Radiogottesdienst aus der Auferstehungskirche am Kurpark

Auf Sendung: Blick in den Übertragungswagen vor der Auferstehungskirche am Kurpark, aus der der Radiogottesdienst am Erntedanksonntag gesendet wurde. (Foto: Christian Gerstenkorn)SCS/Bad Oeynhausen. „Guten Morgen aus der evangelischen Auferstehungskirche am Kurpark in Bad Oeynhausen!“ So begann die Übertragung des Erntedankgottesdienstes im Deutschlandfunk. Tausende Menschen in ganzen Bundesgebiet hörten an ihren Radiogeräten zu, was Pfarrer Lars Kunkel zum Thema 'Schau auf die Welt' predigte.

Bereits vier Wochen vor der Sendung stand der genaue Ablaufplan fest. Sekundengenau wurden Text- und Musikbeiträge ausgearbeitet. Die Stromversorgung für den Übertragungswagen musste organisiert werden. Am Abend vorher gab es einen Durchlauf mit allen Beteiligten als Generalprobe. „Dadurch war der Stressfaktor weg. Am Sonntag war es trotz des enormen technischen Aufwands obwohl die Zeit lief, ein normaler Gottesdienst mit guter Stimmung“, sagte Kreiskantor József Opicz. Er musizierte an der Orgel und leitete den Posaunenchor der Altstadtgemeinde und die Kantorei der Auferstehungskirche, die den Gottesdienst musikalisch mitgestalteten.

Der Übertragungswagen vom Deutschlandfunk parkt vor der Auferstehungskirche am Kurpark (Foto: Christian Gerstenkorn)„Wir haben bekannte traditionelle Lieder zu Erntedank ausgewählt und John Rutters modernes Chorstück 'Look at the world', in der deutschen Übersetzung Thema des Gottesdienstes“, erläuterte er. Der zeitgenössische englische Komponist John Rutter wirft darin einen musikalischen Blick auf die Schönheit der Schöpfung. Die Kantorei musizierte die einzelnen Strophen des Werkes abwechselnd mit der mehrteiligen Predigt. Pfarrer Lars Kunkel wagte auch kritische Blicke auf den Umgang der Menschen mit der bedrohten Schöpfung. Auf die Welt zu schauen muss bedeuten, die Schöpfung zu bewahren. „'Schau auf die Welt' bedeutet für mich als Christ: Achte auf die Welt. Schenke ihr Achtung und Respekt. Was ich liebe, das will ich auch schützen“, sagte er. „Am Ende müssen wir zusammenhalten und gemeinsam überlegen, wie wir diese kostbare Schöpfung bewahren. Mit offenen Augen, klarem Verstand, einer mutigen und intelligenten und unabhängigen Politik - und vor allem einem weiten und brennenden Herzen für Gottes Welt.“ Die Lesungen hatten die beiden Presbyter Birgit Kuhlmeier und Ronald Deppe übernommen. „Damit es für die Hörer am Radio möglichst abwechslungsreich klingt“, erläuterte József Opicz.

Ausnahmsweise mussten alle Gottesdienstbesucher spätestens eine halbe Stunde vor Beginn in der Kirche sein. Die Übertragung begann Punkt zehn Uhr. Vorher gab es eine Einweisung für die Besucher, und die gemeindeinternen Abkündigungen wurden verlesen. Nach dem Gottesdienst war ein Hörertelefon ins Gemeindebüro geschaltet. „Ein schöner Gottesdienst, eine interessante Erfahrung“, war das Fazit des Kreiskantors.

Fotos: Christian Gerstenkorn

 

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