Internationaler Abschluss der Veranstaltungsreihe „Zuhause sein“

Beim Essen kommen alle Kulturen zusammen: Vor allem am internationalen Buffet im Dietrich Bonhoeffer-Haus am vergangenen Mittwoch. Foto: Ina RohlederEin Buffet mit Speisen aus zehn unterschiedlichen Ländern – das toppt selbst ein „All you can eat-Buffet“ im Urlaub. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Zuhause sein“ hatte Pfarrerin Elsie Joy dela Cruz ins Dietrich Bonhoeffer-Haus der Altstadtgemeinde an der Moltkestraße eingeladen und rund 50 Gäste aus aller Welt waren gekommen und hatten landestypische Speisen mitgebracht.

„Zuhause ist da, wo dein Essen ist. Wo die Familie zusammenkommt, gemeinsam isst und sich austauscht. Also auch hier im Dietrich Bonhoeffer-Haus“, ist sich Elsie Joy dela Cruz sicher. Die Pfarrerin im Kirchenkreis Vlotho kommt selbst gebürtig aus den Philippinen und hatte den Abend organisiert.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Zuhause sein“ sollte es nicht nur kulinarisch, sondern auch interkulturell werden: „Jeder bringt eine typische Spezialität aus dem eigenen Land mit und bedient sich wiederum am Buffet. An den Tischen kommen alle Kulturen zusammen, denn Essen bringt zusammen“, so dela Cruz weiter. Auf dem internationalen Buffet am vergangenen Mittwoch befanden sich Speisen aus Italien, Ungarn, Ägypten, Armenien, Österreich, Deutschland, den Philippinen, Pakistan dem Iran und Ghana. Nach einer Adventsmeditation von Ökumene-Pfarrer Dr. Christian Hohmann wurden die einzelnen landestypischen Gerichte von den Gästen vorgestellt. Anschließend wurde das Buffet eröffnet. Neben mit Fisch gefüllten Teigtaschen aus Ghana gab es auch gefüllte Blätter aus Armenien und österreichischen Kaiserschmarrn. Manche Speisen aus den asiatischen Ländern waren eher scharf gewürzt, mit landestypischen Gewürzen. „Alle, die landesübliche Speisen mitgebracht haben, haben sich viel Mühe gemacht", lobt Elsie Joy dela Cruz die Gäste. „Diese Gewürze gibt es nicht unbedingt in jedem Supermarkt. Ich bin echt überrascht, wie sie diese Gewürze gefunden haben, um die Gerichte möglichst originalgetreu nachzukochen, wie es in ihrer Heimat üblich ist“, betonte Pfarrerin dela Cruz. „Manches sieht auf den ersten Blick vielleicht etwas befremdlich aus, schmeckt aber überraschend gut“, meinte Diakonin Ina Rohleder, die auch Teile der Veranstaltungsreihe mitorganisiert hatte. Ihre typisch ostwestfälische Spezialität, die sie zum Buffet mitgebracht hatte, stieß bei vielen Besuchern zunächst auf Misstrauen: „Stippgrütze sieht für viele erstmal ziemlich ungewohnt und wenig ansprechend aus, aber wer einmal probiert hat, wird sie lieben“, so Rohleder weiter. Viele Gäste, vor allem aus anderen Ländern, hätten die Stippgrütze regelrecht gelobt.

Pfarrerin Elsie Joy dela Cruz hatte das Internationale Buffet organisiert und freut sich über den Austausch der Kulturen. Foto: Ina RohlederWährend des Essens sangen und hörten alle Teilnehmenden adventliche und weihnachtliche Lieder aus verschiedenen Ländern. Immer wieder tauschten die Gäste ihre Plätze im Dietrich Bonhoeffer-Haus, um auch mit Anderen ins Gespräch zu kommen. So lernten sich viele an diesem Abend untereinander besser kennen. Das gegenseitige Interesse war groß und zeigt, so Elsie Joy dela Cruz: „Miteinander essen schafft Gemeinschaft und bringt Menschen zusammen. Und in dieser Gemeinschaft fühlt sich jeder auch zuhause.“ Deshalb sei es wichtig, ein solches internationales Buffet auch im kommenden Jahr zu wiederholen, betonte dela Cruz.

Mit dem internationalen Buffet geht die Veranstaltungsreihe „Zuhause sein“ im evangelischen Kirchenkreis Vlotho zu Ende. Seit Anfang des Jahres hatten Dorothee Holzmeier von der Kindergarten-Fachberatung, Ina Rohleder von der Fachstelle Seelsorge im Alter und Anna-Lena Strakeljahn von der Erwachsenenbildung zahlreiche Veranstaltungen zum Thema im Kirchenkreis mit weiteren Helfern organisiert. In einer Podiumsdiskussion wurden Perspektiven für das Wohnen im Quartier erarbeitet, ein Krimidinner in Vlotho näherte sich dem Thema auf ganz anderem Weg und auch die Kindergärten beschäftigten sich immer wieder mit dem Thema.

 

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