Großartige Tragikomödie aus Island am 13. Januar in der UCI Kinowelt

Eine starke Frau: Halldora Geirhardsdottir in „Gegen den Strom“.Am Montag, dem 13. Januar, setzen die ‚UCI-Kinowelt Bad Oeynhausen’, das Dekanat Herford-Minden und das Kulturreferat „KuK!“ des Ev. Kirchenkreises Vlotho ihre gemeinsame Reihe ‚Kirchen+Kino‘ fort: um 19.30 Uhr präsentieren sie im UCI-Kino den außergewöhnlichen Spielfilm „Gegen den Strom“ des isländischen Regisseurs Benedikt Erlingson aus dem Jahr 2018.

Er erzählt von der 50-jährigen Halla, die ein geheimes Doppelleben führt: zum Einen ist sie eine unscheinbare Frau, die in Reykjavik als Chorleiterin arbeitet – zum Anderen eine knallharte Öko-Aktivistin, die im Alleingang und inkognito Anschläge gegen die expandierende Aluminiumindustrie in ihrer Heimat verübt. Immer wieder gelingt es „der Bergfrau“ dabei, ihren Verfolgern zu entkommen, aber als man schließlich landesweit nach ihr fahndet, bekommt sie in ihrem bürgerlichen Leben die Nachricht, dass ihr fast schon vergessener Antrag auf Adoption eines Kindes nunmehr bewilligt sei und sie ein Kind aus der Ukraine bei sich aufnehmen könne. Was nun? 

Die außergewöhnliche Tragikomödie porträtiert eine eigenwillige und starke Frau, die nicht länger der Zerstörung des in atemberaubenden Bildern dargestellten isländischen Hochlands zuschauen will, aber auch ihren Lebenstraum eines Kindes nicht aufgeben möchte. Mit viel Witz und bisweilen sehr skurrilem Humor gelingt dem Regisseur ein faszinierendes Meisterwerk: „Ökothriller, Abenteuerfilm, Märchen, Komödie – Benedikt Erlingsons Film … ist all das und noch mehr: großes, originelles Arthousekino“, heißt es etwa in der Besprechung auf ‚programmkino.de‘.

So überrascht es nicht, dass der Film seit seiner Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes 2018 vielfach ausgezeichnet worden ist und vom Publikum wie von der Fachkritik immer wieder als „ein visuelles Vergnügen, ein Film voller trockenem Humor“ (‚The Hollywood Reporter‘) gerühmt wurde. Und vielleicht bringt er ja gerade dadurch die so ernsten Themen der Umweltzerstörung und unserer Verantwortung für das Leben ganz neu zur Geltung.

Der Film dauert 101 Minuten und ist als „sehenswert ab 14 Jahren“ empfohlen. Die Vorführung beginnt pünktlich um 19.30 Uhr, aber schon ab 19.00 Uhr haben die Gäste bei (kostenlosem) Sekt oder Selters Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen im ‚Kirchen+Kino-Foyer’. Karten zum Preis von 6,00 € sind nur an der UCI-Kinokasse erhältlich und dort auch vorbestellbar.