„Happy Hour“ in der Wichernkirchengemeinde am Sonntag um 17:00 Uhr

Bei der „Happy Hour“ sind die Gottesdienstbesucher an der Reihe: In gemütlicher Atmosphäre können Kerzen aufgestellt und ein Cocktail geschlürft werden.Seit einem Jahr finden in der Wichernkirchengemeinde in der Oeynhauser Südstadt Gottesdienste der etwas anderen Art statt: Bei der „Happy Hour“ wird gebetet, gesungen, gelacht und geschauspielert. Die Idee: Ein moderner Gottesdienst für alle Generationen. Bei der ersten „Happy Hour“ im neuen Jahr am kommenden Sonntag soll die Jahreslosung im Mittelpunkt stehen.

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben“, so steht es im Markusevangelium. Ein verzweifelter Mensch bittet Jesus um Hilfe. Organisatorin und Presbyterin Ulrike Weißflog fragt sich: „Wie sollen wir das verstehen? Ist da ein Mensch, der ungläubig ist, also nicht glaubt? Wie kann so jemand Jesus um Hilfe bitten? Oder glaubt der Hilfesuchende doch, aber irgendwie nicht genug?“ Mit diesen Fragen und der „Gesamtsituation“, in der die Jahreslosung im Markusevangelium steht, sollen die Gottesdienstbesucher miteinander ins Gespräch kommen und sich selbst hinterfragen, wie es um den eigenen Glauben steht

 

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Vokal-Ensemble „Valerina“ beschenkt Zuhörer in der Heilig-Geist-Kirche mit Vielfalt östlicher Musik

Bringen die geistlichen Gesänge und Volkslieder aus ihrer Heimat nach Deutschland: Valeria Shishkova, Alena Schneider, Dmitry Arnst und Ivan Piltschen. Ihr Gesang war ein Streifzug durch russisch-orthodoxe Sakralgesänge vergangener Jahrhunderte, gepaart mit einem Mix aus fröhlichen Volksliedern. Als musikalische Botschafter östlicher Musiktradition wollten sich die vier Sänger des A-Capella-Ensembles „Valerina“ zugleich auch als „klingendes Sinnbild der Völkerverständigung“ verstanden wissen.

Valeriya Shishkova, die Gründerin des Ensembles, nannte es „Brüderlichkeit in der Musik“. Gemeint war die Vielfalt, mit der das Ensemble am Samstagabend vor rund 130 Zuhörern sein breites Liederspektrum ausfaltete: Gesänge aus Weißrussland, aus der Ukraine und aus Russland selbst. Denn die vier Solisten kommen aus den drei genannten Ländern, wobei alle Sänger inzwischen in Deutschland leben. Über gemeinsame Choraktivitäten in Dresden haben sich die Altistin Alena Schneider, der Tenor Dmitri Arnst und Bass-Sänger Ivan Piltschen kennengelernt und unter der Leitung der Sopranistin Valeriya Shishkova 2011 als Ensemble „Valerina“ formiert.

 

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Statt Orgel und Posaunenchor: Gesänge aus Russland und der Ukraine in der Wicherngemeinde

Bringen die geistlichen Gesänge und Volkslieder aus ihrer Heimat nach Deutschland: Valeria Shishkova, Alena Schneider, Dmitry Arnst und Ivan Piltschen.Wo sonst im Gottesdienst aus dem evangelischen Gesangbuch gesungen wird und der Posaunenchor spielt, treten am Samstag ab 19:00 Uhr vier Künstler aus Russland, Weißrussland und der Ukraine auf: In der Heilig-Geist-Kirche der Wicherngemeinde in Bad Oeynhausen. Schon als Kinder haben Valeria Shishkova, Alena Schneider, Dmitry Arnst und Ivan Piltschen in verschiedenen Ensembles gesungen und musiziert. Nun treten sie als Vocalgruppe „Valerina“ auf und bringen geistliche Gesänge und Volkslieder aus ihrer Heimat nach Deutschland.

Die vier haben sich in Deutschland kennengelernt und entwickeln seitdem gemeinsame Programme. Für Ihr Konzert schöpfen sie aus dem großen Fundus traditionell sakraler und profaner osteuropäischer Gesänge und Melodien. Pfarrer Matthias Mengel freut sich auf die etwas anderen Klänge in seiner Kirche: „Diese Musik besitzt die Klarheit einer weiten Landschaft und die Schönheit eines Sonnenuntergangs am Abend.“

 

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„Happy Hour“ lockt singende Besucher in die Wicherngemeinde

Stimmungsvoll beleuchtet: Die Heilig-Geist-Kirche der Wicherngemeinde in Bad Oeynhausen (Foto: Finn Heitland)FH/Bad Oeynhausen. Im Rahmen der offenen Häuser im Advent fand am Samstag, 7. Dezember ein offenes Singen in der Heilig-Geist-Kirche an der Wichernstraße statt. Das Singen während eines „Happy Hour“ Gottesdienstes vor dem zweiten Advent wurde zum zweiten Mal in der Wicherngemeinde angeboten. Nach der positiven Resonanz im Vorjahr und der Einführung modernerer Gottesdienstelemente seit Januar 2019 will man mehr Besucher in die Gottesdienste locken.

„Es ist eine sehr schöne Idee die im Rahmen der Aktion ‚offene Häuser im Advent‘ auch die Türen der Kirche zu öffnen. Es ist ein Abend für alle Generationen“, sagte Presbyterin Ulrike Weißflog. Eröffnet wurde das offene Singen durch zwei Stücke an der Geige gespielt von Katharina Bock.

 

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Simone Strahl erzählt aus dem Alltag einer Blinden

Engagiert: Simone Strahl (re.) berichtete von ihren Lebenserfahrungen als Blinde und zeigte ihr Notizgerät. Dr. Rosemarie Siegert, Leiterin der Frauenhilfe der Wicherngemeinde, hatte die Referentin eingeladen.SCS/Bad Oeynhausen. „Belastungen hat jeder in unterschiedlichem Maß“, sagte Simone Strahl. Die 48-jährige berichtete vor der Frauenhilfe der Wicherngemeinde zum Thema „Christliche Lebensbewältigung unter Belastung“ von ihren Erfahrungen als Blinde.

Simone Strahl kam als Frühgeburt zur Welt. „Die Ärzte sagten zu meiner Mutter, das Kind überlebt eh nicht“, erinnerte sie sich. „Doch ich habe überlebt. Da ich nach der Geburt im Brutkasten zu viel Sauerstoff bekam, bin ich blind.“ Ihren Eltern war wichtig, dass sie trotz ihrer Beeinträchtigung fröhlich und selbstständig durchs Leben gehen kann. „Ein echter Segen. Immer wieder taten sich Türen und Wege auf“, sagte sie. Ihre Kindheit hat Simone Strahl positiv in Erinnerung: „Bis zur Schulzeit war mir meine Blindheit gar nicht so bewusst.“ Um in Soest die Blindenschule zu besuchen, zog sie unter der Woche mit ihrer Mutter aus ihrer Heimatstadt Gladbeck an den Möhnesee. Anschließend konnte sie auf das dortige Gymnasium wechseln und die Familie zog komplett um. „Meine Pubertät war keine tolle Zeit. Blindsein ist schwierig, wenn es um Jungs und Klamotten geht, und man mit seiner Mutter einkaufen gehen muss, obwohl man keinen Bock auf Eltern hat“, erinnerte sie sich. Im Jugendkreis kam die junge Frau mit dem Glauben in Berührung und erlebte, dass „Glaube trägt“.

 

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