette Kurschus und Superintendent Andreas Huneke.AD/Vlotho. „So möchte ich mir die Kirche vorstellen. So wünsche ich mir uns als Christen: Als Menschen, die wissen, was sie glauben. Die wissen, was sie wollen. Und die trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – nicht mit dem Dünkel durch die Welt laufen, als hätten sie die Wahrheit gepachtet.“ Zum Auftakt der Visitation des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho predigte Präses Annette Kurschus am Sonntag in der Kirche St. Stephan in Vlotho.

Bei ihrer Vorstellung von Kirche bezog sich die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) auf den öffentlichen Auftritt des Apostels Paulus in Athen, von dem die Bibel berichtet (Apostelgeschichte 17,22-31). In der Hauptstadt der Antike, wo die griechische Götterwelt allgegenwärtig ist, bekennt Paulus den Gott der jungen christlichen Gemeinde. Zuvor hat er die Götter der Griechen aufmerksam wahrgenommen. Er spricht dann über „Gottes wunderbare Schöpfung, die mit jedem Grashalm, mit jedem Sonnenstrahl, mit jedem menschlichen Gesicht, mit Geist und Kunst von Gott predigt. Lauthals und vollgültig.“ Zugleich und trotzdem bekennt Paulus den gekreuzigten und auferstandenen Christus. „Der Schöpfer der Welt wollte kein Allerweltsgott sein und bleiben“, so Präses Kurschus. „Der, der selbst alles hat und ist, will bedürftig und verletzlich und sterblich sein. Und ausgerechnet da – im Allerschwächsten und Menschlichsten – ist er bei uns. Ausgerechnet da ist er Gott.“ Deshalb möchte sich Annette Kurschus die Kirche auch vorstellen als „Gemeinschaft, die sich nicht beirren lässt in dem, was sie selbst erlebt hat mit Gott. Die in der Spur Jesu bleibt.“

 

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Auftakt der Visitation des Kirchenkreises Vlotho durch die Kirchenleitung

Auftakt zur Visitation: Inge Howe MdL(v.l.), Kirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling, Angela Lück MdL, Superintendent Andreas Huneke, Stefan Schwartze MdB, Präses Annette Kurschus, Christian Dahm MdL, Landrat Dr. Ralf Niermann, Kirstin Korte MdL, Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, Stephen Paul FDP, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Landeskirchenrat Dr. Thomas Heinrich und Verwaltungsrat Wilfried Arning sprachen über Kirche und Politik im Kirchenkreis Vlotho.scs/Bad Oeynhausen. Vom 6. bis 11. Mai wird Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, mit ihrem Team im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho unterwegs sein. Die Kommission aus 20 Fachleuten unterschiedlicher Bereiche der kirchlichen Arbeit und Mitgliedern der Kirchenleitung wird das Wirken der evangelischen Kirche vor Ort mit seinen Besonderheiten und Facetten beobachten.

Auch der Austausch mit Politik und Wirtschaft gehört zur Visitation. Daher hatte Präses Annette Kurschus im Vorfeld die Abgeordneten, die den Kreis Vlotho und das Umland im Landtag Nordrhein-Westfalen und im Bundestag vertreten, die Regierungspräsidentin und die Landräte eingeladen, um über die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in der Region zu diskutieren. Konfessionsübergreifend erörterten sie Probleme, Chancen und Perspektiven und hatten auch Kooperationen zwischen Politik und Kirche im Blick.

 

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Visitation: Evangelisches Leben wird unter die Lupe genommen

Präses Annette Kurschus leitet das Visitationsteam.Bielefeld/Vlotho/Bad Oeynhausen. Einen Besuch besonderer Art bekommt der Evangelische Kirchenkreis Vlotho: Vom 6. bis 11. Mai findet unter Leitung von Präses Annette Kurschus die Visitation durch die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) statt.

Als einer von 28 westfälischen Kirchenkreisen wird Vlotho von einer 20-köpfigen Kommission besucht und „unter die Lupe genommen“. Visitationen sind eine regelmäßige Einrichtung der evangelischen Kirche. Sie bieten die Möglichkeit, das Leben in einem Kirchenkreis durch Fachleute von außerhalb in den Blick zu nehmen. Was gut ist, was die Kraft zur Veränderung in sich birgt und neue Perspektiven eröffnen kann, soll bestärkt werden. Was zu verbessern ist, soll benannt werden. Die Visitation macht konstruktive Vorschläge und ermutigt, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Das geschieht in einem Prozess des gegenseitigen Austauschs.

 

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der Pfarrerin und der Pfarrer sowie des Evangelischen Jugendreferats in der Region Vlotho zur Zusammenarbeit mit einem homosexuell lebenden Pfarrer 
 
Unterstützung für Pfarrer Jörg Uwe Pehle: Pfarrerin Renate Wefers, Pfarrer Ralf Steiner, Jugendreferent Hans-Ulrich Strothmann, Pfarrer Jörg Uwe Pehle, Pfarrer Christoph Beyer, Pfarrer Winfried Reuter und Jugendreferent Michael Kirchner (Foto: Kirchenkreis Vlotho).Seit November 2016 ist Jörg Uwe Pehle ordentlich gewählter Pfarrer der Kirchengemeinde St. Stephan in Vlotho. Er gehört damit ohne jede Einschränkung zu den Pfarrerinnen und Pfarrern, die in der Region Vlotho miteinander in den Gemeinden ihren Dienst tun.

In Gesprächen mit Gemeindegliedern haben wir in den vergangenen Monaten eine breite Zustimmung zu Pfarrer Pehle wahrgenommen. Seine sexuelle Orientierung war dabei nur ein Randthema. Dennoch gab es eine ablehnende Stellungnahme einzelner Personen aus der reformierten Gemeinde St. Johannis. Diese Stellungnahme steht im krassen Gegensatz zur klaren Position des Presbyteriums der Kirchengemeinde St. Johannis, die im Gemeindebrief im Dezember 2016 veröffentlicht worden ist.

Dazu erklären die Pfarrerin und Pfarrer und die Vertreter der evangelischen Jugendarbeit in Vlotho folgendes:

 

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Die ersten „Zeitgefährtinnen“ sind ausgebildet

Die ersten „Zeitgefährtinnen“ sind nun in ihren Gemeinden unterwegs: v.l. Sabine Backs (Kirchengemeinde Eidinghausen Dehme in Bad Oeynhausen), Roswitha Obermann (Kirchengemeinde Wehrendorf in Vlotho) und Ingetraut Paechnatz (Kirchengemeinde Eisbergen in Porta Westfalica).IR/Bad Oeynhausen. Jetzt sind die ersten „Zeitgefährtinnen“ in ihren Kirchengemeinden unterwegs, um Menschen zu besuchen und ihnen Zeit zu schenken.

Vor allem wenn der Weg aus der Wohnung immer schwieriger wird, weil „der Körper nicht mehr so will“ und der Bekanntenkreis nur noch sehr klein ist, gibt es wenig Möglichkeiten mit Menschen Kontakt zu halten. Das Leben findet „draußen“ statt – und ich bin hier. Zeitgefährten werden schnell durch regelmäßige Besuche zur vertrauten Person. Sie stehen einfühlend zur Seite, unterstützen mögliche Aktivitäten und sind Brückenbauer in die Kirchengemeinde. Kirchengemeinden entsenden ihre Zeitgefährtinnen und Zeitgefährten, damit Teilhabe für alle, die es wünschen, bis zuletzt möglich bleibt.

 

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