Vortrag über Plastikvermeidung beim Frauenfrühstück im Wichernhaus

Umweltbewusst: Marianne Hörentrup (v.l.), Kerstin Eilers, Gerda Wilmsmeier, Gudrun Ehlebracht, Monika Brünger, Referent Nicolai Meyer, Ulrike Weißflog, Erika Kölling und Helga Tiemann beim Frauenfrühstück der Wicherngemeinde zum Thema Kunststoffe.scs/Bad Oeynhausen. "Umweltschutz im Alltag ist uns wichtig. Nicht nur beim Zubereiten unseres Frühstücks versuchen wir, Müll zu vermeiden", sagte Helga Tiemann vom Vorbereitungsteam des beliebten Frauenfrühstücks der Wicherngemeinde. So hatten die Damen Nicolai Meyer eingeladen, über Kunststoffe und Alternativen zu referieren.

Der Projektleiter im Lübbecker NABU Besucherzentrum Moorhus informierte nach einem reichhaltigen Frühstück über Vor- und Nachteile des weit verbreiteten Materials. "Plastik ist Segen und Fluch zugleich", so der Umweltfachmann für Nachhaltigkeitsthemen. "Kunststoffe sind leicht, preiswert und haltbar. Durch verschiedene Zusatzstoffe sind sie vielseitig einsetzbar und daher weit verbreitet." Jedes Jahr werden 250 Millionen Tonnen Plastik, wie Kunststoffe umgangssprachlich genannt werden, neu produziert. "Mit dem bis heute produzierten Material könnte man sechsmal die Erde mit Plastikfolie umwickeln", so Nicolai Meyer.

Doch die Ressource Erdöl ist nicht unendlich verfügbar, und durch Zusätze wie Weichmacher ist Kunststoff besonders schlecht abbaubar. "Müllberge und Mikroplastik sind Belastungen für die Umwelt. Leider sind Biokunststoffe aus nachwachsenden Ressourcen wie Stärke noch keine gute Alternative. Sie brauchen Anbauflächen und bekommen nur durch Zusatzstoffe Stabilität. Außerdem können sie weder über die gelbe Tonne noch den Biomüll entsorgt werden“, sagte Nicolai Meyer.

Während noch geforscht wird, wie Erdöl ersetzt werden könnte, kann man im täglichen Leben allerlei tun, um Plastik zu vermeiden. „Unverpackte Lebensmittel kaufen, und zum Transport Körbe und Baumwollbeutel nutzen. Und beim Kauf von Kleidung darauf achten, dass sie ohne Kuststofffasern hergestellt wurde, denn beim Waschen wird Microplastik erzeugt, das ins Grundwasser gelangt“, sagte der Umweltfachmann. Auch bei Kosmetika und Reinigungsmitteln gibt es bereits Alternativen. „Mit Essig und Natron kommt man beim Putzen schon weit“, so Nicolai Meyer.

 

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