Kantorei führt Händels ‚Israel in Ägypten’ auf
ImageSto/Vlotho. Georg Friedrich Händels Oratorium ‚Israel in Ägypten’ wird am Sonntag, 26. Oktober, um 17 Uhr in der St.-Stephans-Kirche in Vlotho auffgeführt.

Damit wird die Kantorei an St. Stephan erneut ein bedeutendes, aber seltener dargebotenes Werk der Kirchenmusik präsentieren. Bei diesem großartigen Chororatorium, für das Händel 22 der insgesamt 29 Stücke für Chor gesetzt hat, ist auch ein kleinerer zweiter Chor beteiligt, der sich ebenfalls überwiegend aus Mitgliedern der Kantorei zusammensetzt. Händels Oratorium „Israel in Egypt“ wurde am 4. April 1739 im Londoner King’s Theatre am Haymarket uraufgeführt.

Es war in nur vier Wochen entstanden und beschreibt im ersten Teil den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Der zweite Teil, den Händel zuerst komponierte, ist ein Lobgesang auf die Allmacht Gottes. Die Israeliten, die unter der ägyptischen Knechtschaft leiden, flehen um Rettung. Gott schickt ihnen Moses und schickt den Ägyptern zahlreiche Plagen. Mit kurzen Rezitativen und imposanten Chorsätzen werden im ersten Teil des Oratoriums diese Plagen: So verwandelt Gott das Wasser in Blut, lässt Frosch-, Fliegen-, Mücken- und Heuschreckenplagen folgen und bringt Hagelsturm, Finsternis und den Tod der Erstgeborenen über das Land. Durch die Auswahl und den Einsatz der Instrumente, verbunden mit ihren raffinierten, die Katastrophen imitierenden Spielweisen und den meisterhaft gesetzten Chören erscheinen dem Zuhörer die gesungenen Texte wahrhaftig als Bilder.

Als die Israeliten auf ihrer Flucht vor den Ägyptern ans Rote Meer gelangen, können sie durch die wundersame Teilung des Wassers entkommen. Dagegen ertränkt die plötzlich wiederkehrende Flut alle nachrückenden Soldaten. Der erste Teil schließt damit, dass das gerettete Volk den Herrn und seinen Diener Moses erkennt. Im zweiten Teil, dem Gesang des Mose, blicken die Israeliten auf die Strapazen zurück und danken ihrem Gott für die glückliche Rettung. Die sechs Solopartien werden von Mitgliedern des Eranos-Ensembles für Alte Musik interpretiert: Das sind Marina Szudra und Katharina Sieg, (Sopran)

Kerry Jago (Altus), Johannes Penner (Tenor), Hans Hermann Jansen (Bariton) und

Daniel Eggert (Bass). Svetlana Hoffmann wird Continuo spielen,

Sabrina Gründling die Orgel. Den Orchesterpart interpretieren Mitglieder der Bielefelder Philharmoniker, die Leitung hat Kantor Wolfgang Bahn.

Karten sind erhältlich im Gemeindebüro und in der Buchhandlung Regenwurm.

 

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