Abschied von Kreiskantor Harald Sieger
Wegbegleiter: Pfarrer Lars Kunkel (v.l.), Kreiskantor Harald Sieger und Superintendent Andreas Huneke.scs/Bad Oeynhausen. „Danke an alle, die in den 15 Jahren hier mit mir zusammen gewirkt haben“, so verabschiedete sich Harald Christian Sieger von seinen langjährigen Weggefährten. In einem Festgottesdienst voller Musik wurde er aus seinen Ämtern als Kantor an der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen-Altstadt und als Kreiskantor für den evangelischen Kirchenkreis Vlotho entpflichtet. Bereits im Februar hat er sein neues Amt als Landeskirchenmusikdirektor angetreten.

„Auch in deinem neuen Titel steckt Musik. Mit deiner Art kannst du frischen Wind in die Landeskirche bringen und zeigen, dass Kirche auch Spaß machen kann“, sagte Lars Kunkel und erntete dafür begeisterte Zustimmung aus den gut besetzten Kirchbänken. Der Pfarrer, der ein Jahr länger als der Kantor in der Altstadtgemeinde tätig ist, erinnerte sich, wie Harald Sieger in die Kurstadt kam. „Nach den Bewerbungsvorspielen haben wir die ganze Nacht lang beraten. Bis wir uns nicht für einen gestandenen Musiker entschieden haben, sondern für den jungen Mann, der damals wie ein Konfirmand aussah. Wir wollten jemanden, der nicht nur ein Virtuose ist, sondern mit dem man auch einen Kaffee trinken kann. Du warst ein Glücksfall für uns, hast Jung und Alt begeistert und ein großes musikalisches Netzwerk aufgebaut“, so Lars Kunkel.

Als Kantor der Altstadtgemeinde wirkte Harald Sieger insgesamt 15 Jahre und einen Monat. In den vergangenen zehn Jahren war er als Kreiskantor des Kirchenkreises Vlotho tätig. „Du warst ein Kommunikator im Bereich Musik“, sagte Superintendent Andreas Huneke. „Neben der Musik liegt dir auch die Verkündigung am Herzen. Durch dein Orgelspiel hast du die Herzen der Gottesdienstbesucher berührt und Menschen mit ganz unterschiedlichen Musikstilen bewegt. Wir haben gespürt, dass du immer mit dem Herzen dabei warst. Gott sei Dank, dass wir mit dir zusammenarbeiten durften.“

„Hier in der Altstadt hast du damals zuerst die Kantorenstelle, dann die Zuneigung vieler Menschen gewonnen. Jetzt hast du 26 weitere musikalische Sterne auf deinem Trikot“, spielte Pfarrer Bernhard Silaschi auf die 27 Kirchenkreise der westfälischen Landeskirche an. Stellvertretend für den Posaunenchor der Altstadtgemeinde wünschte er dem Kirchenmusiker viel Erfolg für seine neue Herausforderung: „Harald Sieger – nomen est omen.“ Auch die Kantorei und die Jugendkantorei überbrachten musikalische Wünsche. Wie der Kantor junge Menschen für die Jugendkantorei zu begeistern wusste, trug Marius Frisch zur Begeisterung der Anwesenden vor.

„Wir werden dich vermissen, freuen uns mit dir und sind auch ein klein wenig stolz darauf, dass der neue Landeskirchenmusikdirektor aus der Altstadt kommt“, überbrachte Lars Kunkel gute Wünsche des Presbyteriums. Zahlreiche Gäste nutzten beim anschließenden Empfang im Foyer der Kirche die Gelegenheit, sich persönlich von Harald Sieger zu verabschieden.