Wetterhahn und Windrose nach Sturmschaden wieder an Ort und Stelle

Reisefertig: Holger Menke (v.l.), Dörte Holzmeier, Pfarrerin Katharina Kenter-Töns, Armin Backer, Manfred Stockmann, Ralph Düspohl und Edgar Bohnensteffen mit der frisch renovierten Hausberger Kirchturmspitze.scs/Porta Westfalica. Er „kräht“ wieder in luftiger Höhe und zeigt die Windrichtung an. Auf den Tag genau zwei Jahre nach dem kräftigen Sturm „Niklas“, der am 31. März 2015 den Wetterhahn und seine Windrose von der Spitze des Kirchturmes gefegt hatte, wurde er wieder an seinem angestammten Platz befestigt.

Kirchmeister Ralph Düspohl hat den Sturm am damaligen Ostertag noch in lebhafter Erinnerung: „Der Hahn war demoliert, die Windrose zerbrochen. Bis auf den Westen der Rose haben wir alle Teile wiedergefunden.“ Die rund 3,50 Meter hohe und fast 200 Kilogramm schwere Kirchturmspitze bekam durch die Fachleute der Firma HM-Dachtechnik aus Bad Salzuflen, die sich auf Arbeiten an historischen Gebäuden spezialisiert hat, wieder neuen Glanz. „Wir haben die Einzelteile wieder zusammengeschweißt und lackiert. Soweit möglich, haben wir die Originalteile erhalten und mussten nur weniges ersetzen. Die Kupferkugel ist neu“, sagte Spenglerin Dörte Holzmeier und erläuterte, „Spengler sind für Metallarbeiten an Dächern und Fassaden zuständig. Andere regionale Bezeichnungen für unseren Beruf sind Flaschner, Blechner oder Klempner. Letzterer wird hier oft mit dem Installateur verwechselt.“ Per Autokran trat der alte Hahn seine luftige Reise an, gespannt beobachtet von zahlreichen Gemeindemitgliedern, die sich auf der anderen Straßenseite aufgereiht hatten.

Die Kirchturmspitze hat ihren Hahn zurück.„Die Vorbereitungen waren nicht ganz einfach“, so Dörte Holzmeier. „Normalerweise arbeiten wir mit zwei Kränen. Mit einem werden die Materialien transportiert, mit dem anderen unsere Handwerker. Hier müssen wir aufgrund des Platzmangels mit einem Kran auskommen, daher wird die Turmspitze am Korb der Handwerker befestigt.“ Nach rund zwei Stunden intensiver Arbeit war der Hahn wieder an seinem Platz und die rund 50 Besucher stärkten sich im „Café Wetterhahn“ im Gemeindehaus, vorbereitet von den Mitgliedern des Frauenkreises. „Schön, dass die Kirche jetzt wieder komplett ist“, sagte Ralph Düspohl.

 

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