Carlos Martinez und Jürgen Werth mit tiefsinniger Unterhaltung

Da machten viele Augen: Eine Kleinkunstbühne in der Martin-Luther-Kirche auf der Lohe mit dem Songpoeten Jürgen Werth und dem Pantomimen Carlos Martinez.RL/Bad Oeynhausen. Faszinierend, wie die Vlothoer Mitarbeiter von Ten-Sing, die häufig bei Konzerten und anderen Veranstaltungen für die Ausstattung und für Licht und Ton sorgen, die Loher Martin-Luther-Kirche in Bad Oeynhausen in ein Kleinkunst-Theater verwandeln konnten! Zahlreich waren die Menschen gekommen, um dort ein interessantes Kombinationsprogramm von Liedermacher und Pantomime zu erleben.

Pfarrer Hartmut Birkelbach vom Kulturreferat des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho hatte den christlichen Songpoeten Jürgen Werth und den auch in unserer Region recht bekannten Pantomimen Carlos Martinez eingeladen. Die beiden reisen im Moment mit dem gemeinsamen Programm „Und die Ohren werden Augen machen“ durch Deutschland.

Jürgen Werth kennen viele noch als langjährigen Programmchef und Direktor des Evangeliumsrundfunks (ERF) in Wetzlar. Daneben hat er sich aber seit vielen Jahrzehnten schon als Texter und christlicher Liedermacher einen Namen gemacht. Viele kennen zum Beispiel sein Tauflied „Vergiss es nie“ (Du bist Du). Auch in Bad Oeynhausen fand Werth ein sichtlich geneigtes Publikum, vor allem viele Menschen aus den christlichen Gemeinden der Umgebung. Zahlreiche der tiefsinnigen, poetisch-verspielten Texte hat der Künstler auch selbst vertont. Damit gestaltete er den ersten Teil des Abends.

Der spanische Pantomime Carlos Martinez fesselte daneben an diesem Abend wieder mit seiner prägnanten, witzigen Art. Die Titel der einzelnen Beiträge wurden angesagt, was eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, weil der pantomimische Ausdruck des bekannten Spaniers immer leicht verständlich war. Egal ob lässig oder ernst, traurig oder fröhlich, in nur wenigen Sekunden verwandelte sich der Künstler in gänzlich unterschiedliche Charaktere.

Während im ersten Teil des Abends beide Künstler ihr jeweils eigenes Programm vorstellten, der eine mit vielen guten gesungenen Worten, der andere ohne Worte mit ausdrucksstarken Bewegungen und unübertrefflicher Mimik, traten beide nach der Pause zusammen auf. Das verlangte dem Publikum schon einiges an Konzentration ab, weil beide Künstler entsprechende Aufmerksamkeit beanspruchen konnten. Aber letztlich erfüllte sich, was sie zu Beginn versprochen hatten, nämlich dass in dieser Kombination „die Ohren Augen machten“ und es an diesem Abend zu einer „Dreiecksbeziehung“ kam zwischen den beiden auf der Kleinkunstbühne und ihrem Publikum.

 

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