„Voces 8“ beschert dem Publikum ein außergewöhnliches Chorprogramm
Die Mitglieder des Ensembles von „Voces8“: Barnaby Smith (Alt) von links, Katie Jeffries-Harris (Alt), Eleonore Cockerham (Sopran), Andrea Haines(Sopran), Jonathan Pacey (Bass), Christopher Moore (Bass), Sam Dressel (Tenor), Blake Morgan (Tenor). | Photo: Margaret Weirich. MW/Bad Oeynhausen. „Voces8“, der achtköpfige a capella Chor aus England, kehrte nach zwei Jahre wieder in die Eidinghausener Kirche zurück und begeisterte das Publikum mit ihrem einzigartigen musikalischen Stil und Können.

Diesmal kamen die Sänger mit Sakral- und weltlicher Musik wie Jazztiteln sowie neu arrangierten Swing und Popnummern im Gepäck und erfüllten damit den Auftrag des Abends – „Sing Joyfully“. Das Ensemble isterneut auf Einladung von Pfarrer Hartmut Birkelbach vom „KuK!“, dem Kulturreferat des Kirchenkreises Vlotho, in Bad Oeynhausen aufgetreten. Wie Pfarrer Birkelbach bei der Begrüßung anmerkte, waren einige Konzertbesucher sogar aus Magdeburg und den Niederlanden angereist, um „Voces8“ wieder mit ihrem besonderen Programm „live“ zu erleben. Besonders bedankte er sich bei den zahlreichen Sponsoren, die einen solchen hochkarätigen Kulturabend möglich machen.

„Voces8“ begannen ihren musikalischen Rundumschlag traditionell mit William Byrds „Sing Joyfully“ und glitten danach in Bartholdys „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ und Rachmaninovs „BogoroditseDevo“ über. Den Sprung von ernsten, meditativen Momenten schafften sie mit einer charmanten, witzigen, leichten Version des Nat „King“ Cole Klassikers „StraightenUpand Fly Right“. Einen absoluten Höhepunkt bot die kraftvolle, jedoch zerbrechlich zarte Version vom Pop-Lied „The Sound of Silence“. Die acht Musiker schickten das Publikum mit einen Feuerwerk der Freude in Form von Palestrinas „Magnifikat Primi Toni“ in die Pause. Die sakrale Chormusik in der ersten Konzerthälfte fungierte als Klammer und ermöglichte dem Ensemble, sich mühelos und meisterhaft zwischen Stilen, Genren und Epochen hin und her zu bewegen.

Die zweite Konzerthälfte stand im Zeichen von Madrigalen des 17. und Swing des 20. Jahrhunderts. Sehr viel Applaus und Bravorufe erntete „Voces8“ für die lässig, lockere Interpretation von „One Note Samba“. In eher gesitteter „Beatbox“- Manier boten die Künstler nicht nur Gesang in Portugiesisch und Englisch, sondern übernahmen auch die Laute der Rhythmusinstrumente. Ensemblemitglied Blake Morgen hatte das Stück schon als „ …das wahrscheinlich schwierigste im Repetoire“ angekündigt. Er erklärte: „Sie kennen sicherlich die berühmte Luftgitarre. Heute Abend spielen wir für Sie die Luftschlagzeuge.“

Am Ende des Konzerts jubelte, applaudierte und stand das Publikum geschlossen auf. Sie ließen „Voces8“ nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne gehen.

Nach dem Konzert sind viele Besucher geblieben und tauschten sich mit densympathischen Mitgliedern des Ensembles über ihre Tour, ihre Leidenschaft für das Singen und ihren zweiten Besuch in Bad Oeynhausen aus.

 

Siehe auch: