„Stolpersteine“ im Fokus des beliebten Frauenfrühstücks

Erinnerungen: Stadtarchivarin Stefanie Hillebrand berichtete über die Lebenswege jüdischer Familien in der Kurstadt.scs/Bad Oeynhausen. Aufmerksamen Fußgängern fallen auch in der Kurstadt vor einigen Häusern glänzende ins Pflaster eingelassene Steine auf. Diese „Stolpersteine“ sind in Messing gegossene Erinnerungen an Opfer des Nationalsozialismus, die in den jeweiligen Gebäuden lebten. Beim gut besuchten Frauenfrühstück im Wichernhaus berichtete Stadtarchivarin Stefanie Hillebrand den zahlreichen interessierten Zuhörerinnen von ihren Recherchen zu Lebensgeschichten und Schicksale jüdischer Mitbürger vor und während des zweiten Weltkriegs.

Als Ende des 19.Jahrhunderts der Badebetrieb startete, lebten auch liberale Juden im Stadtgebiet. Die sogenannten Reformjuden wahrten ihre Rituale, passten sich aber den Christen an, indem sie zum Beispiel Gottesdienste in deutscher Sprache hielten. Als Ärzte, Gaststättenbetreiber und Kaufleute passten sie beruflich gut in die Infrastruktur einer Badestadt“, sagte die Referentin. Einer von ihnen war der Badearzt Dr. Louis Lehmann, nach dem auch eine Straße benannt wurde.

 

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Vortrag mit Göttinger Theologen am 20. November in der Wicherngemeinde

Prof. Dr. Thilo Rudnig kommt nach Bad Oeynhausen.RS/Bad Oeynhausen. Die Sprache Kanaans, das Alt-Hebräische, ist die Sprache des größten Teils der Bibel, nämlich des Alten Testaments. Über die 'Tücken' des Alt-Hebräischen, das u.a. keine klare Trennung zwischen den uns geläufigen grammatischen Zeitstufen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft kennt, haben Generationen von Studierenden geseufzt.

Prof. Dr. Thilo Rudnig von der Georg-August-Universität in Göttingen, wird am Dienstag, 20. November, 19.30 Uhr im Wichernhaus, Wichernstr. 15, seine Zuhörer in seiner humorvollen Art mit einigen dieser sprachlichen Besonderheiten bekannt machen und Beispiele gelungener wie misslungener Übersetzungen geben. - Prof. Rudnig ist in Bad Oeynhausen aufgewachsen und hat bereits mehrfach zu unterschiedlichen Themen kenntnisreich-unterhaltsam vorgetragen. - Eintritt frei.

 

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Kinder im „Sausewind“ bestimmen mit, was auf den Tisch kommt

Essen im „Sausewind“ - ein Ort der Freude und des Genießens. Dabei helfen v.l. Erzieherin Daniela Schneider, Küchenfrau Olga Baumgartner und Kindergartenleiterin Birgit Laske.RL/Bad Oeynhausen. Im Kindergarten „Sausewind“ der Evangelischen Wicherngemeinde in der Niederbecksener Straße in Bad Oeynhausen hat sich eine ganze Menge verändert. Seit August ist diese Einrichtung um eine Gruppe verkleinert worden. Dadurch wurden für die nun verbliebenen 45 Kinder Räume frei, die für kreative Angebote umgestaltet werden konnten.

Die Einrichtung verfolgt ein offenes pädagogisches Konzept. „Offen heißt für uns, dass sich unsere Türen für mehr Freiräume der Kinder öffnen“, sagt Kindergartenleiterin Birgit Laske. „Wir haben unseren Gruppenräumen einzelne Funktionen zugewiesen und so größere Lernspielbereiche geschaffen“, ergänzt sie. Die Kinder sollten sich so frei und selbstständig wie möglich entwickeln können.

 

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Benefizkonzert für den Umbau des Wichernhauses

Musikalische Geschwister: Katharina und Michael Ihlefeld begeisterten bei ihrem Konzert im Wichernhaus.scs/Bad Oeynhausen. Mit ihrem abwechslungsreichen Programm begeisterten Altistin Katharina Ihlefeld und Pianist Michael Ihlefeld die Zuhörer beim Benefizkonzert im Wichernhaus.

Ausdrucksstark interpretierten die Geschwister Lieder für Gesang und Klavier von Richard Strauß und Kurt Weill. Michael Ihlefeld spielte „Sechs Kleine Klavierstücke Op. 19“ von Arnold Schönberg. Er begeisterte auch mit einer der bemerkenswertesten Kompositionen Claude Debussys, dem Klavierstück „Voiles“ (Segel), sowie „Sur un Vaisseau“ (Auf einem Boot) des von ihm verehrten, 1866 geborenen französischen Komponisten Erik Satie, der die Musik des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusste. Vor der Pause musizierte Michael Ihlefeld zeitgenössische Werke von Philip Glass und Ludovico Einaudi. „Zwei Minimalisten in der Musik“, kündigte er an. Die „Sonnenaufgänge“ von Ludovico Einaudi widmete er seiner verstorbenen Kollegin und Freundin Ina Göring-Hattendorf.

 

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Viele Aktionen beim Gemeindefest in der Wicherngemeinde

Erfrischend: Viel Spaß hatten die Besucher beim Gemeindefest an der Heilig-Geist-Kirche. scs/Bad Oeynhausen. Die „Vielfalt der Schöpfung“ mit allen Sinnen erleben konnten die zahlreichen Besucher des Gemeindefestes, das unter diesem Motto in der Wicherngemeinde rund um die Heilig-Geist-Kirche gefeiert wurde. Im Festgottesdienst wurden die neuen Katechumenen vorgestellt.

Die „Schukis“ genannten Kindergartenkinder, die zum kommenden Schuljahr in die Grundschule wechseln werden, führten mit ihren Erzieherinnen ein Anspiel über die Verwandlung der Raupe Nimmersatt zum Schmetterling auf. „Passend zum Wechsel vom Kindergarten in die Schule“, sagte Presbyterin Ulrike Weißflog. Nach dem Gottesdienst erfrischten sich vor allem die jungen Besucher mit Wasserspielen auf der Wiese an der Kirche. Unterstützt von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr hatten Gemeindemitglieder einiges für Spiel und Spaß vorbereitet. Mit dem kräftigen Strahl aus dem dicken Feuerwehrschlauch Flaschen umzukegeln, machte nicht nur den Mädchen und Jungen Freude.

 

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