Kirchengemeinde heißt Altersheim „Willkommen“

Ina Rohleder (Ev. Kirchenkreis Vlotho) (stehend, von links), Frau Büsching (Leiterin „Haus Anima“), Pfarrer Joachim Schierbaum (Ev. Gemeinde Holzhausen) und Ingrid Wilmsmeier (Gemeindereferentin Holzhausen) veranstalteten den Abend. Die viele Ideen und Fragen der anderen engagierten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter bereicherten den Austausch sehr.MW/Porta Westfalica. In Porta Westfalica-Holzhausen ist einiges im Umbruch. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 soll die Altersresidenz „Haus Anima“ fertiggestellt werden. Träger der Einrichtung ist die „WH Care Holding GmbH“ mit Hauptsitz in Garbsen.

Das bereits entstehende Gebäudeskelett lässt die Größe und Bauart des Zentrums schon erahnen. Nach Auskunft der designierten Leiterin, Frau Büsching, wird „Haus Anima“ 80 Einzelzimmer und ein öffentliches Café beherbergen. Geplant sind „gemischte Pflegegruppen“, in denen, z.B. demente und nicht demente Bewohner Tür an Tür leben. Es wird die erste Altersresidenz direkt in Holzhausen sein.

„Haus Anima“ wird in unmittelbare Nähe der evangelischen Kirchengemeinde von Holzhausen stehen. Schon jetzt stellt sich die Frage, wie und in welchem Umfang eine nachbarschaftliche Zusammenarbeit von beiden Seiten gestaltet wird. In diesem Sinne nahm die Kirchengemeinde die Themenwoche „Wie geht alt? Auf jeden Fall zusammen!“ des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho als Anlass, einen Abend unter dem Motto „Wir gehören dazu!“ zu gestalten. Aktive Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus der Gemeinde und Fr. Büsching kamen zusammen, um erste Ideen für eine positive Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem „Haus Anima“ zu sammeln.

Pfarrer Joachim Schierbaum, Gemeindereferentin Ingrid Wilmsmeier und Vertreter der vielen Gemeindenkreise überlegten zusammen mit Frau Büsching, wo die Berührungspunkte sein könnten und sein müssten. Gemeinsame Gottesdienste – auch im „Haus Anima“ oder die Übertragung vom Gottesdienst ins Heim schien ein Kernanliegen von beiden Seiten zu sein. Konfirmanden können durch Abholung und Rollstuhlschiebedienst eingebunden werden, um sicherzustellen, dass Bewohner am Gemeindeleben und an den Gottesdiensten in der Kirche teilhaben können. Ein Vorlesekreis, Feste, Erzählcafés, Chorkonzerte, gemeinsames Singen und ein Besuchsdienst waren nur einige der vielen weiteren Ideen. Pfarrer Schierbaum regte an, dass ein Ort der Stille für seelsorgerische Gespräche im Haus zur Verfügung gestellt wird, da die Bewohner und Mitarbeitenden manchmal eine schwere Last tragen müssen. Jetzt gilt es, die Ideen in die bestehenden Gemeindenkreisehineinzutragen, Interessierte für eine Mitarbeit zu gewinnen und zu überprüfen, welche von diesen konkret verwirklicht werden können.

Fr.Büsching betonte, dass sie mit der Gemeinde, dem Kindergarten und der Grundschule gerne zusammenarbeiten möchte und zeigte sich von der Offenheit der Kirchengemeinde begeistert. Pfarrer Schierbaum fasste den Leitgedanken des Abends zusammen: „Es wäre schlimm, wenn wir uns als getrennte Gruppen sehen würden. Wir gehören alle zusammen.“

 

Siehe auch: