Fahrradtour der Initiative „Christen in Porta“ verbindet Kirchen

Zwischenstopp: Vor der neu gebauten neuapostolischen Kirche im Papensgrund versammelten sich die Teilnehmer der kirchenverbindenen (Rad-)Tour zum Gruppenbild.SCS/Porta Westfalica. „Wetterfest sind viele Christen in Porta“, sagte Torsten Willimczik, Pfarrer in Möllbergen, erfreut. Bei der Tour von Kirche zu Kirche war trotz Regenschauern ein Drittel der Teilnehmer mit dem Fahrrad unterwegs. Insgesamt nahmen über 60 Personen aus verschiedenen Gemeinden teil.

Startpunkt war die evangelische Kirche in Möllbergen. Dort gab es Kaffee und ein zweites Frühstück für die Eintreffenden. „Einige Radler sind schon feucht angekommen“, hatte Torsten Willimczik beobachtet. Nach einem geistlichen Impuls mit Wallfahrtspsalmen und einem Überblick über die Geschichte der Möllberger Kirche wurden die Drahtesel wieder gesattelt. Wer nicht mit dem Rad fahren konnte oder mochte, stieg ins Auto.

Modern: Die neuapostolische Kirche im Papensgrund war eine Station der kirchenverbindenden Tour durch Porta Westfalica.Die Strecke führte zur vier Kilometer entfernten neuapostolischen Kirche am Papensgrund. Dort besichtigten die Besucher den neuen Kirchenbau, in dem sich drei kleine Gemeinden zu einer größeren zusammengeschlossen haben. Der Chor der Gemeinde begrüßte die Besucher mit einem Lied. Anschließend informierte Architekt Friedhelm Brinkmann über den Bau der modernen Kirche. „Löchern Sie uns gern mit Fragen“, forderte Gemeindevorsteher Michael Bartke die Gäste auf. Auch für das leibliche Wohl der Tourenden war bestens gesorgt. „Die Tour ist gelebte Ökumene. Man sieht meist nur die eigene Gemeinde und weiß gar nicht, was woanders passiert“, sagte Kurt Jodrzejek aus der katholischen Gemeinde St. Walburga. Er hatte sich für die Tour auf sein Rad geschwungen. „Schön, die neue Kirche hier mal kennen zu lernen. Sonst fährt man nur vorbei“, sagte er. Weiter ging die Fahrt nach dem Zwischenhalt zur katholischen Kirche St. Walburga in Hausberge. Dort klang die Rundfahrt mit gemeinsamem Singen und Kaffeetrinken aus.

Die Idee zur kirchenverbindenden Fahrradtour hatte die Initiative „Christen in Porta“, in dem sich Vertreter der evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden vernetzt haben. Nachdem Ulrich Geschwinder, Gemeindereferent in St. Walburga, im Jahr 2018 zu einer gemeinsamen Aktion einladen wollte und ihm auffiel, dass er nicht einmal alle Adressen der anderen Gemeinden zur Hand hatte, hatten sich Vertreter aller Gemeinden in Porta Westfalica zusammengesetzt und das Netzwerk gegründet. „Die Christen in Porta wissen zu wenig voneinander. Das wollen wir ändern, indem wir Ökumene leben und schauen, wo wir als Christen in Porta gemeinsam gefragt sind“, sagte Katharina Kenter-Töns, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Hausberge-Lohfeld. Die Fahrradtour bildete den Auftakt für weitere gemeinsame Aktionen. „Wir freuen uns, dass so viele Interessierte gekommen sind“, sagte Torsten Willimczik.