Kabarett und Kanzelrede zur Reformation in St. Stephan

Lennardt Lennardt zu Gast in St. Stephan.MW/Vlotho. Bereits im September stand das erste Kulturwochenende zum Reformationsjubiläum in der ev.-luth. St. Stephan Kirche an. Musik und Kunst standen im Mittelpunkt. Jetzt veranstaltet die Gemeinde im Oktober ein Wochenende voller Kultur im Zeichen des Worts. Am Samstagabend, den 14.10., tritt das Kabarett-Duo Lennardt + Lennardt mit ihrem Programm „Tinte, Thesen, Testamente“ in der Kirche auf. Am Sonntag, den 15.10., um 11 Uhr hält der bekannte Schriftsteller Heinrich Peukmann eine Kanzelrede im Gottesdiest.

Die Komiker Lennardt + Lennardt aus Witten kommen nach Vlotho und bringen eine frische, humorvolle Auseinandersetzung mit den vielfältigen Grundgedanken und Schlagworte der Reformation mit. Mit ihrer Komödie „Tinten, Thesen, Testamente“ blicken sie nicht nur auf das, was war, sondern auch das, was noch aktueller als je ist. Sie übersetzen die Grundsteine der Reformation in den Alltag einer Gesellschaft im Jahre 2017, ziehen Parallelen und ertragen Dissonanzen. In ihrer unverwechselbaren Art untersuchen sie gesellschaftliche Kontexte, die auch heute ein paar neue Thesen brauchen. Dabei werden Rollen und Formen, Zeiten und Gedanken nach Lust und Laune gewechselt. Fromme Rationalität, die Sehnsucht nach Freiheit, das Getrieben-Sein von Angst treffen die Menschen 500 Jahre nach der Reformation anders, sind jedoch immer noch Themen in der modernen Gesellschaft. Lennardt + Lennardt zeigen mit viel Humor, dass es gerade im Selbstoptimierungszeitalter eine neue Rechtfertigungslehre braucht.

 

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Kabarettist Harald Mewes hält Kanzelrede in St. Stephan

Humor im Glauben: Harald Mewes sprach als Kanzelredner im Gottesdienst in St. Stephan.scs/Vlotho. Über Humor im Glauben und die Reformation aus Sicht der Ostwestfalen sprach Harald Mewes im Gottesdienst in St. Stephan. Von der Kanzel aus zeichnete er ein fröhliches Gottesbild und zog einen humorvollen Vergleich zwischen Kirche und Ehe. „Meine Frau ist Pfarrerin, und ich wollte schon lange auch mal eine Predigt halten“, verriet er. Da kam die Anfrage des Vlothoer Pfarrers Jörg Uwe Pehle, ob er in St. Sephan eine Kanzelrede halten möge, gerade recht.

„Neuerungen sind ja für Ostwestfalen nicht ganz einfach. Da heißt es erst mal, wollen wir nicht, brauchen wir nicht. Das galt so ähnlich auch für die Reformation“, sagte er. Vieles wurde damals in Frage gestellt. „Wenn es die Hölle nicht gibt, gibt es den Himmel auch nicht? Haben wir den Himmel auf Erden? Oder machen manche Zeitgenossen uns das Leben eher zur Hölle?“ überlegte er. Der Kabarettist ist sich sicher, dass Humor hilft, Dinge zu reflektieren und auch in Frage zu stellen. „Fundamentalisten haben keinen Humor. Aber Gott muss Humor gehabt haben, er hat Meerschweinchen erfunden“, sagte augenzwinkernd hinzu. Harald Mewes erinnerte daran, dass auch mit dem Osterlachen der Humor im Glauben eine lange Tradition hat.

 

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„Musique du soir“ für Saxophon und Orgel begeisterte die Zuhörer

v.l. Kantorin Liga Auguste und die Saxophonistin Santa Bukovska.scs/Vlotho. Festliche Klänge erwarteten die Besucher der „Musique du soir“ in der Vlothoer Kirche St. Stephan. Liga Auguste, Organistin und Kirchenmusikerin der Gemeinde, und Saxophonistin Santa Bukovska hatten ein vielfältiges Programm vorbereitet.

Der Schwerpunkt des Programms lag auf zeitgenössischer Musik. Doch auch klassische Werke, wie zwei Sätze aus der „Sonate g-moll“ von Carl Philipp Emanuel Bach und der „Siciliénne op. 78“ von Gabriel Fauré brachten die beiden Musikerinnen, die sich in ihrer Studienzeit kennengelernt haben, zu Gehör. „Wir haben Stücke ausgewählt“, die uns beiden am Herzen liegen“, sagte Liga Auguste. Santa Bukovska unterrichtet derzeit an der Musikfachoberschule in Liepaja in Lettland.

 

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Zeit für Luther- Musik und –Gedanken

Kantorin Liga Auguste und Gemeindepfarrer Jörg-Uwe Pehle gestalteten diese besonderen Veranstaltung zur Marktzeit.MW/Vlotho. Der Markt rund um die St. Stephanskirche in Vlotho bot nicht nur Essen für das leibliche Wohl, sondern auch Stärkung für die Seele. Fast 50 Besucher lauschten gespannt den Luther-Lesungen von Pfarrer Jörg Uwe Pehle und der Orgelmusik von Kreiskantorin Liga Auguste.

Die Veranstaltung „Musik und Wort zur Marktzeit“ am Samstagvormittag bildete gleichzeitig den Auftakt zum „Kulturwochenende“ in der Gemeinde mit der Otmar-Alt-Ausstellung und dem Abendkonzert am Sonntag. Alle Veranstaltungen im September und Oktober stehen im Zeichen des diesjährigen Reformationsjubiläums. Pehle las aus den verschiedensten Schriften von Luther und lies damit den Reformator selbst zu Wort kommen.

 

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Werke zur Bibel und Reformation bevölkern St. Stephan

Pfarrer Jörg Uwe Pehle zeigt nur eins der vielen Gemälden aus der umfangreichen Otmar Alt Ausstellung. Die mittelalterliche St. Stephanskirche bietet einen spannenden Kontrast zu den zeitgenössischen Werken des bekannten Künstlers.MW/Vlotho. Es wird gebohrt, um kleine Spotlichter zu installieren und viele Werke des Künstlers Otmar Alt liebevoll in der St- Stephanskirche aufzuhängen. Am Anfang der Woche trafen insgesamt 50 groß- und kleinformatige Gemälden, bzw. Zeichnung ein. Am Sonntag den 03. September wird die Ausstellung „Martin Luther und 500 Jahre Reformation. Bilder zur Bibel“ mit einem Gottesdienst um 11 Uhr in St. Stephan eröffnet. Otmar Alt ist zur Gast bei der Vernissage.

Zu sehen ist Alts schöpferische Auseinandersetzung mit bekannten Textstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament. Ein weiteres Bilderzyklus beschäftigt sich mit der Reformation. Die Bilder sind bewegt, fantasievoll mit abstrakten Zügen, flächig. Sie gewinnen eine expressive Tiefe durch Alts meisterhaften Einsatz von mal leuchtenden, mal dunklen, düsteren Farben. Das Paradies porträtiert Alt als einen Turm aus organischen Formen, rankenden Blättern und Menschengesichtern, die hervortreten. In einem weiteren Gemälde ragt ein bedrohlich wirkendes schwarzes Kreuz aus der Mitte des Bildes. Vor allem regt die offene, dynamische und detailreiche Bildsprache den Betrachter an, die vertrauten und vermeintlich bekannten Geschichten mit neuen Augen zu sehen und eine eigene Deutung zu entwickeln.

 

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