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Die Simeonkirche in Löhne GohfeldEvangelische Kirchengemeinde GohfeldDie Evangelische Kirchengemeinde Gohfeld liegt im Süden der Stadt Löhne. Drei Seelsorgebezirke bilden die flächenmäßig große Gemeinde, die sich von der Werre bis zur Ortsgrenze Herford, von der Ortsgrenze Bad Oeynhausen bis zum Bahnhof Löhne erstreckt. Mehr als 9000 Menschen gehören zur Gemeinde. Die Frömmigkeit der Erweckungsbewegung und des CVJM sind bis heute prägend. Ein buntes Gottesdienstangebot in den unterschiedlichen Kirchen, mehrere singende und blasende Chöre prägendas Gemeindeleben. Vier Kindergärten, Friedhöfe in Trägerschaft der Gemeinde, Gruppen und Kreise für Menschen in allen Altersstufen zeugen von einer bunten Vielfalt des gemeindlichen Lebens und des christlichen Glaubens.

Kirchen in der Gemeinde
Im Ortskern von Gohfeld befindet sich die Simeonkirche. In der heutigen äußeren Gestalt ist sie ein spätbarocker Bau von 1735, der einen zu klein gewordenen frühbarocken Bau von 1611 ersetzen sollte. Von weiteren Vorgängerbauten zeugt der 1613 im Anschluss an den Kirchbau von 1611 renovierte ältere Turm, der noch heute das Erscheinungsbild prägt. Das Innere der Kirche hat bei Renovierungen sehr unterschiedliche Gesichter erhalten und erstrahlt heute in freundlichen Farben.

Die Matthäuskirche in MahnenUnweit des Löhner Bahnhofs steht die Matthäuskirche. Vom Kirchbau aus dem Jahr 1895 ist nur der wiederaufgebaute Turm zu sehen. Die Kirche wurde bei einem Bombenangriff im März 1945 zerstört. Die jetzige Kirche ist als typisches Bauwerk der 1960er Jahre gestaltet (Einweihung 1965), Vorplatz und Turm erinnern an die Vorgängerkirche. Besonders eindrucksvoll ist das Eingangsportal. Das Künstlerehepaar Resl Schröder-Lechner und Heinrich Schröder haben Werke der Barmherzigkeit aus Matthäus 25 als Relief dargestellt. Unterschiedliche Werke der Gohfelder Künstler sind in allen Kirchräumen zu finden.

Im Südosten der Gemeinde befindet sich die Lukaskirche im Ortsteil Wittel. Der achteckige Kirchbau aus dem Jahr 1973 zeichnet sich durch seine schlichte Gestaltung aus. Das Gemeindezentrum Haupensiek entstand Anfang der 1970er Jahre. Heute dient es vor allem der Kinder- und Jugendarbeit und der Konfirmandenarbeit.
Die 1967 eingeweihte Johanneskirche wurde 2013 entwidmet und dient heute nicht mehr als Kirchraum. In den Räumlichkeiten werden gegenwärtig Bedürftige und Flüchtlinge mit einer Kleiderkammer versorgt.

Die Lukaskirche auf dem WittelEin Blick in die ältere Geschichte
Als Bischof Milo von Minden seinem König Otto im Sommer 993 die drei Ortschaften Hummelbeck, Jöllenbeck (Iolenbeke) und Börninghausen zum Geschenk machte, hegte er die Hoffnung, dadurch die Zustimmung des Herrschers für den Bau eines Klosters auf dem Wittekindsberg zu erlangen. Gleichermaßen gilt diese Schenkung jedoch auch als offizielle Geburtsstunde der Stadt Löhne, da die hier erstmals urkundlich erwähnte Ortschaft Jöllenbeck der namentliche Vorläufer des Löhner Ortsteils Gohfeld ist. Im Jahr 1035 weihte Bischof Sigibert von Minden eine kleine Kirche. Seit dem 14. Jahrhundert ist ein selbständiges Kirchspiel Jöllenbeck urkundlich nachweisbar, seit dem 17. Jahrhundert trug es dann den Namen Gohfeld.
Das damalige Kirchspiel umfasste ein großes Gebiet. Die jüngere Geschichte ist darum auch geprägt von Selbständigkeitsbestrebungen. 1697 wurde die heutige Kirchengemeinde Löhne (-Ort) abgepfarrt. 1895 erhielt die Kirchengemeinde Mahnen ihre Selbständigkeit. Anfang des 20. Jahrhundert wurde „der Wittel“ 2. Pfarrbezirk und 1964 selbständige Kirchengemeinde. 1953 wurde mit „Melbergen“ ein 3. Pfarrbezirk geschaffen, der später 2. Bezirk wurde. Seit 1971 gibt es den 3. Pfarrbezirk Haupensiek. In allen Gemeinden und Pfarrbezirken entstanden Kirchräume und Gemeindehäuser.
Die jüngste Geschichte verzeichnet eine andere Richtung. Schon gab es Brückenschläge der Gemeinde und Bezirke. Am 02.12.2012 sind die Kirchengemeinden Gohfeld, Mahnen und Wittel wieder zu einer Gemeinde zusammengewachsen, die den Namen aus der Geschichte trägt: Evangelische Kirchengemeinde Gohfeld.

Personen der Geschichte
Zwei Namen sollen die jüngere Geschichte noch einmal ansprechen:
Von 1751 bis 1771 war Friedrich August Weihe Pfarrer in Gohfeld. Als Erweckungsprediger prägte er die Frömmigkeit der Gemeinde. Eduard Kuhlo war von 1851 bis 1891 Pfarrer in Gohfeld. Aus der Frömmigkeit der Erweckungsbewegung entstand in seiner Zeit das Eduard-Kuhlo-Heim. Jünglings- und Jungfrauenvereine, singende Chöre und vor allem Bläserchöre und die Bewegung des CVJM wuchsen in unterschiedlichen Bezirken der Gemeinde. Kuhlos Sohn Johannes verhalf den Posaunenchören und der Bläsermusik als „Posaunengeneral“ zu einer besonderen Blütezeit.

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