Radiogottesdienst in der Auferstehungskirche am Sonntag (06.10.) beginnt um 09:30 Uhr

Pfarrer Lars Kunkel hat sich in den vergangenen Wochen intensiv auf den Radiogottesdienst in der Auferstehungskirche am Kurpark vorbereitet. Gemeinsam mit der Kantorei und dem Posaunenchor feiert er den Erntedankgottesdienst deutschlandweit im Radio.CD/Bad Oeynhausen. Normalerweise predigt Pfarrer Lars Kunkel aus der Altstadtgemeinde in Bad Oeynhausen vor weitaus weniger Menschen. Am kommenden Sonntag werden ihm deutlich mehr Menschen zuhören, als in der Auferstehungskirche am Kurpark. Der Erntedank-Gottesdienst wird als „Radiogottesdienst“ im Deutschlandfunk übertragen und erreicht damit deutschlandweit mehrere Tausend Menschen. 

So einen aufwändigen Gottesdienst feiert Lars Kunkel selten: Vier Wochen vorher steht jedes Wort fest; ein 10-seitiges Manuskript ist sekundengenau ausgearbeitet; am Samstag findet eine Generalprobe in der Auferstehungskirche statt. Kunkel: „Hinter diesem Gottesdienst steckt ein enormer Aufwand. Nicht nur liturgisch. Unsere Küsterin muss die Stromversorgung für den Übertragungswagen organisieren, die Kantorei und der Posaunenchor proben extra für diesen Gottesdienst Stücke ein und ein Hörertelefon wird nach dem Gottesdienst auch in unserem Gemeindebüro geschaltet.“

Für alle Gottesdienstbesucher heißt es am Sonntag jedoch: Früher aufstehen. Denn die Übertragung im Radio beginnt um exakt 10 Uhr. „Deshalb müssen die Abkündigungen auch vorher verlesen werden. Außerdem gibt es durch das Team vom WDR, der für die technische Durchführung verantwortlich ist, eine Einweisung für alle Besucher“, erklärt Lars Kunkel. Aus diesem Grund ist ein Einlass in die Auferstehungskirche nach 10 Uhr nicht mehr möglich. 

Für den Pfarrer war vor allem die Vorbereitung auf den Gottesdienst eine besondere Erfahrung: „Ich musste ganz anders formulieren. Jeder Satz ist entscheidend, da der Gottesdienst im Radio klar verständlich sein muss, falls die Zuhörer nur „mit einem Ohr“ lauschen. Deshalb musste ich mir eine einfache Sprache angewöhnen“, erzählt Pfarrer Kunkel. Damit das Timing für die Radioübertragung stimmt, ist jedes Wort, jeder Satz und jedes Stück im Gottesdienst genau abgemessen. Auch die Liturgie muss für die Zuhörer am Radio möglichst abwechslungsreich klingen, deshalb werden im Gottesdienst zwei Lektoren eingesetzt. Die Lesungen werden Birgit Kuhlmeier und Ronald Deppe übernehmen. 

„Schau auf die Welt" lautet das Motto des Gottesdienstes zu Erntedank. Die Kantorei an der Auferstehungskirche unter der Leitung von Kantor József Opicz wird unter anderem das Stück „Look at the world“ des zeitgenössischen englischen Komponisten John Rutter in deutscher Sprache singen. John Rutter lenkt den Blick musikalisch auf die Schönheit der Schöpfung und ruft zum Lobpreis des Schöpfers auf. Ein genauerer Blick auf die Welt in der Predigt offenbart aber auch ihre Verletzlichkeit und Bedrohung durch das Handeln des Menschen. Am Ende muss ein „Schau auf die Welt“ unbedingt als Bewahrung der Schöpfung verstanden werden. „Wir verbinden in diesem besonderen Gottesdienst das, was Kirche heutzutage ausmacht: Der traditionelle Posaunenchor spielt Stücke, die zu Erntedank einfach dazugehören, während die Kantorei moderne Stücke, wie das von John Rutter singt“, freut sich Pfarrer Lars Kunkel.

Auch das Leitbild der Gemeinde „Wir leben mittendrin! Gemeinschaft – Kultur – Versöhnung“ zeigt sich im Radiogottesdienst besonders gut. So finden regelmäßig Gottesdienste unterschiedlicher Form, Konzerte, Ausstellungen und ein Café in der Auferstehungskirche statt. Pfarrer Lars Kunkel freut sich auf den großen Tag: „Der Radiogottesdienst gibt uns die Möglichkeit unsere ganze Vielfalt zu präsentieren. Deshalb lade ich alle Menschen aus Bad Oeynhausen und umzu ein: Erleben Sie diesen besonderen Radiogottesdienst und blicken Sie hinter die Kulissen des Radios.“

Der Gottesdienst wird am Sonntag, den 06. Oktober ab 10 Uhr im Deutschlandradio übertragen. Das Programm ist über UKW oder den Webstream zu empfangen. Die entsprechende Frequenz für Ihren Ort finden Sie auf www.deutschlandradio.de

 

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