Fulminantes Rehmissimo-Konzert zum Abschied von Ute Lindemann-Treude

Ganz in ihrem Element: Ute Lindemann-Treude beim Abschied von ihrem Chor Rehmissimo.RL/Bad Oeynhausen. Mit einem bewegenden Konzert nahm der bekannte Chor Rehmissimo am vergangen Samstag in der voll besetzten Laurentiuskirche in Rehme Abschied von seiner Leiterin Ute Lindemann-Treude. Das musikalische Programm bot einen breiten Überblick über die verschiedensten Werke der Gospelmusik, die der Chor in den Jahren mit ihr seit der Gründung 1999 gesungen hat.

„Let the earth resound“ als Eröffnungsstück hatte dem Programm des Abends auch den Titel gegeben. Im weiteren Verlauf bot Rehmissimo unter anderem Stücke aus der Gospelmesse von Helmut Jost, aus dem großen Pop-Oratorium „Die zehn Gebote“ von Michael Kunze und Dieter Falk, bei dem der Chor vor sechs Jahren in der Dortmunder Westfalenhalle live mitgewirkt hatte, sowie dem Chormusical „Amazing Grace“. Chormitglied Petra Henning moderierte den Abend und konnte mehrmals musikalische Überraschungsgäste präsentieren, die in verschiedener Weise mit Ute Lindemann-Treude persönlich verbunden sind.

Alana Brandt und Martin Schmidt präsentierten mit dem Klassiker „Lean on me“ ein Lied, das der scheidenden Leiterin persönlich viel bedeutet. Ihre Töchter Almut und Jördis boten zusammen mit dem Jazz-Musiker Pit Witt und dem Schauspieler, Sänger und Tänzer Siegmar Tonk einen einfühlsamen Sonderauftritt und ziemlich zum Schluss erinnerten dann noch die inzwischen erwachsenen ehemaligen Mitglieder des Kinder- und Jugendchors mit dem Lied „Moorhexe“ an die ganz kleinen Anfänge der musikalischen Aktivitäten damals. Mit dem Liedtitel sei aber nicht die Ute gemeint, bemerkten sie vorsichtshalber augenzwinkernd. Auch der vier inzwischen verstorbenen Mitglieder des Chores wurde mit Kerzen und einer Schweigeminute gedacht.

„Meine Seele ist mein Chor“, sagte Ute Lindemann-Treude bewegt in ihren Abschiedsworten am Ende des Konzerts und fasste den Schluss ihrer kurzen Rede in drei Sätze mit dem Wörtchen „Hätte“: „Hätte man mich damals nicht gefragt, einen Kinderchor in Rehme zu gründen, wäre alles Weitere nicht entstanden. Hätte der damalige Gemeindepfarrer, Andreas Huneke, mir nicht zugetraut, einen generationenübergreifenden Gospelchor zu gründen, gäbe es Rehmissimo nicht.“ Und schließlich: „Hätte ich die Angebote damals ausgeschlagen, wäre es heute nicht zu diesem schönen Abend für uns alle gekommen.“ Der dankbare Applaus des Publikums wollte danach kaum enden.

Ute Lindemann-Treude wird weiterhin in der Kantorei von Harald Sieger an der Auferstehungskirche mitsingen und auch sonst ihr Leben mit Musik füllen.

 

Siehe auch: