Vielfach preisgekrönter Film „Shoplifters – Familienbande“ am 7. Oktober

CD/Löhne. Herbstzeit ist Kinozeit. Nicht nur die großen Filmstudios aus Hollywood feiern mit ihren neuen Filmen auf der Leinwand in der dunklen Jahreszeit Premiere, auch die beliebte Kinoreihe „Kirchen+Kino“ startet am Montag, 7. Oktober in die neue Saison 2019/20.

Einmal im Monat zeigen das Referat „Kirche und Kultur“ im Kirchenkreis Vlotho, das Dekanat Herford-Minden und die UCI Kinowelt Bad Oeynhausen einen Film, der so im regulären Kinoprogramm keinen Platz hätte, aber auf besondere Art und Weise zum Nachdenken anregt und beweist: Kirche und Kino schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich hervorragend. „Shoplifters – Familienbande“, der erste Film der neuen Spielzeit wird am Montag, 07. Oktober 2019, in der UCI Kinowelt Bad Oeynhausen gezeigt. Der Eintritt kostet sechs Euro. Alle Termine finden sich in einem Flyer, der an vielen Orten ausliegt, und sind auch im Internet unter www.kirchen-und-kino.de einsehbar.


Filmvorstellung: „Shoplifters – Familienbande“

Familie oder Bande? Die Protagonisten des Films „Shoplifters – Familienbande“.HB/Bad Oeynhausen. Dieser Film des bekannten japanischen Drehbuchautors und Regisseurs Hirokazu Koreeda gewann gleich nach seinem Erscheinen die ‚Goldene Palme‘ der Filmfestspiele von Cannes und anschließend zahlreiche weitere nationale und internationale Preise. Er zeichnet das sensible Porträt einer außergewöhnlichen Familie und fragt dabei danach, was Familie eigentlich ausmacht und die wahren Familienbande sind: Biologie und Genetik oder ein Geflecht von Zuneigung und Abhängigkeit?

Im Mittelpunkt des Films steht eine kleine Patchworkfamilie, die in einer Hütte am Rande von Tokio lebt und sich mit Gelegenheitsjobs und kleinen Diebstählen über Wasser hält. Trotz der Armut und räumlichen Enge nimmt die Familie dann auch noch ein vernachlässigtes kleines Mädchen bei sich auf, das neben der warmherzigen Gemeinschaft allerdings auch bald schon den alltäglichen Überlebenskampf und seine vielfältigen, bisweilen illegalen Strategien kennenlernt.

Das mit meisterlicher Beiläufigkeit inszenierte und immer wieder auch sehr humorvolle Drama malt mit großer Einfühlsamkeit, aber ohne jeden „Armutskitsch“ das Modell einer auf Zuneigung gründenden Familie, die gemeinsam den Härten des Daseins trotzt. Ohne zu moralisieren, sammelt der Film Impressionen aus dem gegenwärtigen Japan, in dem das Verhalten der Figuren kaum Alternativen zu haben scheint.

Der Film dauert 122 Minuten und ist als „sehenswert ab 14 Jahren“ empfohlen. Die Vorführung beginnt pünktlich um 19.30 Uhr, aber schon ab 19.00 Uhr haben die Gäste bei (kostenlosem) Sekt oder Selters Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen im ‚Kirchen+Kino-Foyer’. Karten zum Preis von 6,00 € sind nur an der UCI-Kinokasse erhältlich und dort auch vorbestellbar.


Freuen Sich auf acht spannende Filme der Reihe „Kirchen+Kino“ in der UCI Kinowelt Bad Oeynhausen (v.l.n.r.): Ulrich Geschwinder (Gemeindepädagoge), Martin Decking (Dekanat Herford-Minden), Hartmut Birkelbach (Kirchenkreis Vlotho), Christian Zienc (UCI Kinowelt).Saisonstart mit Kurzfilm-Special im Bahnhof Löhne

Zum Auftakt der neuen Staffel fand am vergangenen Montag im ‚Alten Wartesaal‘ des Löhner Bahnhofs ein Kurzfilm-Special statt. Insgesamt acht Filme zum Thema „Umsteigen“ präsentierten das Referat „Kirche und Kultur“ im Kirchenkreis Vlotho, das Dekanat Herford-Minden und die UCI Kinowelt Bad Oeynhausen. Und das in einem besonderen Rahmen: Im Alten Wartesaal des Bahnhofs in Löhne, den der Verein „Löhne Umsteigen – Der Bahnhof“ wieder zum Stadtmittelpunkt machen möchte, wie Irene Esser vom Verein erklärte: „Wir wollen in Zukunft alle Räume des Bahnhofs wieder bespielen. Der Wartesaal soll die gute Stube von Löhne werden.“

Dass das funktionieren kann, zeigte sich am Kurzfilmabend beeindrucksvoll: Über 100 Menschen waren gekommen, um sich bei Popcorn und Getränken die Filme anzuschauen, die mal unterhaltsam, mal eindrucksvoll zum Nachdenken über die verschiedensten Lebenssituationen anregen sollten. Besonders gut kam dabei der heitere Film „Beige“ von Sylvie Hohlbaum aus 2012 an, in dem die Regisseurin der Frage nachging, warum alle Seniorinnen und Senioren ausschließlich beigefarbene Klamotten tragen. „Ich habe heute selber eine beige Jacke an. Und weiß gar nicht warum. Der Film hat mich echt zum Lachen aber auch Grübeln gebracht“, meint etwa Besucherin Dagny Wülfingen-Huneke nach dem Filmabend. Auch Mechthild Naumann ist von den Kurzfilmen begeistert: „Die Mischung der Filme macht es einfach: Mal ernst und nachdenklich, dann locker und lustig – so muss das sein.“

Auch Hartmut Birkelbach, Pfarrer für Kulturarbeit im Ev. Kirchenkreis Vlotho, ist nach dem Saisonstart mehr als zufrieden: „Mit dieser großen Resonanz hatte ich heute Abend nicht gerechnet. Ich habe auch viele neue Gesichter gesehen, die jetzt hoffentlich ebenfalls neugierig geworden sind auf die kommende Spielzeit von „Kirchen+Kino“ in der UCI Kinowelt. Ich persönlich freue mich da besonders auf die Filme ‚Gundermann‘ und ‚Capernaum – Die Stadt der Hoffnung‘.“