Zukunftskonferenz zur neuen Gemeindekonzeption

Gemeinsam für die Zukunft: Dr. Rosemarie Siegert (v.l.), Gabriele Bednarek, Kerstin Eilers, Pfr. Hanns Meiners, Ulrike Weißflog, Christiane Kemper, Pfr. Hans Dieter Vormittag, Martin Bock, Pfr. Matthias Mengel und Dr. Franziska Fleinghaus vom Konzeptionsteam bei der Zukunftskonferenz der Wicherngemeinde.scs/Bad Oeynhausen. „Miteinander leben, füreinander da sein, aufeinander zu gehen, wir sind Wichern!“ heißt das neue Motto, mit dem die Evangelisch-Lutherische Wicherngemeinde in Zukunft ihre Gemeindearbeit gestalten möchte.

Über ein Jahr lang hatte ein Konzeptionsteam der Wicherngemeinde an einem Leitbild zur Neuorientierung der Gemeinde gearbeitet. Dabei wurden in mehreren Sitzungen verschiedene Aufgabenfelder und Ziele erarbeitet, außerdem mögliche Maßnahmen, um diese zu erreichen. „Da Gemeinde auch Gemeinschaft bedeutet, ist uns wichtig, dass diese Ideen nicht nur aus einer kleinen Gruppe kommen“, sagte Presbyter Martin Bock, einer der Mitwirkenden im Team. So entstand die Idee zur Zukunftskonferenz, zu der außer den Gemeindemitgliedern auch Nachbarn und alle anderen Interessierten eingeladen waren.

Moderiert wurde die Konferenz von Hanns Meiners und Hans Dieter Vormittag von der Gemeindeberatung der Westfälischen Landeskirche. Sie hatten das Konzeptionsteam bereits in den Sitzungen professionell unterstützt. „Ein Prozess der Neuorientierung ist immer wieder aufregend und spannend“, sagte Hans Dieter Vormittag vor Beginn der Veranstaltung. Etwa 50 Personen waren der Einladung ins Wichernhaus gefolgt. Zunächst wurden die bereits erarbeiteten Ziele vorgestellt. „Pflege der Gemeinschaft, Verkündigung und Bildung“, zählte Martin Bock auf. „Dabei darf die Freude nicht zu kurz kommen.“ In kleinen Gruppen diskutierten die Anwesenden anschließend über mögliche Ideen.

Die Gemeinde beruft sich auf ihren Namensgeber Johann Hinrich Wichern, der in der diakonischen Tradition stand und unter anderem in der Jugendarbeit gewirkt hat. „Heutzutage muss jede Gemeinde eigene Schwerpunkte setzen. Wir haben uns entschieden, generationsübergreifend Familien, Kinder und Jugendarbeit in den Fokus zu nehmen“, so Martin Bock. „Familien haben in der Gemeinde eine wichtige Funktion. Die mittlere Generation ist leistungsfähig und kann die Gemeindearbeit aufrecht erhalten. Auch engagierte Gemeindemitglieder können die christliche Identität und Kultur weitertragen. Gerade weil es in absehbarer Zukunft einen Pfarrermangel geben könnte“, sagte Matthias Mengel, Pfarrer der Wicherngemeinde.

Auch Ideen, um die christliche Botschaft zeitgemäß zu vermitteln, wurden angesprochen. „Mit zielgruppenorientierten Gottesdiensten, modernen Medien und niederschwelligen Angeboten, die zur ehrenamtlichen Mitarbeit einladen“, nannte Martin Bock einige Überlegungen. Auf den Prüfstand kamen auch bauliche und personelle Ressourcen. „Unser Standort ist sehr zentral gelegen und daher gut geeignet zur Vernetzung in Gesellschaft und Kommune. „Wir gehen auf die Menschen zu und sind offen für das, was um uns herum passiert“, sagte Matthias Mengel.

Als „wichtigen Impuls zum Aufbruch" sah Martin Bock die Bereitschaft zahlreicher Teilnehmer, sich in der Gemeinde zu engagieren. „Alle, die sich anschließen möchten, sind herzlich willkommen und können sich an das Gemeindebüro oder unseren Pfarrer wenden“, sagte der Presbyter.

 

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