Feierlicher Einführungsgottesdienst für Pfarrer Rainer Schulz
Superintendent v.r. Andreas Huneke segnet Pfarrer Rainer Schulz in sein neues Amt ein. Ulrich Prasuhn, Vorsitzender des Presbyteriums überreichte ihm symbolisch die Schlüssel für die Kirche.AB/Porta Westfalica. Die evangelische Kirchengemeinde Eisbergen hat einen neuen Pfarrer. Am Sonntag wurde Pfarrer Rainer Schulz vom Superintendenten Andreas Huneke in sein neues Amt eingeführt. Bisher war der Theologe in Plettenberg tätig, jetzt wechselte er mit einer vollen Stelle in den Kirchenkreis Vlotho.

Dass Eisbergen gar nicht eisig ist, wie der Ortsname es intendiert, zeigte die Gemeinde am Sonntag. Wohlwollendes Entgegenkommen und freudige Erwartungen strahlten Pfarrer Schulz entgegen, als er mit einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Empfang in die Gemeinde aufgenommen wurde. Musikalisch vom Posaunenchor unter der Leitung von Jörg Claus und Helmut Diekmann an der Orgel gestaltet, führten Superintendent Andreas Huneke, Pfarrer Bernhard Silaschi, Pfarrer Uwe Rosner, sowie Pastoren aus den Nachbargemeinden zusammen mit Mitgliedern des Presbyteriums die Einsegnung durch. „Wir Christen sind der Tempel Gottes sagt Paulus. Gott schenke Ihnen den heiligen Geist, dass Sie Vorbild und ein Tempel Gottes für die Menschen in Eisbergen werden", so Superintendent Andreas Huneke.

Und als neuer Pfarrer durfte Schulz auch gleich seine erste Predigt halten, in der er deutlich machte, dass es seine Aufgabe sei, Gottes Wort weiterzugeben. „Ich möchte die Heilige Schrift zum Reden bringen, auch wenn sie uns etwas abverlangt. Die Bibel sagt uns nicht nur, was wir schon wissen, sondern was niemand uns sagt oder wagt zu sagen. Gottes Wort ist nicht immer bequem", so Pfarrer Schulz. Für ihn gelte es nun, das entgegengebrachte Vertrauen der Gemeinde zu gewinnen und ein verlässlicher Partner zu werden.

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde Pfarrer Rainer Schulz in seine neue Gemeinde Eisbergen eingeführt. V.l. Pfr. Antje Eltzner-Silaschi, Pfarrer Bernhard Silaschi, Pfarrer Michael Große, Superintendent Andreas Huneke, Pfarrer Rainer Schulz, Pfarrer Uwe Rosner, Hans-Dieter Bonorden, Gisela Schmidt, Helmut Hirschel, Ulrich Prasuhn, Jörg Claus, Reinhard Vauth und Jens Quade.
Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus überreichte der Vorsitzende des Presbyteriums, Ulrich Prasuhn, dem neuen Pfarrer die Schlüssel für die Kirche. „Wir freuen uns, dass Sie da sind. Auch wenn wir die Zeit ohne Pfarrer gut überstanden haben, sind wir froh, die Pfarrstelle nun wieder im vollen Umfang besetzen zu können", meinte er erleichtert. Zustimmung erhielt er vom Superintendent Andreas Huneke, der Pfarrer Schulz die offizielle Urkunde zur Amtseinführung überreichte: „Obwohl die Gemeinde nur noch 2300 Mitglieder hat, haben wir uns nach dem Tod von Pfarrer Engelking entschieden, diese fünfte Pfarrstelle in Porta Süd wieder im vollem Umfang zu besetzen."

Das waren aber nicht die einzigen Geschenke, die Pfarrer Schulz am Sonntag entgegennehmen durfte. Auch Bürgermeister Stefan Böhme hatte ein Präsent dabei und begrüßte im Namen des Stadtrats den neuen Geistlichen mit einem Bildband die Region. „Hier wird Ökumene gelebt, wir sind offen für Kirche und die kirchliche Botschaft und freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit Ihnen", so Böhme. Dass die Ökumene in Eisbergen gelebt wird, wurde auch deutlich durch die Anwesendheit einiger katholischer Geistlicher aus dem Benediktiner Kloster Eisbergen. Herzliche Gratulationen und eine automatische Aufnahme in die örtliche Dorfgemeinschaft schlossen sich an. Im Anschluss nutzten  zahlreiche Gäste und Gemeindemitglieder die Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen die ersten Kontakte zum neuen Pfarrehepaar zu knüpfen.