Viel Bewegung beim gemeinsamen Chorkonzert in Eidinghausen

Zum Abschluss des Konzerts waren alle drei Chöre auf der „Bühne“ vereint. Zusammen sangen sie „Let us stand“.MW/Bad Oeynhausen. Schon kurz nach dem Einlass waren fast alle Plätze in der Evangelischen Kirche Eidinghausen belegt. Die ersten zusätzlichen Stühle wurden aufgestellt, um den mehr als 500 Besuchern einen Sitzplatz anbieten zu können. Alle waren gekommen, um einen Abend mit Musik von den drei Chören Lichtblick (Bergkirchen), Zwischentöne (Eidinghausen) und Mehrklang (Bad Oeynhausen) zu erleben. Mit einer gelungenen Mischung aus Gospel, Pop und traditionellen Kirchenliedern teilten die drei Chöre großzügig ihren Spaß am Singen mit dem Publikum. 

„Lichtblick“ eröffneten mit ihren 28 Stimmen das Konzert und begrüßten alle mit einer bewegten, fetzigen Version von Scott Joplins „Der Entertainer“. Nach einigen Liedern gaben sie dem Chor „Zwischentöne“ mit mehr als 30 Stimmen die Klinke in die Hand. Dieser bot eine Mischung aus dem etwas dynamischeren „We pray“ und dem ruhigeren, bedächtigen Segenslied „Sei behütet“ von Clemens Bittlinger. Der anschließende stille Moment wurde von sechs Mitgliedern des Chors „Lichtblick“ aufgegriffen und erweitert, als sie „Amatemi Ben Mio“ aus dem 16. Jahrhundert vortrugen.

Es war ein bewegter Chorabend. Wie die „Zwischentöne“ aus Eidinghausen zeigen, gehören Gesang und Choreografie zusammen.

„Lichtblick“ und „Zwischentöne“ traten unter der Leitung von Jana Liebsch an, die federführend bei der Organisation des gemeinsamen Chorabends war. Die musikalische Begleitung an Klavier, Saxofon, Percussion und Violine unterstütze die beiden Chöre. Nahtlos ging der bedächtigen Gesang in den „Mehrklang“-Chor unter die Leitung von Elisabeth Markus über. Die 15 Stimmen alleine füllten den ganzen Kirchenraum und berührten die Zuhörer mit „Love may be“ und dem nachdenklichen afro-amerkanischen Spiritual „If we ever“.

Nach der Pause ging das Konzert sehr bewegt weiter. Mit ihrer gesungen Geschichte von Noah punktete „Lichtblick“ besonders bei dem Publikum. Alle klappten, wippten und fieberten mit bei „Noah found grace in the eyes oft the Lord“. „Zwischentöne“ erwiderten mit dem Gospel „Ride on King Jesus“ und nahmen den ganzen Altarraum für ihre beeindruckende Choreografie in Anspruch. 

Für das Lied „Let us stand“ kamen alle Chöre zusammen. Alle nahmen sich an der Hand, um ihrer Verbundenheit in der Liebe zur Musik zu zeigen. Mit dem letzten Lied war allerdings das Konzert überraschenderweise nicht vorbei. Alle Sänger bekamen eine Kerze und trugen diese zum Hauptausgang der Kirche. Sie standen Spalier und umrahmten den Ausgang, um die Konzertbesucher mit Gesang, Licht und Wärme in die Dunkelheit der Herbstnacht zu verabschieden.
Zwischenchor-Mitglied Michael Dittmer zeigte sich mit dem Abend zufrieden, „Es ist schön, wenn die Resonanz so gut ist. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht ... vielleicht gibt es in der Zukunft eine Möglichkeit, noch einmal so einen Konzert zusammen zu gestalten“.

Das letzte Lied war nicht wirklich der Abschluss. Mitglieder aller drei Chöre verabschiedeten die Konzertbesucher mit Kerzenlicht und Gesang.

 

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