Pastor Eike Fleer in den Ruhestand verabschiedet

Pastor Eike Fleer (vorne Mitte) mit Wegbegleiterinnen und -begleitern in der Gemeinde.scs/Bad Oeynhausen. 23 Jahre lang hat er in der Altstadtgemeinde gewirkt. Mit einem festlichen Gottesdienst wurde Pastor Eike Fleer in den Ruhestand verabschiedet. „Er ist ein Mann für alle Fälle“, charakterisierte ihn Pfarrer Lars Kunkel. „Wenn man irgendwo Hilfe brauchte, war er da. Und ich kenne niemanden sonst, der so sanftmütig ist.“ Ob bei Jungschar und Kindergottesdienst oder bei der Arbeit mit alten Menschen, ganz besonders in den Heimen, immer lag ihm die Beschäftigung mit dem Glauben und den Mitmenschen am Herzen.

„Deine Zugewandtheit zu den Menschen ist ein sehr modernes Verständnis von Kirche. Dein Titel Pastor, der im Deutschen Hirte bedeutet, ist dafür sehr treffend. Du hast immer das Evangelium in den Mittelpunkt gestellt, nie deine Person oder dein Amt“, so Lars Kunkel. „Der Dienst, den du geleistet hast, wird schwer zu ersetzen sein.“ Schon als Jugendlicher verspürte Eike Fleer den Wunsch, Theologie zu studieren. Hebräisch brachte er sich im Selbststudium mit Cassetten bei.

 

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Orgelmusik bei Kerzenschein zog viele Zuhörer an

Virtuose Tastenkünstler: Hagen Heinicke (li.) und Kreiskantor Harald Sieger begeisterten an der Orgel der Auferstehungskirche am Kurpark.scs/Bad Oeynhausen. Mit einem fulminanten Auftakt begann Harald Sieger die diesjährige „Orgelmusik bei Kerzenschein“. Er spielte Benjamin Gruchows „Toccata über Joy to the World und O du fröhliche“. „Das Stück ist ein echter Knaller. In der Herforder Hochschule für Kirchenmusik haben wir das als Weihnachtsgruß aufgenommen“, sagte der junge Organist Hagen Heinicke, der gemeinsam mit dem Kreiskantor die über 100 Zuhörer in der Auferstehungskirche am Kurpark faszinierte.

Abwechselnd präsentierten sie solistisch und gemeinsam eine klangstarke Auswahl. „Vierhändig haben wir Orgelwerke von Schönefelder und Kühme einstudiert“, sagte Kreiskantor Harald Sieger, der auch durch das Programm führte. Während das Eingangsstück die zu Ende gehende Weihnachtszeit in Erinnerung rief, wiesen die anderen einen schwungvollen Weg hinein in das gerade begonnene Jahr. Nach faszinierenden Werken wie Präludien von Johann Sebastian Bach und Dieterich Buxtehude, dem Allegro moderato aus der Sonate Opus 22 von Carl Piutti sowie der Sonate A-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy beendeten die beiden Organisten den Konzertabend mit sechs Duetten von Samuel Wesley.

 

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Konzert des „Collegium Musicum Herfordiense“ in der Auferstehungskirche

Virtuos: Das Ensemble „Collegium Musicum Herfordiense“ und Kreiskantor Harald Sieger (4. v.l.) faszinierten mit adventlicher Chormusik und Orgelklängen auf hohem Niveau.scs/Bad Oeynhausen. Mit adventlichen Chorsätzen stimmte das achtköpfige Ensemble „Collegium Musicum Herfordiense“ die Zuhörer auf die Vorweihnachtszeit ein. Maria, die Mutter Jesu, stand thematisch im Mittelpunkt des Konzertprogramms „Meine Seele erhebt den Herrn“. „Jeder Adventssonntag hat seine eigene Thematik. Wenn man überlegt, was für ein Skandal Marias plötzliche Schwangerschaft war, hat sie sehr gelassen reagiert und erst mal ein Lied gesungen“, sagte Harald Sieger, Kantor an der Auferstehungskirche, in seiner Begrüßung. Kurzfristig war er außerdem als Organist eingesprungen.

Fasziniert lauschten die Zuhörer den Stimmen der acht Sängerinnen und Sänger, die ausdrucksvoll erklingen ließen, wie Komponisten verschiedener Jahrhunderte ihre individuellen Empfindungen über die Figur Marias musikalisch umgesetzt hatten. Svetlana Morkel und Katja Panina im Sopran, Liga Auguste und Jozsef Opciz im Alt, Dietrich Johannes und David Ludewig im Tenor sowie Valeru Bukreev und Franz Spenn im Bass begeisterten ihr Publikum mit ihren wandlungsfähigen, ausdrucksstarken Stimmen. Die acht Musiker von „Collegium Musicum Herfordiense“ haben sich während ihrer Studienzeit an der Kirchenmusikhochschule in Herford kennengelernt und den Kammerchor gegründet.

 

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Schuld und Reue Themen im Literaturgottesdienst

Eindrucksvoll: Das Team des Literaturgottesdienstes und die Band "tiger fm" nahmen die Besucher mit in eine Welt großer Gefühle.scs/Bad Oeynhausen. „Warum beeindrucken uns Menschen, die Fehler zugeben können oder offen über ihre Schuld sprechen? Vielleicht, weil diese Menschen Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Sie geben sich, wie sie sind und schaffen durch ihre Aufrichtigkeit Vertrauen“ sagte Pfarrer Lars Kunkel im 37. Literaturgottesdienst in der Auferstehungskirche.

Die Protagonisten in Hakan Nessers Roman „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ können das nicht. In seinem 1998 erschienenen Buch, das in Schweden inzwischen Schullektüre geworden ist, versetzt Nesser seine Leserschaft in die Idylle eines schwedischen Sommers. Er erzählt von Freundschaft, Liebe, erwachender Leidenschaft und auch von einem Mord, der ungesühnt bleibt. Und damit wirft der Autor auch die Frage nach Schuld und Reue auf. Das Ende des Romans bleibt offen.

 

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„Ein deutsches Requiem“ schließt das Kirchenjahr

Die Kantorei, die Jugendkantorei und das Sinfonieorchester „opus7“ boten dem Publikum ein anspruchsvolles Konzert am Ewigkeitssonntag.MW/Bad Oeynhausen. In der Dunkelheit der Abendstunden am Ewigkeitssonntag erfüllten die Kantorei und Jugendkantorei an der Auferstehungskirche und das Sinfonieorchester „opus 7“ den Kirchenraum mit ergreifenden biblischen Texten und Tönen. Mit der Aufführung von Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ gaben sie dem Tod, dem Versprechen eines ewigen Lebens, der Mühsal des irdischen Lebens, aber vor allem den Momenten des Trostes Raum und Gestalt. Die gesamtmusikalische Leitung lag bei Kreiskantor Harald Sieger.

Das Requiem von Brahms ist nicht nur musikalisch anspruchsvoll, sondern auch einzigartig im Ansatz. Es ist nicht einem Toten, sondern den Trauernden und, im größeren Sinn, den Lebenden gewidmet. Der Komponist selbst suchte nach geeigneten Bibelversen, die Trost angesichts der Vergänglichkeit des Lebens spenden.Der Chor zusammen mit den Solisten Ylva Stenberg und Sebastian Klein und dem Sinfonieorchester arbeiteten diesen Grundgedanken heraus. Mal schwere, dunkle, mal fließend leichte, ja fast himmlische Töne wechselten sich oft im gleichen Satz ab.

 

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