Kirchenkreis Vlotho feiert am Sonntag Tambarare-Partnerschaft

Pfarrer Torsten Willimczik aus Porta Westfalica-Möllbergen tauft bei seinem Besuch 2017 ein Kind aus Tambarare.Wenn im Gottesdienst statt klassischen Liedern Klänge aus Afrika ertönen und die Gemeinde versucht, auf Kisuaheli zu singen, dann ist Partnerschafts-Sonntag im Kirchenkreis Vlotho. Wie in jedem Jahr wird der letzte Sonntag im Januar dem Partner-Kirchenkreis Tambarare in Tansania gewidmet: Mit besonderen Liedern und einer Kollekte, die direkt in ein Projekt in Afrika fließen soll. 

Pfarrer Eckhard Teismann aus der Kirchengemeinde Gohfeld ist seit vielen Jahren Mitglied im Arbeitskreis Tambarare und weiß die Partnerschaft zu schätzen: „Auf vielerlei Weise wird die Gemeinschaft mit unseren Schwestern und Brüdern in Tambarare konkret: Durch gegenseitige Besuche, durch Gebet füreinander und durch Partnerschafts-gottesdienste, aber auch, in dem wir einander helfen.“ Deshalb soll die Kollekte am kommenden Sonntag direkt im Kirchenkreis Tambarare verwendet werden.

 

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Delegation bereitet sich auf Besuch in Tansania vor

Vorbereitungstreffen mit dem Arbeitskreis und den Delegationsmitgliedern für die große Reise nach Afrika. V.l. Pfarrer Torsten Willimczik, Susanne Hoberg, Bettina Schulz, Pfarer Wolfram Giedinghagen, Daniel und Rebecca Freitag, Pfarrerin Antje Freitag, Corinne Borstelmann, Steven Mdoe und Pfarrer Winfried Reuter. | Foto: Markus Freitag.RL/Bad Oeynhausen. Corinne Borstelmann (Porta Westfalica), Bettina Schulz (Löhne), Pfarrer Winfried Reuter (Vlotho) und Pfarrer Torsten Willimcik (Porta Westfalica) warten gespannt auf ihre besondere Reise nach Afrika. Vom 4. – 20. September 2017 werden sie als offizielle Delegation des Kirchenkreises Vlotho den Partnerkirchenkreis Tambarare besuchen. Seit Monaten bereiten sie sich auf diese Reise vor: Tropenmedizin, Kisuaheli-Schnupperkurs, Landeskunde und Reisetipps.

Vor einigen Wochen trafen die Delegation und der Tambarare-Arbeitskreis Steven Mdoe aus Tambarare, der im Rahmen einer Schulpartnerschaft in Deutschland weilte. Bereits im Jahr 2000 hatte er den Kirchenkreis Vlotho besucht. Er berichtete über die aktuelle Situation in Tansania, von der in den täglichen Nachrichten hierzulande selten etwas zu hören ist: Die letzten Monate habe Tansania unter einer großen Dürre gelitten, sagte Steven Mdoe. Die Hälfte der Rinder der Massai sei elend verendet.

 

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Pfarrer Markus Freitag berichtet von der Reise nach Tansania

Feierlichkeiten in Tansania: Pfarrer Markus Freitag (hintere Reihe 3.v.r) und Superintendent Andreas Huneke (hintere Reihe rechts) waren mit dabei.MF/Bad Oeynhausen. Vor 125 Jahren, am 4. Juli 1890 landeten Missionare aus Bethel nach langer beschwerlicher Schiffsreise in der Hafenstadt Tanga im Nordosten der damaligen deutschen Kolonie Tanganjika an. Ziemlich genau dort feierte jetzt die Nordost- Diözese der Evangelisch-lutherischen Kirche Tansanias ihren besonderen Ge-burtstag mit einem großen open air-Gottesdienst mit etwa 5000 Menschen mit Blick auf den indischen Ozean.

Delegationen internationaler ökumenischer Partnerkirchen aus Schweden, USA und Deutschland waren der Einladung von Bischof Dr. Steven Mungu gefolgt. Wir auch. Unser Kirchenkreis Vlotho wurde durch Superintendent Andreas Huneke und Pfr. Markus Freitag vertreten. Höchster Ehrengast war der tansanische Staatspräsident Kikwete, der – selbst Moslem - in seinem Grußwort ein klares Votum zum friedlichen Miteinander der Religionen abgab. Symbolträchtig machte sich eine Gruppe von Jugendlichen 185 km zu Fuß auf den Weg – wie die Missionare aus Bethel vor 125 Jahren – von Tanga nach Lushoto in den Usambarabergen, heute Sitz der Landeskirche, wo eine Woche später das Jubiläum mit einem Festgottesdienst ausklang.

 

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Willkommen in Tambarare
TambarareMF/Bad Oeynhausen. „Warum helft Ihr uns hier in Tambarare", wurden wir von Schülern gefragt, und „Stimmt es, dass in Deutschland die Jugendlichen nicht zur Kirche gehen?" Wir waren über die interessierten Fragen der Jugendlichen – Stipendiaten, denen wir durch unsere Partnerschaft den Schulbesuch ermöglichen - erstaunt. „Wir woh-nen zwar einige Tausend Kilometer von Tambarare entfernt, aber wir wissen uns vereint im Heiligen Geist und die Partnerschaft ist dafür ein sichtbares Zeichen."

Die Antwort der zweiten Frage fiel uns schwerer. Uns wurde deutlich, wie unterschiedlich unsere Gesellschaften sind. Während in Tansania viele Kinder, aber nur noch wenige ältere Menschen das Zusammenleben prägen, ist es bei uns in Deutschland genau umgekehrt. Aber auch bei uns gibt es Jugendliche. Wir erzählten vom Konfirmandenunterricht in Deutschland und besonderen Jugendgot-tesdiensten.

TambarareUmgekehrt besuchten wir Projekte der Jugendlichen in Tambarare: eine Gruppe baut mit sehr bescheidenen Mitteln ein kleines Jugend-Cafe, eine andere trocknet Lehmziegel, um sich von dem Erlös Musikinstrumente kaufen zu können. Im Zentrum der kirchlichen Jugendarbeit stehen die Chöre, mit denen sie Jugendliche und uns als Zuhörer begeistern. Schwerpunkt unserer Partner-schaftsreise waren die Themen Jugend- und Schularbeit. Vier Personen hatte der KSV dafür als Delegation gewählt (s. Foto): Sigrid Knollmann, Konrektorin am Wesergymnasium in Vlotho, Helena Drake, Mitarbeiterin in der Jugendarbeit des Kirchenkreises, Pfarrer Wolfgang Edler und Pfarrer Markus Freitag.

 

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Dankesbrief aus Tansania
Inzwischen fertiggestellt: Die Kirche in Korogwe.WG/Bad Oeynhausen/Tambarare. Und wieder traf Post ein aus Tambarare in Tansania, Ostafrika. Vom dortigen Superintendenten Hokelai Shekizongolo, kam ein Dankesschreiben an den Partner in Deutschland, an den Ev. Kirchenkreis Vlotho (Gebiet Bad Oeynhausen, Löhne, Porta Westfalica, Vlotho). Er sandte herzlich Grüße an alle Gemeinden und drückte seine große Freude und Dankbarkeit über die langjährige Partnerschaft aus.

Er sandte auch Fotos mit von der fertig gestellten Kirche in der Kreisstadt Korogwe. Sie ist ein gutes Beispiel für die Verwendung der Spendengelder. Sie verdeutlicht die gemeinsame Arbeit der Christen hier und dort. Das Gebäude ist von den Spendengeldern aus dem Ev. Kirchenkreis Tambarare finanziert worden und das Kirchendach aus Wellblech von den Spendengeldern aus dem Ev. Kirchenkreis Vlotho. Das große Gotteshaus ist damit ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und der Partnerschaft Tambarare - Vlotho.

 

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