Pfarrer Markus Freitag berichtet von der Reise nach Tansania

Feierlichkeiten in Tansania: Pfarrer Markus Freitag (hintere Reihe 3.v.r) und Superintendent Andreas Huneke (hintere Reihe rechts) waren mit dabei.MF/Bad Oeynhausen. Vor 125 Jahren, am 4. Juli 1890 landeten Missionare aus Bethel nach langer beschwerlicher Schiffsreise in der Hafenstadt Tanga im Nordosten der damaligen deutschen Kolonie Tanganjika an. Ziemlich genau dort feierte jetzt die Nordost- Diözese der Evangelisch-lutherischen Kirche Tansanias ihren besonderen Ge-burtstag mit einem großen open air-Gottesdienst mit etwa 5000 Menschen mit Blick auf den indischen Ozean.

Delegationen internationaler ökumenischer Partnerkirchen aus Schweden, USA und Deutschland waren der Einladung von Bischof Dr. Steven Mungu gefolgt. Wir auch. Unser Kirchenkreis Vlotho wurde durch Superintendent Andreas Huneke und Pfr. Markus Freitag vertreten. Höchster Ehrengast war der tansanische Staatspräsident Kikwete, der – selbst Moslem - in seinem Grußwort ein klares Votum zum friedlichen Miteinander der Religionen abgab. Symbolträchtig machte sich eine Gruppe von Jugendlichen 185 km zu Fuß auf den Weg – wie die Missionare aus Bethel vor 125 Jahren – von Tanga nach Lushoto in den Usambarabergen, heute Sitz der Landeskirche, wo eine Woche später das Jubiläum mit einem Festgottesdienst ausklang.

 

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Willkommen in Tambarare
TambarareMF/Bad Oeynhausen. „Warum helft Ihr uns hier in Tambarare", wurden wir von Schülern gefragt, und „Stimmt es, dass in Deutschland die Jugendlichen nicht zur Kirche gehen?" Wir waren über die interessierten Fragen der Jugendlichen – Stipendiaten, denen wir durch unsere Partnerschaft den Schulbesuch ermöglichen - erstaunt. „Wir woh-nen zwar einige Tausend Kilometer von Tambarare entfernt, aber wir wissen uns vereint im Heiligen Geist und die Partnerschaft ist dafür ein sichtbares Zeichen."

Die Antwort der zweiten Frage fiel uns schwerer. Uns wurde deutlich, wie unterschiedlich unsere Gesellschaften sind. Während in Tansania viele Kinder, aber nur noch wenige ältere Menschen das Zusammenleben prägen, ist es bei uns in Deutschland genau umgekehrt. Aber auch bei uns gibt es Jugendliche. Wir erzählten vom Konfirmandenunterricht in Deutschland und besonderen Jugendgot-tesdiensten.

TambarareUmgekehrt besuchten wir Projekte der Jugendlichen in Tambarare: eine Gruppe baut mit sehr bescheidenen Mitteln ein kleines Jugend-Cafe, eine andere trocknet Lehmziegel, um sich von dem Erlös Musikinstrumente kaufen zu können. Im Zentrum der kirchlichen Jugendarbeit stehen die Chöre, mit denen sie Jugendliche und uns als Zuhörer begeistern. Schwerpunkt unserer Partner-schaftsreise waren die Themen Jugend- und Schularbeit. Vier Personen hatte der KSV dafür als Delegation gewählt (s. Foto): Sigrid Knollmann, Konrektorin am Wesergymnasium in Vlotho, Helena Drake, Mitarbeiterin in der Jugendarbeit des Kirchenkreises, Pfarrer Wolfgang Edler und Pfarrer Markus Freitag.

 

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Dankesbrief aus Tansania
Inzwischen fertiggestellt: Die Kirche in Korogwe.WG/Bad Oeynhausen/Tambarare. Und wieder traf Post ein aus Tambarare in Tansania, Ostafrika. Vom dortigen Superintendenten Hokelai Shekizongolo, kam ein Dankesschreiben an den Partner in Deutschland, an den Ev. Kirchenkreis Vlotho (Gebiet Bad Oeynhausen, Löhne, Porta Westfalica, Vlotho). Er sandte herzlich Grüße an alle Gemeinden und drückte seine große Freude und Dankbarkeit über die langjährige Partnerschaft aus.

Er sandte auch Fotos mit von der fertig gestellten Kirche in der Kreisstadt Korogwe. Sie ist ein gutes Beispiel für die Verwendung der Spendengelder. Sie verdeutlicht die gemeinsame Arbeit der Christen hier und dort. Das Gebäude ist von den Spendengeldern aus dem Ev. Kirchenkreis Tambarare finanziert worden und das Kirchendach aus Wellblech von den Spendengeldern aus dem Ev. Kirchenkreis Vlotho. Das große Gotteshaus ist damit ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und der Partnerschaft Tambarare - Vlotho.

 

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Joyce Kulwa vom Tambarare Partnerschaftskreis in Tansania gestorben
Joyce Kulwa (links), auf unserem Bild mit Raphael Mmaka während des Besuchs aus Vlotho 2008, begleitete immer die Delegationen aus dem Kirchenkreis Vlotho.RL/Kirchenkreis. Eine traurige Nachricht erreichte die Mitglieder des Tambarare-Arbeitskreises aus dem afrikanischen Partnerkirchenkreis Tambarare in Tansania. Frau Joyce Kulwa ist plötzlich verstorben. Sie war Mitglied der afrikanischen Delegation, die im Mai 2002 im Kirchenkreis Vlotho zu Gast war. Sie war damals die Leiterin der Frauenarbeit im Kirchenkreis Tambarare und Schriftführerin der Kreissynode Tambarare.

Frau Kulwa war Mitglied in verschiedenen Gremien der dortigen Landeskirche, der Ev.-Luth. Nordost Diözese, Sitz in Lushoto. Viele Delegationen aus Vlotho, die Tambarare besucht haben, wurden von ihr begleitet, haben Gespräche mit ihr geführt und in ihrem Haus übernachtet. Engagiert hat sie auf dem Seminar in Haus Reineberg in 2002 während ihres damaligen Besuches die vielfältigen Aufgaben der Frauengruppen im Kirchenkreis Tambarare und darüber hinaus dargestellt.

 

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Antrag der Vlothoer Kirchengemeinden wird geprüft
ImageRL/Vlotho. In Vlotho soll es bald eine Tambarare-Straße geben. Die Presbyterien der örtlichen Kirchengemeinden haben in Absprache alle diesen Antrag bei der Stadt gestellt.

Schon im vergangenen Sommer hatte die Kreissynode des Kirchenkreises beschlossen, bei Rat und Verwaltung der Städte Bad Oeynhausen und Vlotho den Antrag zu stellen, eine Straße oder einen Platz mit dem Namen Tambarare zu benennen. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung Exter will nun Vorschläge unterbreiten, wo im Ortsteil eine solche Benennung möglich sein könnte. Angedacht ist zum Beispiel das kurze Straßenstück im Neubaugebiet Solarsiedlung gegenüber von Auto Rau.