„Weltladen im Alten Pfarrhaus“ machte auf Problem aufmerksam

Ulrich Berendsen stellte im Eidinghausener „Weltladen“ Fairtrade-zertifizierte Grillkohle vor.RL/Bad Oeynhausen. Der Eidinghausener „Weltladen im Alten Pfarrhaus“ veranstaltete vor einigen Tagen wieder ein „Fairtrade-Frühstück“. Zwischen den Regalen mit fairen Produkten aus aller Welt genossen die Besucher an diesem Morgen ein schmackhaftes „Welt-Buffet“: von Tomate-Yoghurt-Aufstrich aus Kenia, Sesampaste aus der Ukraine und Lakandona-Honig aus Mexico bis hin zu fairtrade-Multivitaminsaft von einem örtlichen Nahversorger.

Ulrich C. Berendsen, Vorsitzender der Eine-Welt-Gruppe Bad Oeynhausen e.V., nutzte die Gelegenheit und das schöne Wetter, um auf das neueste faire Produkt im Laden hinzuweisen: Grillkohle von den Philippinen. „Gutes Wetter: Grillwetter – schnell zum Baumarkt oder zur Tankstelle gefahren, Grillkohle gekauft und los geht’s“, beschrieb Berendsen den Vorgang, den jeder kennt. Doch woher die Holzkohle komme, was die Herstellung für ökologische Schäden anrichte und dass es Alternativen gebe, darüber machten sich die wenigsten Gedanken, so Berendsen weiter. „Hier wird gegrillt – dort verschwindet der Wald.“ Der Großteil deutscher Grillkohle werde importiert. Dabei würden für die Herstellung oftmals Tropenhölzer verwendet. Nur noch wenig Grillkohle stamme aus Deutschland und aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) importiert derzeit Holzkohlebriketts aus Kokosnuss-Halbschalen zum Weiterverkauf in Kirchengemeinden und Aktionsgruppen. Das von den Philippinen stammende Brennmaterial wird von einer Fairtrade-zertifizierten Kleinbauernkooperative geliefert. Die Kokosnuss-Schalen sind Abfallprodukte und schonen so natürliche Ressourcen. Ab jetzt ist diese Grillkohle auch im Weltladen in Eidinghausen erhältlich.

 

 

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