Das Team

 

Pfarrerin Ulrike Lipke
Schulreferentin
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Pfarrer Teofil Nemetschek Pfarrer Teofil Nemetschek
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Pfarrerin Christiane Südhölter-Karottki

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Pfarrer Detlev Karl Pfarrer Detlev Karl
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Der Religionsunterricht

Das Fach „Religionsunterricht“ gehört in unserem Land zu den sogenannten ordentlichen Lehrfächern einer jeden öffentlichen Schule. In einer Welt, die sich rasch verändert, die sehr kompliziert geworden ist, keine einheitlichen
Wertmaßstäbe mehr besitzt und den Menschen oft wenig freundlich begegnet, sollen Schülerinnen und Schüler Zuversicht und Orientierung
gewinnen. Dabei will ihnen der Religionsunterricht helfen.

IKG Bad OeynhausenWas ist der Sinn des Lebens? Gibt es Gott? Hat die Welt einen Sinn? Was ist der Sinn meines Lebens? Wohin führt das alles? Und: Was kommt danach? Es gehört zum Menschsein, solche Fragen zu stellen. Zu den besonderen Aufgaben des Religionsunterrichtes gehört es, diesen Fragen
Raum zu geben und immer wieder nach tragfähigen, dem jeweiligen Alter entsprechenden Antworten zu suchen.

Antworten auf Lebensfragen Was ist wirklich wichtig? Was mache ich, wenn es Probleme gibt? Wie soll ich mich in Konflikt en entscheiden? Woran kann ich mich halten? Der Religionsunterricht ist das Schulfach, in dem Jugendliche über solche Probleme reden und Fragen erörtern können, die jeden Menschen beschäftigen. Schülerinnen und Schüler begegnen im Religionsunterricht Lehrerinnen und Lehrern, die sich ihren Fragen stellen und aus christlicher Orientierung dazu Position beziehen. Damit können sie Kinder und Jugendliche bei der Suche nach dem eigenen, persönlichen Weg
begleiten.

Der Religionsunterricht unterstützt auf diese Weise auch die Eltern: er übernimmt einen Teil der Verantwortung, die Erziehung mit sich bringt.
Nicht alles glauben ... Seelenwanderung und Astrologie, schwarze Messen und Schamanismus, neue und alte Sekten usw. – auf dem Markt der Religionen wird derzeit alles Mögliche angeboten. Wer sich darin zurecht finden will, braucht ein Mindestmaß an Kenntnissen, muß sich mit religiösen
Fragen und Kriterien beschäftigt haben, um unterscheiden zu können.

Der Religionsunterricht nimmt dabei eine aufklärende Funktion ein. Er hilft, religiöse Vorstellungen (auch eigene) bewußt zu machen, unter die Lupe zu nehmen und begründet zu beurteilen. Kenntnisse über andere Religionen
und Kulturen Ohne Kenntnis ihrer religiösen Wurzeln bleiben fremde Kulturen unverständlich. Unwissenheit und Gleichgültigkeit erschweren die
Verständigung zwischen den Religionen, Konfessionen und Kulturen.

Der Religionsunterricht kann wesentlich dazu beitragen, dass sich Jugendliche unterschiedlicher Herkunft mit Interesse, Respekt und Toleranz begegnen. Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft fördern In unserer Leistungs- und Erfolgsgesellschaft stehen arme und arbeitslose, kranke und behinderte Menschen oft am Rande. Auch unter Jugendlichen gibt es nicht wenige, die eher im Schatten des Wohlstands leben und persönliche Probleme haben. Von Gott her hat jeder Mensch die eigene unverlierbare Würde; jede und jeder verdient Achtung und Anerkennung.

BerufskollegDer Religionsunterricht leitet dazu an, Leid und Not anderer Menschen nicht zu übersehen, Unrecht und Unmenschlichkeit wahrzunehmen, über ihre Ursachen nachzudenken und sie zu benennen. Damit kann ein erster Schritt zur Überwindung getan sein. Viele Schulen in unserer Region pflegen daher durch Besuche und Gegenbesuche Kontakt zu Menschen mit Behinderungen, z.B. auf dem Wittekindshof.

In anderen Schulen haben sich aus dem Religionsunterricht Patenschaften
zu Kindern, z.B. in Guatemala, entwickelt. Dürfen wir alles, was wir können?
Alles scheint heute möglich zu sein: grenzenlose Kommunikation via Satellit und Internet im „globalen Dorf“, mehr als 30 Fernsehprogramme zu Hause, gentechnisch erzeugte Lebensmittel, Eingriffe in menschliche Erbanlagen, künstliches Leben...

Der Religionsunterricht stellt die Frage nach der Verantwortung. Er ermutigt Jugendliche, in ihrem Leben für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Religion gehört zur Bildung Wer unsere Kultur und Gesellschaft verstehen will, muß Kentnisse über den christlichen Glauben erworben haben. Unerläßlich ist es, die Zehn Gebote und das Gebot der Nächstenliebe zu kennen. Ohne ein Wissen um den biblischen Schöpfungsglauben und die Hoffnung auf das Reich Gottes ist die europäische Tradition nicht verstehbar.

Im Religionsunterricht lernen Kinder und Jugendliche den christlich geprägten Hintergrund unserer Kultur und unserer sozialen Wertvorstellungen kennen. Deshalb ist der Religionsunterricht durch die Artikel 4 und 7 auch im Grundgesetz fest verankert. Identität und Verständigung In unserem Land wird Religionsunterricht konfessionell erteilt, denn Glaube wird immer in einer konkreten Form erlebt. Wer in der eigenen Konfession einen Standpunkt gefunden und Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede zu anderen Glaubensrichtungen entdeckt hat, der erst kann echte Toleranz üben.