Valeriya Shishkova und „Di Vanderer“ überzeugten in St. Stephan

Musizierte Leidenschaft: Valeriya Shishkova und „Di Vanderer“ zogen die Zuhörer in St. Stephan in ihren Bann.SCS/Vlotho. Musik ist die Seele eines Volkes, die auf ihre ganz eigene Weise Gefühle zwischen Melancholie und Lebenslust ausdrückt. Auch jiddische Lieder sind ein Spiegel der Jahrhunderte, in dem sich Erlebnisse der eigenen Geschichte mit Erfahrungen anderer Kulturen vereinen. Valeriya Shishkova trägt diese Lieder im Herzen, und gemeinsam mit „Di Vanderer“ Sergey Trembitskiy und Gennadiy Nepomnjaschiy begeisterte sie die zahlreichen Zuhörer in der St. Stephanskirche.

Mit großer Kenntnis und viel Charme führte die in Dresden lebende Russin das Publikum in die jiddische Kultur ein. „Klezmer ist aus religiöser Tradition entstandene osteuropäische Hochzeitsmusik, die viele andere Musikstile beeinflusst hat“, so Valeriya Shishkova. Gemeinsam mit Sergey Trembitskiy an Klavier und Flöte sowie Gennadiy Nepomnjaschiy auf der Klarinette begeisterte das Trio mit großer Ausdrucksstärke, musikalischer Perfektion und gefühlvoller Leidenschaft.

Mit wandlungsfähiger Stimme ließ die Sängerin die Zuhörer glückliche und traurige Momente jiddischen Alltags miterleben. Neben traditionellen Liedern und Klezmer ließen sie auch zeitgenössische und eigene Kompositionen erklingen. Mal ruhig und verhalten, dann wieder voller Fröhlichkeit und Temperament, zogen die drei Künstler das Publikum mit ausdrucksstarkem Vortrag in ihren Bann.